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Wer war Peter Anton Coy?

Und was hat er mit dem Wolfsbrunnen zu tun?…

Peter Anton Coy, geboren am 12.07.1871, war Sohn von R. Johann Coy und dessen Ehefrau Annie Marie Coy, geb. Reis. 1892 wird die Zinkornamentfabrik von Carl Schönberg in Heidelberg gegründet. Im Jahre 1895 kam ein junger Kupferschmied namens Peter Anton Coy nach Heidelberg, um hier sein berufliches Auskommen zu suchen. Als Meisterstück fertigte er einen in Kupfer getriebenen Wolf, der im Inneren mit einem Röhrenwerk versehen war, so dass er aus dem geöffneten Maul Wasser speien konnte. Dieser Wolf wurde 1896 am Wolfsbrunnen aufgestellt.  War es wirklich Peter Anton Coy?

Die Heidelberger Zinkornamentenfabrik wurde am 20. Mai 1914 nach einem Brand, ausgelöst durch eine Kesselexplosion, zerstört; da gehörte sie jedoch schon zu Richard Rudolph und Sohn. Die Reste wurden später, im Jahr 1917, an Autz und Hermann weiterveräußert. Die Firma Autz & Hermann GmbH ist heute in der Carl-Benz-Straße 10 in Heidelberg ansässig.

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DER  STOLZE  BRONZEWOLF

Das Wasser kam von der Rostquelle zum Brunnen und dann zum Wolf. Aufgestellt wurde dieser 1896 vom Gemeinnützigen Verein an der Wolfbrunnenanlage. Er wurde bei der Umgestaltung des damals noch vorhandenen Naturteiches in einem in Beton gefassten Teich auf einem Steinsockel montiert. Die ersten Darstellungen sind von 1902 - festgehalten auf einer Postkarte von dem Heidelberger Fotografen J. F. Kopp.

1969 wurde der Wolf vom Steinsockel gerissen und zerstört. Karl Schütz restaurierte ihn 1973 wieder, wobei er in seinem Inneren mit einem Stahlrohrgestell versehen wurde und die Pfoten mit Zinn gefüllt wurden. Wahrscheinlich wurde er um 1975 wieder auf dem Steinsockel montiert. Stolz blickt der Wolf zum Haus hinauf und spuckt vor Freude Wasser, welches von der Wolfsbrunnen-Hangquelle kam, zum Brunnen lief und von da zum Wolf. 1984 fand er beim Neubau der Wolfsbrunnen-Anlage einen bezugslosen Stand im neuen Teich.

Zunächst erscheint der Name „Peter Anton Coy“ bei Günther Heinemann, Heidelberg 1996, Verlag Brigitte Guderjahn Hd. 3. Auflage, S. 479.Wir haben uns sehr gefreut, als wir kürzlich eine Anfrage von Finola Coy aus Großbritannien erhielten, die sich auf die Spurensuche nach ihrer Familie begeben hatte und im Zusammenhang mit ihrem Großvater auf den Wolfsbrunnnen gestoßen war. Es kam dann am 21. Juli 2017 zu einem Treffen am Wolfsbrunnen, und wir konnten uns gemeinsam über die Geschichte austauschen. Hier konnte Folkwin Vogelsang einen wichtigen Beitrag leisten.

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Ob nun Peter Anton Coy den ersten Wolf angefertigt hat, oder ob es sich hier um sein Gesellenstück handelte, konnten wir jedoch abschließend nicht klären. Es war jedoch ein schönes Treffen, das die Geschichte und den Mythos um den Wolfsbrunnen erweitert hat.

Termine im September 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine im September 2017
(bitte beachten Sie die kleinen Änderungen gegenüber
dem Programm im “Korb”):

Montag, 4. September 2017, 19 Uhr:

Klavierkonzert mit Martin Münch
(Neckar-Musikfestival)

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Sonntag, 10. September 2017, ab 12 Uhr:Tag des offenen Denkmals:
“Macht und Pracht”
Führungen und Information am Wolfsbrunnen
siehe Kulturkalender 2017 im “Korb”

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Samstag, 16. September 2017, 9.30 Uhr:

Wolfsbrunnen-Treff

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Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr:

Wolfsbrunnen-Stammtisch

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Termine im August 2017

Sommerpause!

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Bericht vom Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen 2017

Sehen Sie bitte den Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 18.7.2017 in unserem “Korb” mit dem Bericht über das Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen 2017!

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Bericht vom Juli-Stammtisch

Im Wolfsbrunnen laufen die Vorbereitungen für das Musik- und Kulturfestival vom 14. bis zum 16. Juli auf vollen Touren. Deshalb fand der Wolfsbrunnenstammtisch am 12.7.2017 diesmal im ersten Obergeschoss statt. Wie schön, dass man auf so viele, und immer schöne, Räumlichkeiten ausweichen kann! Der extralange Tisch war voll besetzt - in Erwartung dessen, was Herr F. Vogelsang berichten würde. Und er öffnete seine Schatzkiste an Lokalwissen und gesammelten Wolfsbrunnen- Materialien und liess uns daran teilhaben.
Lebenslange Erfahrung und Schulung in den Bereichen Geschichte, Archäologie und Archivkunde ermöglichen Herrn Vogelsang in einmaliger Weise, seine persönlichen Erinnerungen an “ein Leben im und am Wolfsbrunnen” in Wert zu setzen. Er liess uns teilhaben an seinen Studien über die Besitzverhältnisse der Mühlen im Wolfsbrunnental von Anfang an und über ihre Nutzung bis zur Gegenwart. Er stellte Verbindungen zum Wolfsbrunnen her und blieb keine Antwort auf die vielen Fragen schuldig. Die Diskussion war lebendig und vielfältig und wird sicher auf die eine oder andere Art weitergeführt werden.

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Der nächste Wolfsbrunnenstammtisch soll nach einer längeren Sommerpause am Mittwoch, dem 20.9.2017, stattfinden. Thema: Das Felsenmeer. Es wird eine kurze Einführung in die besondere Natur des Geländes unmittelbar oberhalb des Wolfsbrunnens geben, und im Anschluss daran soll jeder über seine persönlichen Erfahrungen im dortigen Gelände erzählen.
Neugierige Gäste sind wie immer willkommen.

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Termine im Juli 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine im Juli 2017:

Samstag, 8. Juli 2017, 9.30 Uhr:

Wolfsbrunnen-Treff

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Mittwoch, 12. Juli 2017, 19.00 Uhr:

Wolfsbrunnen-Stammtisch
Geschichten vom Wolfsbrunnen (F. Vogelsang)

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Freitag, 14. Juli 2017 bis Sonntag, 16. Juli 2017:

Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen
Sehen Sie das Programm im “Korb”

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Samstag, 22. Juli 2017, 9.30 Uhr:

Wolfsbrunnen-Treff

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Die „Lange Tafel am Wolfsbrunnen“

Natur erleben am Wolfsbrunnen

Als Beiprogramm zur „Langen Tafel“ gab es am 24. Juni am Wolfsbrunnen ein Angebot an die Kinder. Die beiden städtischen Naturschutzwarte und Mitglieder des „Freundeskreises Wolfsbrunnen e.V.“, Prof. Dr. Volker Voigtländer und Hans-Martin Gäng, hatten Bausätze von Nistkästen für Gartenvögel bereitgestellt, die z. T. bereits vormontiert und mit Schutzfarbe gestrichen waren. So konnten die Jüngsten mit Hilfe des Vaters oder der Vogelexperten ihre Nistkästen zusammensetzen, bohren, schrauben und hämmern und mit Dachpappe versehen. Ältere Kinder bestanden darauf, ihren Nistkasten “von A bis Z“ zu bauen und ihr eigenes Werk sogar zu signieren. Alle durften ihren Nistkasten mit nach Hause nehmen! Da gab es Erfolgserlebnisse und Stolz auf die geleistete Arbeit zu sehen. „Denn ein solch wetterfester Nistkasten kann ja für Jahrzehnte die Wohnung für Vogelfamilien sein, und dann weiß ja niemand mehr, dass ich das gebaut habe“, sagte ein Kind. Bei der Montage konnte man auch einiges über die Vogelwelt in Schlierbach erfahren, und man weiß nun, dass die Öffnungen der Nistkästen in ihrem Durchmesser und in ihrer Ausführung für kleine Meisen und für größere Singvögel verschieden sind.

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Der stellvertretende Vorsitzende Rüdiger Becker hatte einige Biologen des städtischen Umweltamts eingeladen. Mit Keschern, Fanggläsern, Taschenlupen, aber auch mit wissenschaftlichen Stereolupen konnten die Kinder die Wasserbewohner am Wolfsbrunnen betrachten und kennenlernen. Da gab es Flohkrebse, Fliegenlarven, Wasserkäfer und Kaulquappen zu betrachten, und die Biologen zeigten in Büchern und auf Schautafeln Details und beantworteten sachkundig die Fragen. „So etwas habe ich noch nie gesehen!“ war der Kommentar eines Kindes. Die winzigen Bewohner des Teichs und des Bachs wurden selbstverständlich nach ihrer Untersuchung in ihr Element zurück gesetzt. Die erwachsenen Betreuer der beiden Aktionen meinten: „Hier am Wolfsbrunnen interessierten Kindern und Eltern die Natur zu zeigen und mit ihnen darüber zu sprechen, ist ein Vergnügen. Und danach an der Tafel mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen, ebenso!“

Unmittelbar an das Nachmittagsprogramm schloss sich die Lange Tafel an. Der Grundgedanke der Tafel - auch bekannt unter „Diner en blanc“ - kommt aus einer privaten Initiative in Paris. Menschen treffen sich, bringen ihr Essen, Geschirr, Tisch und Stuhl mit, um gemeinsam einen Abend in schöner Kulisse zu verbringen. Um zu plaudern, zu essen, gemeinsam zu lachen und das Leben zu genießen. Und sie sind in Weiß gekleidet, um der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre zu geben.

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Im schönsten Kleinod von Heidelberg und unter blauem Himmel, mit dem Motto „Bringe deine Lieblingsspeise mit und teile sie mit anderen“, ist dies dem Freundeskreis gelungen. Es kamen viele, und jeder hatte seine Lieblingsspeise dabei, die zu einem großen Buffet für Jedermann aufgebaut wurde.

Den musikalischen Rahmen an diesem Abend bestritt die Gruppe “Kleinod” mit einem Potpourri aus Alpenliedern. Im Anschluss übernahm das Zepter die Popband „Striped Off“, eine junge Nachwuchsband der Heidelberger Musikschule. Zum Abschluss spielte die Heidelberger Coverband „Banana Beans“.

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Sehen Sie auch den Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung über die Lange Tafel in unserem Korb!

Wir freuen uns schon auf die nächste Lange Tafel…. dann vielleicht mit einem anderen Motto.

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Erinnerung: Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen 2017

Das Programm des Musik- und Kulturfestivals am Wolfsbrunnen vom 14. bis zum 16. Juli 2017 finden Sie in unserem “Korb”!

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Bericht vom Juni-Stammtisch

Der Stammtisch am 21.6.2017 fand diesmal bei wunderschönem Sommerwetter vor dem Wolfsbrunnen an einem langen Tisch statt, und rundherum war reges Treiben an diesem schönen Standort.
Die vier Wölfe des Brunnen plätscherten leise, und Herr Tröger teilte mit den Stammtischteilnehmern seine profunde Kenntnis deutscher Literatur. Oder sollten wir sagen deutschsprachiger Literatur, denn bekanntlich war Gottfried Keller in der Schweiz geboren. Es ging darum, wie, unter welchen Umständen, und wie lange Gottfried Keller in Heidelberg weilte, und wie sich das akademische, intellektuelle und politische Ambiente in der Mitte des 19. Jahrhunderts präsentierte. Es entstand ein lebendiges Bild  zum Leben der Zelebritäten, die zu dieser Zeit in der Stadt lebten - und sich verliebten, wie zum Beispiel Anselm Feuerbach und Gottfried Keller - und das in diesselbe weibliche Person auf der anderen Seite des Neckars. Geblieben ist bei aller Unsicherheit um den tatsächlichen Verlauf der (Liebes-)Geschichte das schöne Gedicht Gottfried Kellers, in dem er beschreibt, wie er über die Neckarbrücke zu seiner Angebeteten pilgerte.
Obwohl Herr Tröger keine bekannte und auch keine spekulative Einzelheit ausliess, blieb zum Schluss, wie schon zu Beginn angedeutet, die Frage offen, ob Gottfried Keller nun am Wolfsbrunnen war oder nicht. Vielleicht schon, sehr wahrscheinlich doch - aber selbst Herr Vogelsang konnte mit all seiner Kenntnis den Beweis nicht erbringen. Entsprechend lebhaft war die Diskussion.
Der nächste Stammtisch ist am 12. Juli 2017 geplant. Folkwin Vogelsang wird auf besonderen Wunsch aus seiner langjährigen - lebenslangen! - Erfahrung mit dem Wolfsbrunnengelände und der Wolfsbrunnengeschichte erzählen. Alle sind gepannt und hoffen auf einen weiteren  wunderschönen Sommerabend.

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Termine im Juni 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine im Juni 2017:

Mittwoch   21. Juni 2017, 19:00 Uhr:

Wolfsbrunnen-Stammtisch
„War Gottfried Keller am Wolfsbrunnen?“

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Samstag    24. Juni 2017

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Sehen Sie hierzu auch den Programmflyer im “Korb”

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