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WolfsbrunnenWerkstatt am 29.4.2017

Es ist inzwischen gute Tradition, dass zweimal im Jahr das Landschaftsamt (LA) der Stadt Heidelberg mit Männern (manchmal auch Frauen), mit schwerem Gerät, Freischneidern, Mähern und und und zum Wolfsbrunnen kommt, um uns bei der Pflege der Anlage zu helfen. Nach der letzten WoBruWerkstatt im Oktober 2016 war klar, dass im Frühjahr keine größeren Arbeiten an Bäumen und Gehölz anstanden, so dass wir uns ungewöhnlich spät erst am 29.4.2017 trafen. 10 Mitarbeiter des LA, dazu 9 Jungens des Heilpädagogischen Instituts und dann noch 8 Freund*innen des Freundeskreises machten sich an die Arbeit. Die Schwerpunkte waren schon im Vorfeld festgelegt worden: dem ersten Aufwuchs, leider auch des Knöterichs, des Grases auf den Wiesen, der Brombeeren Herr zu werden. Vor allem aber wurde im Quellengarten geschafft: die gesamte West- und Teile der Süd-Mauer wurde von Efeu befreit. Schon einen Monat zuvor war  die Süd-Mauer aufwändig repariert worden, so dass sich der Quellengarten jetzt zwar nicht mehr so wild-romantisch, dafür aber verkehrssicher präsentiert. Die Wildschweine sind auch in 2017 bereits im Areal des Wolfsbrunnen unterwegs gewesen, zum Glück nur in der Zufahrt zum Eiskeller, aber auf keiner der Wiesen und auch nicht im Quellengarten. Da hat unsere Gitterkonstruktion aus dem Herbst 16, die die Wildschweine aussperren sollte, gehalten. Sie hatten ja im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 den Boden des Quellengartens im vorderen Anteil einmal umgepflügt.

Unserem Wunsch an das LA, diese Schäden vielleicht auch mit schwerem Gerät anzugehen, konnte nicht entsprochen werden. So ebneten wir per Hand, Harke und Spitzhacke, dann auch mit einer kleineren Handfräse im Rahmen des WolfsbrunnenTreffs, der bereits kurze Zeit später am 13.5. stattfand, mit Hilfe der Unterstützung der Jugendlichen aus dem Heilpädagogischen Institut die Hügel etwas ein, befreiten dann auch den Quellengarten von Brombeeren und schnitten Giersch und Knöterich zurück. Wir werden deshalb zu unserem Sommer-Musikfest vom 14. bis 16.7. den Quellengarten als Veranstaltungsort, zum Beispiel bei der Diskussionsrunde „Philosophieren im Quellengarten – Das Kreative im Menschen“ wieder nutzen können.
Was schafften wir noch: der große Komposthaufen am Ende des Tals wurde vom LA gänzlich abtransportiert; wir hoffen, dass er nie wieder so groß werden muss. Einziger Wermutstropfen – die Brücke an der Hundewiese steht schon lange auf der To-do-Liste des LA, die Reparatur wurde jedoch bis heute nicht geschafft, so dass man hinging und sie mit einem Gitter versperrte. Wir hoffen, dass sie bald wieder geöffnet werden kann.
Der Knöterich wurde sehr effektiv bekämpft, und am 13.5. wurde dem Neuaufwuchs noch einmal an die Köpfe gegangen, so dass das Tal aktuell fast Knöterich frei ist. Man merkte ganz deutlich, dass der konsequente Rückschnitt und das Abstechen der Triebe und Wurzeln in den letzten Jahre Erfolg zeigt. Wenn man den Knöterich im WoBru mit dem unten an der Schlierbacherlandstraße vergleicht, sieht´s bei uns deutlich besser aus! Es darf aber auch erwähnt werden, dass die Leichtgewichte aus der Truppe des Heilpädagogischen Instituts eine ganz neue Qualität in die Knöterich-Bekämpfung brachten: während wir Schwergewichtler aus dem Freundeskreis am steilen Hang immer sehr ins Rutschen (und Fluchen) kamen, tänzelten sie die Hänge hinauf und hinab und zogen mal hier, mal dort den Knöterich heraus, bzw. sensten ihn mit dem Freischneider ab – das war richtig gut!

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Es war eine große Runde, die vom Restaurant zum Schluss mit der obligatorischen, sehr leckeren Suppe bewirtet wurde – Dank an Artus Zeller und seine Crew! Der Familie in der Leitzschen Mühle sei zudem ein Dank für die Lieferung immer neuer Kuchen, einer besser als der andere!

Nachruf auf Heidi Friedl

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Heidi Friedl…….
ist tot, ja tot!
Sie starb am 3. Mai in ihrem Haus in Schlierbach.

Nun gilt es hier und jetzt, ihr Wirken und Werken in kurzen Worten festzuhalten, damit wir sie nicht vergessen. Denn:
Es lohnt sich, Heidi Friedl als Mensch, als Schlierbacherin und vor allem als aktives Mitglied des Freundeskreises in Erinnerung zu behalten.

Was sind ihre Spuren, die sie hinterlassen hat:
Von Anfang (2006) an bis 2013 führte sie ein Tagebuch über den Wolfsbrunnen mit kostbaren Aquarellen, Texten und Gedichten, die das Wirken des Freundeskreises zu unterschiedlichsten Anlässen, an unterschiedlichsten Orten und zu unterschiedlichsten Jahres- und Tageszeiten dokumentieren.

Aber nicht nur das:
Es war ihr bis zum Schluß ein Anliegen, das Wolfsbrunnen-Tal in seiner Gestalt als besonderen Ort zu erhalten und zwar durch anhaltende Pflege nach dem Motto von P.J. Lenné „Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert.“

Heidi Friedl’s Engagement – man kann fast sagen Leidenschaft – galt der Beseitigung des Staudenknöterichs (Polygonum cuspidatum). Radikal, bis zur Wurzel gehend musste hier die Pflege gehen – auf ihre Anweisung mit eigens dafür angeschafften Stechschaufeln – im Freundeskreis heißen sie ‚Heidi’. Ganz im Gegensatz hierzu standen ihre Bemühungen zur behutsamen Wiederbegrünung der linken Treppenecke von der Terrasse mit vinca minor (s. dort).

Für die Pflege von Geist und Seele beglückte sie uns dann und wann und immer wieder mit Gedichten, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Worten viele Zuhörer begeisterten.
Dies alles wird uns fehlen.

Freundeskreis Wolfsbrunnen

HINWEIS:
Im Anschluß an die Trauerfeier trifft sich der Freundeskreis Wolfsbrunnen um 16 h zum Gedenken an Heidi Friedl in der Gaststätte am Wolfsbrunnen.

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Der Wolfsbrunnen

Er war schon ganz schön in die Jahre gekommen, auch der Grünspan hat an ihm genagt, doch jetzt wurde er wieder restauriert und trägt rechtzeitig zum 1. Mai sein neues Frühlingskleid.

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Und jeder, der am Brunnen innehält, versteht, warum Martin Opitz dieses wunderschöne Gedicht nach barocker Manier ihm gewidmet hat:

Vom Wolffesbrunnen bey Heydelberg

Du edler Brunnen du, mit Ruh und Lust umgeben
Mit Bergen hier und da alß einer Burg umbringt
Printz aller schönen Quell, auß welchen Wasser dringt
Anmutiger dann Milch, und köstlicher dann Reben

Da unsres Landes Kron’ und Haupt in seinem Leben
Der werthen Nymph’ offt selbst die lange Zeit verbringt
Da dass Geflügel ihr zu Ehren lieblich singt
Da nur Ergetzligkeit und keusche Wollust schweben

Vergeblich bist du nicht in dieses grüne Thal
Beschlossen von Gebirg’ und Klippen überall
Die künstliche Natur hat darumb dich umbfangen

Mit Felsen und Gepüsch’, auff dass mann wissen soll
Dass alle Fröligkeit sey Müh’ und Arbeit voll
Und dass auch nichts so schön, es sey schwer zu erlangen

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Heidelberg singt: Vocalensemble “Cantuccini” am 9.4.2017

Im Rahmen der Veranstaltung „Heidelberg singt!“ des Heidelberger Frühlings trat am Sonntag, dem 09.04.2017 das Vocalensemble Cantuccini im Museumszimmer im Restaurant Wolfsbrunnen auf.
Mit einer gesungenen Einladung zum Verweilen und zum Zuhören („Come in, and stay a while“, einem Jazzstück von Rhonda Polay) eröffneten die Cantuccini ihr ca. einstündiges Konzert. Es folgte eine bunte Mischung aus Madrigalen, Liedern, Chansons und Popsongs, die in chronologischer Reihenfolge vorgetragen wurden. Diese musikalische Zeitreise führte dabei nicht nur durch verschiedene musikalische Epochen, sondern auch durch verschiedene Länder und beinhaltete u. a. Stücke von Thomas Morley, Henry Purcell, Johannes Brahms, Max Reger, Irving Berlin, Cat Stevens und  Paul McCartney.
Das Heidelberger Vocalensemble Cantuccini trifft sich 14-täglich unter der Leitung des Konzertsängers und Diplom Gesangslehrers Lorenz Miehlich (Mitglied im Deutschen Kammerchor) zur gemeinsamen Stimmbildung und zum Erarbeiten des Repertoires.
Das Museumszimmer im Restaurant Wolfsbrunnen bot an diesem sonnigen Frühlingstag ein wunderbares Ambiente für diese musikalische Stunde – alle Cantuccinis sagen gemeinsam „Vielen herzlichen Dank!“ für die Einladung!

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Termine im Mai 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine im Mai 2017:

Montag   1. Mai 2017, 11.00 Uhr:

Jazz-Frühschoppen
und Eröffnung des Biergartens

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Montag 8. Mai 2017, 19.00 Uhr:

Klavierkonzert mit Martin Münch
(Neckar-Musikfestival)

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Dienstag 9. Mai 2017, 19.00 Uhr:

Alles Neue macht der Mai:
“Von der Maibowle bis zum Maibock”

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Samstag, 13. Mai 2017, 9.30 Uhr:

Wolfsbrunnen-Treff

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Mittwoch 17. Mai 2017, 19.00 Uhr:

Mitgliederversammlung Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.

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Wolfsbrunnen-Werkstatt am 29.4.2017 !

Liebe Freundinnen und Freunde des Wolfsbrunnen,
Frühling allerorten, es sprießt ganz ordentlich, und das heißt: der Wolfsbrunnen ruft laut nach Pflege.

Am kommenden Samstag, dem 29.4.2017 findet daher unsere diesjährige

Frühlings-Wolfsbrunnen-Werkstatt

statt - wie immer in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsamt der Stadt Heidelberg und den Jungens des Heilpädagogischen Instituts.

Beginn: 9:00 Uhr

Was steht an??

1.    Als Dauerbrenner - der erste Knöterich-Schnitt. Bei den letzten doch recht kalten Nächten sind zwar leider einige Blumen/Blüten erfroren, aber auch einige der Knöterich-Stauden, was – ich gebe es zu – mein Herz erfreute. Aber - der Herr K. erhebt immer noch sein Haupt und wir müssen unbedingt anfangen.

2.    Rückschnitt von Gehölz am Teich

3.    Mähen der beiden Wiesenstücke am Haus und der „Hunde-Wiese“.

4.    Befreien der Mauern im Quellengarten von Efeu – das wird wohl die wichtigste Maßnahme werden; das Landschaftsamt bringt Leitern mit.

·       Das Landschaftsamt will ferner die Brücke der Hundewiese erneuern.

·       Wieweit das Landschaftsamt auch die von den Wildschweinen in 2016 aufgewühlte Fläche im Quellengarten noch etwas einebnet, ist aktuell unklar. Dort wollen wir ja beim Sommerfest Aktivitäten (u.a. „Philosophieren im Quellengarten“ stattfinden lassen.

·       An den Teich können wir noch nicht ran – er ist zwar sehr grün, aber ein Ablassen ist angesichts der vielen Brut im Teich nicht möglich; das können wir erst im Sommer machen und müssen daher noch etwas mit der grünen Fläche leben.

Wie immer gegen 13 Uhr das gemeinsame Mahl im Biergarten, zu dem auch die nicht-so-ganz-Aktiven herzlich eingeladen sind.

Wir haben einen starken Schwund an Garten-Scheren erfahren – daher bitte mitbringen, wenn man zu Hause eine hat, mit der man gerne arbeitet.

Ich bitte um rege Teilnahme – das Landschaftsamt kommt mit etwa 10 Mitarbeitern, das Heilpädagogische Institut mit 6 – 8 Jungen  und wir wollen nicht so ganz in die Minderzahl kommen!!

Gruß und bis Samstag

Dietz Rating
Für den Freundeskreis Wolfsbrunnen

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Bericht vom April-Stammtisch

Am 19.4.2017 stand der Stammtisch am langen Tisch hinter der Theke im Wolfsbrunnen unter dem Motto “Gurlitt über Gurlitt”. Herr Gurlitt aus Schlierbach, Kassenwart des Freundeskreises Wolfsbrunnen, berichtete ausführlich über seine weitläufige Familie, im wesentlichen beginnend mit seinem Ururgrossvater Louis Gurlitt, der im 19. Jahrhundert ein bekannter Maler war. Louis war eines von dreizehn Kindern und hatte selbst wiederum sechs Söhne und eine Tochter - das ergibt einen weitverzweigten Familienstammbaum: am Ende eines Zweiges “unser” Gurlitt, mit einem Grossvater, der nach Japan auswanderte, wo heute noch ein Onkel lebt, am Ende eines anderen Zweiges Hildebrand Gurlitt, umstrittener Kunsthändler vor, im und nach dem zweiten Weltkrieg, und dessen Sohn Cornelius Gurlitt, der vor kurzem mit seinem vom Vater ererbten Bilderschatz für eine Sensation sorgte.

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Louis Gurlitt (1812 - 1897)                                Hildebrand Gurlitt
Von Monogrammist AF
Bassenge Kunst- und Buchauktionen, Gemeinfrei

Wie immer ergab sich eine lebendige Diskussion, u.a. auch über ein mitgebrachtes Gemälde, das von Louis Gurlitt hätte gemalt sein können - oder auch nicht…

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Louis Gurlitt: Norwegischer Wasserfall, 1835
Museumsberg Flensburg

Da am 17. Mai  eine Sitzung des Freundeskreises Wolfsbrunnen anberaumt ist, findet der nächste Stammtisch am 21. Juni statt. Herr Tröger fragt dann: “War Gottfried Keller am Wolfsbrunnen?”

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Heidelberg singt: „Kleinode“ am 09.04.2017 mit alpenländischem Programm

Frühling am „Wolfsbrunnen“: Die Sonne scheint, frisches Grün an den Bäumen und auf der Wiese, Vogelgezwitscher, und das „Gasthaus am Wolfsbrunnen“ hat bereits vor dem Mittagsläuten seine Türen geöffnet. Plötzlich überall Leute in alpenländischer Tracht, Kinder und Erwachsene in feschen Dirndl und Lederhosen, und vom Balkon des Hauses schallt bereits ein erster Jodler – ein Jubiläumstreffen des „Alpenvereins“?

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Nein – im Rahmen von „Heidelberg singt!“ hat das Gasthaus – der historischen Tradition des „Wolfsbrunnens“ getreu – einen Aufführungsort zur Verfügung gestellt, und im wunderbar renovierten und hergerichteten „Museumszimmer“ im Obergeschoss erklingt an diesem Tag Musik, wie sie nicht besser zu diesem romantischen Ort im  Neckartal passen könnte: die Gruppe „kleinode“ ist mit einem alpenländischen Programm aus der Bergwelt zu Gast. Zwölf Mitglieder des „Teresachor“ aus Ziegelhausen samt Kinderschar singen und jodeln für das eng gedrängte Publikum hintergründige, lustige und besinnliche Lieder voller Lebensweisheit aus Bayern, Österreich und der Schweiz. Natürlich darf eine Einweisung in die Kunst des Jodelns da nicht fehlen (Loriot sei Dank!), und dann gibt es den „Mittersiller“, den „Hätt i di hab i di“ und den „Ziffernjodler“, dazwischen Lieder von Liebe, Sehnsucht, Almwiesen und Bergtälern.

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Das zahlreich erschienene Publikum lauschte hin- und hergerissen zwischen  Romantik und Rührung, zwischen herzig und herzallerliebst – nicht zuletzt der vielen Kinderstimmen wegen; und am Ende  durfte noch geschmunzelt werden, denn es kam zu den einsamen Bergwäldern auch das einsame „Häuferl“ nebst „Papierl“ dazu …. ersteres wird dann in der lieblichen Waldeinsamkeit „langsam kalt“ und verwandelt sich im Jahr drauf in ein gern gepflücktes „Schwammerl“ für die „Suppn“…

Zum Abschluss sangen alle gemeinsam: „es tönen die Lieder…“ - so war es am Wolfsbrunnen schon vor alter Zeit, und so soll es auch heute wieder sein!

Ein herzliches „Pfiats eich“ an Andreas und Marion Hauschild von der „Bürgerinitiative Wolfsbrunnen“ und allen, die an diesem herrlichen Frühlingstag die Musik an diesem wunderschönen Ort genossen haben!

Maren Gasender

Termine im April 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier nochmal die Termine im April 2017:

Montag   3. April 2017, 19.00 Uhr:

Klavierkonzert mit Martin Münch
(Neckar-Musikfestival)

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Mittwoch 19. April 2017, 19.00 Uhr:

Wolfsbrunnen Stammtisch
Offene Gesprächsrunde “Gurlitt über Gurlitt”

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Dienstag 25. April 2017, 19.00 Uhr:

Autorenlesung Marlene Bach
“Endstation Heidelberg” (2016)

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Samstag, 29. April 2017, 9.30 Uhr:

Wolfsbrunnen-Werkstatt

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Der Wolfsbrunnen von A bis Z

Es ist immer wieder spannend, wenn Folkwin Vogelsang in die Geschichte des Wolfsbrunnens eintaucht, neue Erkenntnisse vermittelt und sie auf unterhaltsame Weise mit seiner Familiengeschichte verknüpft.

Sein letzter Vortrag war lexikalisch aufgebaut – ein origineller Ansatz – und so ging die Geschichtswanderung diesmal in Stichworten von A bis Z, was für manche Heiterkeit sorgte, z. B. bei „XY – ungelöst“. Hier spielte Folkwin Vogelsang auf die Siegfried-Sage an und die Spekulation, dass Siegfried am Wolfsbrunnen ermordet worden sei. Der Fall ist tatsächlich ungelöst und bleibt es wohl auch…

Eine andere Sage durfte nicht fehlen, die unter „A“ für den Anfang der Wolfsbrunnengeschichte steht, nämlich für Jetta und ihr Schicksal. Doch der Sage stehen Tatsachen gegenüber: frühen Berichten zufolge soll es Wolfshäuser und Wolfskreiser am Wolfsbrunnen gegeben haben, deren Aufgaben Folkwin Vogelsang genau beschrieb.

Und so ging es weiter im Alphabet, das jede Menge Stichworte lieferte und dazu auch entsprechend viel Erzählstoff! „B“ für Brunnen – „C“ für Carl Ludwig, den Kurfürsten, der das Haus 1661 renovieren ließ – „J“ für Jagd – „K“ für einen Kiosk, der auf einem Foto von 1873 zu sehen ist. Angeblich wurde dort Schweizer Klöppelware verkauft. Aber auch „K“ wie Kachel war Thema; denn Folkwin Vogelsang hatte bei seinen Grabungen interessante Funde gemacht, die er auswertete, archivierte und zum Teil auch restaurierte (wir berichteten mehrmals und ausführlich darüber).

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links: Foto von 1873, rechts: restaurierte WB-Kachel von Folkwin Vogelsang 2014
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Gefunden hat Folkwin Vogelsang nicht nur Scherben, sondern auch manch anderes: verborgen im Hintergrund eines Wolfsbrunnenbildes entdeckte er ein Liebespaar! Der Ort hatte wohl eine gewisse Anziehungskraft für Verliebte, wie wir auch aus der Literatur wissen, z.B. aus August H. J. Lafontaine’s Roman „Clara du Plessis und Clairant“ (um1800).

Von „L“ wie Liebe ging es weiter bis zu „S“ wie Stil, wo es um die Architektur ging und unter anderem drei Entwürfe im Weinbrennerstil grafisch anschaulich erklärt wurden.

Und so näherte man sich langsam dem Ende des Alphabets, dem „Z“ wie Carl Zuckmayer, der in seiner Heidelberger Zeit mit Wilhelm Fraenger und seinem Kreis um 1920 den Wolfsbrunnen bespielte.

Geschichten von A bis Z - das Aufnahmevermögen war erschöpft, sonst hätte man gerne wieder bei „A“ angefangen. Aber das könnte man ja unter „A“ wie Abend mit Folkwin Vogelsang bald fortsetzen…

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