Archiv für Mai 2009

Picknick-Saison eröffnet!

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Frühsommer, mildes Klima, blühende Bäume, zartes Grün, Wiesenblumen, Bienengesummse, Maikäfergekrabbel, Vogelgezwitscher, Aromen in der Luft - und Menschen mit Picknickkörben unterwegs zum Wolfsbrunnen… Die Saison ist eröffnet!

Wir Wolfsbrunnenfreunde treffen uns jeden Donnerstag ab 18.00 Uhr zum Picknick und freuen uns sehr auf Ihre Gesellschaft. Nehmen Sie eine Decke, füllen Sie Ihren Korb mit Leckereien und kommen Sie! Wir wollen gemeinsam den Feierabend genießen, den Tag ausklingen lassen in heiterer Runde.

Wie die Liebe appelliert ein Picknick an alle Sinne. Um uns herum die Natur im Abendlicht, wir sehen das Farbenspiel, hören das Wassergemurmel und lauschen den Blättern im Wind. Man ist und isst in Gesellschaft, teilt die Decke und steuert etwas bei. Nicht nur mit Essen und Trinken, auch mit Gesprächen, Gedanken und Ideen. Die Mahlzeit im Freien wird so zu einem lustvollen Erlebnis!

Mein Picknickkorb ist gefüllt. Und Ihrer?

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Rathausgespräch

In unserem Beitrag „Im Tal“ vom 2. Mai 2009 haben wir Sie darüber informiert, dass die Planungsgruppe „Wolfsbrunnen“ im Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. unter der Leitung von Prof. Dr. Annette Kämmerer das „Konzept einer zukünftigen Nutzung des Wolfsbrunnens“ entwickelt hat und erwartungsvoll einem Rathausgespräch entgegen sieht.

Am Dienstag, den 5. Mai 2009, konnte die Planungsgruppe im Rathaus die erarbeiteten Vorschläge darlegen und diskutieren. Unter der Leitung von Kulturbürgermeister Dr. Gerner fand ein offenes und konstruktives Gespräch statt, in dem die Bedenken gegen eine Veräußerung vorgetragen und die umfängliche Bedeutung des Wolfsbrunnens für die Stadt hervorgehoben wurden.

Das „Konzept einer zukünftigen Nutzung des Wolfsbrunnens“ wird jetzt im Kulturausschuss behandelt. Ein weiteres Gespräch ist nach den Kommunalwahlen im Juni geplant.

Das 8-seitige „Nutzungskonzept“ zum Lesen und Ausdrucken finden Sie als pdf-Dokument in unserem „Korb“.

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“Feuerteufel” & Co

:: VORSPANN ::

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(Stummfilmszene aus einer “Glashaus”-Produkton, Drehort: Heidelberg-West)

Beim Stichwort deutscher Stummfilm denkt man zuerst an expressionistische Meisterwerke wie Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu“, Robert Wienes “Das Cabinet des Dr. Caligari” oder Paul Wegeners “Der Golem, wie er in die Welt kam” – und an die namhaften Berliner Filmstudios. Doch in den 20er Jahren wurde auch am Neckar Filmgeschichte geschrieben. Fast hätte man das vergessen, wäre nicht Alexander Kluge gewesen, der 1980 auf der Baden-Württembergischen Filmwoche eine Heidelberger Produktion vorstellte und dieses Kapitel deutscher Filmindustrie wieder in Erinnerung brachte.

:: SCHNITT ::

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(Gerhard Kaiser)
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Beleuchtet wurde dieses Kapitel jetzt auch bei dem Filmabend am 27. April, einer gemeinsamen Veranstaltung vom Freundeskreis Wolfsbrunnen und dem Stadtteilverein Schlierbach, organisiert von Gerhard Kaiser. Zu sehen gab es den “Feuerteufel“, eine Produktion aus dem „Glashaus“-Filmstudio von 1919/1920 mit Holmes Zimmermann als „Feuerteufel“. Regie führte der Pfälzer Phil Jutzi, der durch „Mutter Krausens Fahrt ins Glück” (1929) und „Berlin – Alexanderplatz“ (1931) bekannt wurde, davor aber jede Menge Unterhaltungsstreifen drehte, wie z.B. die „Bull Arizona“-Serie, die zu den sogenannten Neckar-Western gehört. Auch Grotesken und Detektivfilme waren sehr beliebt und wurden im „Glashaus“ von verschiedenen Produktionsfirmen realisiert – IFI (Internationale Filmindustrie Heidelberg), Chateau-Film Dr. Alfred Basler Ludwigshafen, CB-Film Carl Becker Ludwigshafen.

:: RÜCKBLENDE ::

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(Jo-Hannes Bauer)
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Mit diesen und anderen Details gab der Filmhistoriker Jo-Hannes Bauer eine Einführung in die Geschichte der Heidelberger Filmindustrie, die 1912 im „Glashaus“ an der Schlierbacher Landstraße 13-15 begann und - mit einer Unterbrechung während des Krieges - bis ca. 1920 dauerte. Das Gebäude ähnelte in seiner verglasten Eisenkonstruktion einem Gewächshaus. Maße und Einrichtung waren professionell – Studio, Licht- und Aufnahmetechnik, Filmentwicklung und -schnitt. Alles unter einem Dach! Es war wohl eines der ersten Filmateliers in Deutschland und auch eines der größten, aber nicht der bedeutendsten. Dennoch gingen vom „Glashaus“ wichtige Impulse aus und manch Filmschaffender hat dort seine Karriere begonnen: Wilhelm Dieterle zum Beispiel, Carl Hoffmann und Phil Jutzi.

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:: „ACTION“ ::

Licht aus, Film ab (bzw. DVD)! Das Gangster-Epos in 7 Akten flimmert über die Leinwand und schon galoppiert der „Feuerteufel“ mit seiner Bande auf das Publikum zu und treibt sein Unwesen… dazu dramatische Klavierbegleitung von Markus Tyroller – natürlich live – wie man sich das so wünscht bei einem Stummfilm! Wir erleben eine Verbrechervita in 90 Minuten mit einem überraschenden happy end…

Auf weitere Filmkritik wird verzichtet! Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst – eine echte Filmrarität aus dem „Glashaus am Neckar”!

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(Markus Tyroller)

:: ABSPANN ::

Regie: Phil Jutzi
Darsteller: Carl Schön (Ortsrichter), Ewald Stolzing (Landrichter), Emmi Carl (Ruth, dessen Tochter), Werner Görtz, Carl Becker, Holmes Zimmermann (Ganoven)
Produktion: CB-Film Carl Becker Ludwigshafen

(Co-Produktion: Freundeskreis Wolfsbrunnen und Stadtteilverein Schlierbach)

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Wenn Sie mehr über das “Glashaus am Neckar” lesen möchten, schauen Sie in die RNZ/Blick in die Stadtteile neckar-western-2009-05-19.pdf!

Nutzungskonzept

Die Planungsgruppe „Wolfsbrunnen“ im Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. hat unter der Leitung von Prof. Dr. Annette Kämmerer ein „Konzept einer zukünftigen Nutzung des Wolfsbrunnens“ entwickelt, das wir Ihnen hier vorstellen und nächste Woche im Rathaus Heidelberg diskutiert wollen.

Bitte klicken Sie auf nutzungskonzept.pdf
Dieses pdf-Dokument finden Sie auch im „Korb“.

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