Archiv für die Kategorie 'Allgemein' Seite 2 von 39



Bericht vom März-Stammtisch

Der Stammtisch im März (am 15.3.2017) widmete sich am langen Tisch hinter der Theke im Wolfsbrunnen - der diesmal verlängert werden musste!- dem Thema der “guten Leute”. Es gab eine kleine Einführung zum Thema “Lepra allgemein und weltweit” und sofort eine lebhafte Diskussion über die Vergangenheit und Gegenwart dieser bakteriellen Erkrankung, unter Berücksichtigung der kulturellen Elemente im Zusammenleben mit den Aussätzigen, auch in der mittelalterlichen Literatur. Der Zusammenhang mit Schlierbach war klar: neben der Brücke nach Ziegelhausen steht die Gutleuthofkappelle, jenseits der Bahngleise ist der alte Friedhof der Leprasiedlung, und Straßennamen sind weitere Zeitzeugen.

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Beim nächsten Stammtisch am 19. April 2017 geht es um “Gurlitt über Gurlitt”.
Gäste sind herzlich willkommen.

Neue Obstbäume am Wolfsbrunnen!

Beim Wolfsbrunnen Treff am Samstag, dem 11.3.2017, wurden von der “Grünen Brigade” des Instituts für Heilpädagogik und den unentwegten Ehrenamtlichen des Freundeskreises Wolfsbrunnen drei Obstbäume gepflanzt. Einen Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung über diese Aktion finden Sie in unserem “Korb” zum Herunterladen bzw. hier  .

Das Pflanzen der Bäume und Sträucher war sicherlich das Highlight des WolfsbrunnenTreffs. Daneben wurden – etwas prosaischer - Bänke gewienert sowie die Sandsteinmauern geputzt und vom Wurzelwerk befreit, das dem Mauerwerk arg zusetzt und es aufbricht. Nicht sehr beliebte, aber notwendige Arbeiten. Und dann wurde noch der Aufgang zum Eiskeller, dem bei der Asphaltierung des Parkplatzes sein „Endsteinstück“ abhandengekommen war, überarbeitet. Beim letzten Treff war der obere Teil instand gesetzt worden, jetzt musste der Übergang zum Parkplatz so geschaffen werden, dass man auch mit beladenen Schubkarren den Auf-/Abgang nutzen konnte. Nestoras berichtet, dass es in seiner Familie viele Maurer gäbe und man daher das Setzen einer Trockenmauer ihm überlassen sollte. Es sah dann zwischendurch sehr fachmännisch aus:

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Aber dann wurde das ganze Mauerstück erst einmal noch mit viel Wasser und Erde eingeschlemmt, so dass die schöne Arbeit unter der Erde verschwand. Wenn sich alles gesetzt hat und fest ist, werden wir die Steine wieder etwas frei arbeiten.

Bisher steht unsere Konstruktion am Quellengarten und hält die Wildschweine, die jetzt bereits schon den Weg oben am Eiskeller erkundeten, fern. Wir hoffen, dass wir bei der WolfsbrunnenWerkstatt im April mit Hilfe des Landschaftsamtes den Boden des Quellengartens etwas einebnen und Gras neu einsäen können – denn der Quellengarten ist ein besonderer Ort, und wir haben dort für 2017 Veranstaltungen geplant, so z.B. am 16.7.2017 „Philosophieren im Quellengarten“.

Die Suppen- und Kuchenrunde bei herrlichem Wetter draußen im Biergarten war – „wunnnebaar“.

Ein Bergmolch unterwegs zum Laichgewässer

Am letzten Samstag, am 11.3.2017, wurde beim Arbeitseinsatz des Freundeskreises Wolfsbrunnen e.V. (”Wolfsbrunnen Treff”) dieser Bergmolch (Ichthysaura alpestris) entdeckt; er war gerade unterwegs in Richtung Wolfsbrunnenteich. Ein eindeutiger Hinweis, dass der Frühling begonnen hat. Denn dort treffen sich jetzt die Molche, um sich zu paaren und ihre Eier abzulegen. Bergmolche sind leicht am orangefarbenen Bauch zu erkennen. Die Art ist am Wolfsbrunnen nicht selten, die Tiere führen jedoch ein heimliches Leben und sind auch überwiegend nachts unterwegs. Die Verwandtschaft ist übrigens auch schon da: Salamander und Erdkröten wurden gesichtet, und im Teich und in den Tümpeln am Wolfsbrunnen wurden 37 Laichballen der Grasfrösche gezählt. Die Bergmolche legen ihre Eier hingegen einzeln an Wasserpflanzen ab.

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Neue Versionen der Programmkalender!

Beachten Sie bitte die neuen Programmkalender für die “Kultur am Wolfsbrunnen 2017″ und für das  “Musikfestival am Wolfsbrunnen im Juli 2017″, die Sie von unserer Seite “Korb” herunterladen können!

Termine im März 2017

Stammtisch am 15.3.2017 ab 19 Uhr

Im Mittelpunkt sollen “die guten Leut” in Heidelberg und Schlierbach stehen.

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Der Wolfsbrunnen von A bis Z
Geschichte einmal nicht chronologisch

Dienstag 21. März 2017, um 19 Uhr
(Alte Gaststube)

Bei diesem Vortrag geht es darum, den Wolfsbrunnen von seinen vielen verschiedenen Seiten kennenzulernen. In der Regel sind die Vorträge und Führungen am Wolfsbrunnen stark angelehnt an die Geschichte und bauliche Entwicklung des Gebäudes über die letzten 500 Jahre. Hier wird seine Geschichte einmal nicht chronologisch erzählt. Folkwin Vogelsang, dessen Familie das Restaurant Wolfsbrunnen lange Jahre betrieben hat, lässt uns in seinem Vortrag den Wolfsbrunnen auf eine ungewöhnliche und neue Art erleben.

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Exkursion am Wolfsbrunnen
„Kräuter sammeln“

Samstag 25. März 2017, um 10.30 Uhr
auf der Wolfsbrunnen-Wiese

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Auch hierzulande ist sie bestens bekannt, die Grüne Soße, die ursprünglich aus der Region um Frankfurt stammt. Weniger bekannt ist hingegen, dass die Kräuter, die zu ihrer Zubereitung benötigt werden, auch alle am Wolfsbrunnen zu finden sind. Machen Sie sich zusammen mit Rüdiger Becker auf, das Wolfsbrunnental zu erkunden und diese Kräuter zu sammeln. Nach erfolgreicher Suche bereiten wir gemeinsam die Soße zu und genießen sie mit Pellkartoffeln.

Wir starten um 10.30 Uhr mit dem Sammeln, dann folgt die Zubereitung, und anschließend feiern wir das gemeinsame Mittagessen.

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Tiere, die es nicht gibt: Basilisken, Drachen, Einhörner und andere Fabeltiere

Vortrag von Hans-Martin Gäng am 21.2.2017

Fabelwesen begleiten die Menschen seit Jahrtausenden in allen Kulturen, sei es als zusammengesetzte Formen aus verschiedenen Tieren, z.B. als Greif (Adler und Löwe) oder Sirene/Nixe (Mädchen und Fisch). In einem reich bebilderten Vortrag wurden Drachen, das Einhorn, Sirenen und Basilisken als Beispiele ausführlich gezeigt und erklärt. Auch eher unbekannte Mischwesen wie der Mandikor, die Medusa, oder die Chimäre wurden von Hans-Martin Gäng vorgestellt.

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Wie kommt der Mensch dazu, an Nie-Gesehenes zu glauben? Funde von riesigen Knochen, z.B. von Saurier oder Mammut führten zu Vorstellungen von Drachen, ein Elefantenschädel lässt an einen Zyklopen denken, der Stoßzahn des Narwals führte, weit entfernt von arktischem Meer, zur Vorstellung des Einhorns. Dass einer der ältesten Menschendarstellungen, der „Löwenmensch“, eine ca. 40 000 Jahre alte Statue aus Mammutelfenbein der Schwäbischen Alb bereits ein Fabelwesen darstellt, macht nachdenklich. Zahlreiche mythische Wesen, vor allem aus der griechisch-römischen
Kultur, standen im Vortrag von Hans-Martin Gäng im Zentrum. Viele der Fabelwesen, wie z.B. das Einhorn, überlebten auch in der Literatur und in modernen Filmen (Harry Potter).
Dass Fabeltiere im Totemismus und im Animismus der Naturvölker eine große Bedeutung haben, spiegelt sich heute in „cat-woman“ oder „spider-man“. Adler, Löwen, Eisbären werden auch in modernen Sportvereinen als „magisches“ Symbol der Stärke in Vereinszeichen genutzt. Dass wir mit unseren Haustieren - Hund und Katze - wie mit Familienmitgliedern sprechen, ist ein weiterer Beleg für die enge, geradezu magische
Beziehung zwischen Mensch und Tier. In unseren Fastnachtsmasken zeigt sich oft unser ganz privates „magisches Tier“ oder Fabelwesen. Dass Fabelwesen aus Sensationslust erfunden, geträumt, phantasiert und zurecht gebastelt wurden, liegt in unserer Zeit der „fake-news“ und „alternative facts“ auf der Hand, betonte Hans-Martin Gäng.

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Eine lebhafte Diskussion beschloss den Abend.

Stammtisch am 16.2.2017

Am Mittwoch, dem 16.2.2017, fand wieder ein Stammtisch des Freundeskreises statt. Wie das letzte Mal verabredet, begann der Abend mit einer kurzen Einführung zu den in Kerala, Südindien, seit 2000 Jahren lebenden Thomaschristen, zu ihrer Bedeutung im indischen Zusammenhang und darüber, was sie mit Heidelberg und speziell mit Schlierbach zu tun haben. Jeder in der Runde am langen Tisch hinter der Theke hatte etwas aus eigener Erfahrung beizutragen.

Reliquiar St. Thomas, Ortona

Man beschloss, das nächste Mal, am 15. März, “die guten Leut” in Heidelberg und Schlierbach in den Mittelpunkt zu stellen.
Gäste sind, wie immer, eingeladen und willkommen.

Stammtisch am 25.1.2017

Am 25. Januar fand der erste Wolfsbrunnen Stammtisch des Jahres 2017 um den langen Tisch hinter der Theke des Wolfsbrunnen-Restaurants statt.
Wie verabredet, war das Thema der Jahreszeit entsprechend “Altes und Neues über die Heiligen drei Könige”.

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Herr Tröger  berichtete von einer Korrespondenz Goethes mit den damals in Heidelberg weilenden Brüdern Boisseré zum Thema und stellte Verbindungen her zum Kölner Dom, der in der Folge weiter und sozusagen fertig gebaut wurde. Frau Dr. Schweinfurth-Marby ergänzte diese Neuigkeiten durch das, was sie auf und nach ihrer Reise nach Kashan im heutigen Iran herausgefunden hatte: die Herkunft der drei Weisen aus dem Morgenland, sowohl geographisch als auch religionshistorisch, untermalt mit Darstellungen aus der Kunstgeschichte, beginnend mit frühen römischen Mosaiken.
Die Teilnehmer des Stammtischs fanden so wieder den Zugang zu einer anschließenden munteren Diskussion, bei der sich auch gleich das Thema für den nächsten Stammtisch ergab: nämlich was Thomaschristen mit Schlierbach zu tun haben.

Termine im Februar 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
jetzt ist der Januar schon wieder fast vorbei und wir möchten Euch über die Termine im Februar informieren:

Samstag 11.02.2017, 09.30 Uhr,    Wolfsbrunnen Treff
:                                   „Vorarbeiten für den Frühling im Gelände“
:                                    im Anschluss mit einer Suppe zur Stärkung
:                                    oder gegen die Kälte

Montag   13.02.2017, 20.00 Uhr,   Vorstandsworkshop, Konferenzraum „Wolf“

Mittwoch 15.02.2017, 19.00 Uhr,   Wolfsbrunnen Stammtisch:
:                                    Offene Gesprächsrunde über
:                                    Thomaschristen und Schlierbach

Dienstag 21.02.2017, 19.00 Uhr,  Vortrag (Alte Gaststube):
:                                    Tiere, die es nicht gibt “Von Basilisken, Drachen,
:                                    Einhörnern und anderen Fabeltieren”:

Wie beseitigt man einen Drachen, der einem das Leben schwer macht? Was hilft gegen einen Basilisken? Wie verhalten wir uns, wenn uns eine Nixe am Badeteich anspricht? Wie funktioniert eine Jungfernprobe, die allerdings nur eine echte Jungfrau überlebt?

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Hans-Martin Gäng stellt uns einige Fabelwesen vor, die noch kein Mensch je gesehen hat, von deren Vorhandensein man aber immer und überall auf der Welt überzeugt war.

Neujahrsempfang

Am 18. Januar 2017 wurde im schönen, geräumigen Anbau des Wolfsbrunnens das neue Jahr begrüßt. Schade, dass nicht mehr Freunde und Schlierbacher sich die Mühe gemacht haben, durch Eis und Schnee (aber auf sorgfältig geräumten Wegen) zu kommen, um mit den Mutigen, die es doch gewagt haben, einen fröhlichen Abend mit beleuchteter Schneelandschaft vor den großen Fenstern des Anbaus  zu verbringen.

Mit einem Glas Sekt wurde auf das neue Jahr angestoßen; der Vorsitzende des Freundeskreises, Herr Andreas Hauschild, begrüßte die Gäste und stellte das bisher geplante Jahresprogramm vor, mit viel Musik und Kultur drinnen und draußen und Veranstaltungen auch um das Tal herum. Man darf neugierig darauf sein!

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Es folgte eine “Angeheiterte Weltgeschichte: Schöpfung und/oder Urknall”, erstellt und in Reimen mit Bildern  vorgetragen von Frau Dr. Heidi Schweinfurth-Marby.  Ein Rückblick weit in die Vergangenheit  und ein Ausblick in die Zukunft- wie es sich zum Jahresanfang gehört mit guter Hoffnung!

Und dann das köstliche Brot, die großzügigen Käseplatten und der Pfälzer Rote - es wurde ein langer Schlierbacher Abend mit guten nachbarlichen Gesprächen!