Archiv für Oktober 2010

Aufräumen vor der Winterruhe

tafel1-495.jpg

Zum neunten Mal trafen sich bei schönem Herbstwetter Freundinnen und Freunde des Tales, Frauen und Männer, Fachleute und Laien, junge und alte Gesichter, Menschen aus Schlierbach und anderen Heidelberger Stadtteilen - selbst aus Sandhausen war ein Mitarbeiter gekommen, um im Rahmen der traditionellen WolfsbrunnenWerkstatt die umfangreichen Aufräum- und Pflegearbeiten vor der Winterruhe durchzuführen.

brombeeren-495.jpg

Sehr lobenswert die treue Verlässlichkeit junger Helfer aus dem Heilpädagogischen Institut, und erstmals dabei die fleißigen Hände der Schlierbacher Pfadfinder. Großartig, dass auch die nachwachsende Generation den Sinn und die Bedeutung dieses Einsatzes am Wolfsbrunnen erkennt und mit anpackt, nicht wahr?

teich1-495.jpg

Bereits um 6.30 Uhr - noch in der Dunkelheit - wurde der Auslauf des Teichs geöffnet… es gab Raureif und dabei kalte Finger! Um 9 Uhr traf man sich dann zur gemeinsamen Arbeit bis in den Nachmittag mit den inzwischen vertrauten, ja befreundeten Mitarbeitern des städtischen Forst- und Landschaftsamtes.

Diese Fachkräfte übernahmen den Rückschnitt an einigen Gehölzen im Tal und öffneten die Blickachsen der Zufahrt zum Gasthaus von der Wolfsbrunnensteige aus - wichtig für die nun bald beginnenden Bauarbeiten.

Der Quellgarten, noch auf weiteres gesperrt für öffentlichen Zutritt, wurde von den städtischen Fachkräften gemäht. Auch die von einem Mitglied gespendete Bank, die mutwillig zerstört worden war, hatte das Forst- und Landschaftsamt repariert.

schwatz-495.jpg

Brombeeren, Schilf, Algen, Knöterich, Müll, das waren die Objekte des letzten Arbeitseinsatzes am Wolfsbrunnen für uns Ehrenamtliche in diesem Jahr.

Beim gemeinsamen Arbeiten war Gelegenheit für munteres Gespräch, Lachen und Gedankenaustausch, überhaupt steht ja der gesellschaftliche Kontakt beim gemeinsamen Tun gleichberechtigt neben der Landschaftspflege!

treppe1-495.jpg

So trafen sich kleine „Arbeitsgemeinschaften“, Paare, Trios, Quartette - je nach Laune und Einsatzwillen - zur Reinigung der Außentreppen und der Wege, andere pflegten den Zugangsweg zum Eiskeller, widmeten sich dem wuchernden Knöterich oder den in den Wiesen und am Hang sich ausbreitenden Brombeeren. Auch der aufmerksame Rundgang im Tal mit der Mülltüte in der Hand war wertvoll.

tafel2-495.jpg

Hoch erwünscht und willkommen war wieder unsere Versorgung mit leckeren Kuchen, Gebäck, Kaffee, Getränken, Suppe durch wohlgesinnte Damen, die nicht mitarbeiten konnten, herzlichen Dank!

laichtumpel-495.jpg

Der Verfasser freute sich über die gefütterten Wathosen, die ihm von den Mitarbeitern des Landschaftsamtes überlassen wurden und wagte sich so - gut geschützt - in den Sumpf der beiden Laichtümpel, die er vor fünf Jahren mit Hilfe der Jungen des Heilpädagogischen Instituts am Rand des Baches gegraben hatte. Inzwischen waren diese Wasserflächen völlig von Pflanzen überwuchert und mussten nun wieder frei gelegt werden.

Gab es nicht einmal einen Film „Men in black“? Nun lachten wir über uns „Men in mud“ und hatten bei der anstrengender Arbeit Spaß daran, in Schlamm und Moder fast zu versinken…

Auch der große Teich musste wieder einmal vom zu starken Algenbewuchs befreit werden.

teich2-495.jpg

In der Erinnerung an die voraus gegangenen „Werkstätten“ stellten wir fest, dass sich vieles zum Besseren gewendet hatte und unsere Arbeit, unterstützt von den Fachleuten der städtischen Ämter, dem Tal gut tut.

___________________________________

WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 9

dsc_0129-495.jpg

E I N L A D U N G

WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 9
23. Oktober 2010 ab 9.00 Uhr
Treffpunkt am Wolfsbrunnen

Liebe Wolfsbrunnen-Freunde,

unverdrossen und hoffnungsvoll laden wir zur WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 9 ein - in diesem Jahr mit einem Silberstreif am Horizont, der immer breiter wird und alsbald das ganze Tal erreicht: in 2011 wird mit den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an der Gaststätte begonnen. Und dann wird auch bald wieder Leben am Wolfsbrunnen sein.

In der bewährten Kooperation mit dem Landschaftsamt wollen wir den Aufwuchs im Tal zurückschneiden, um den freien Fernblick zu sichern, den Teich entalgen und den Bewuchs entlang des Baches und der Laichbiotope reduzieren.

All dies mit Ihrer Hilfe + Unterstützung. Sie kommen doch? Wir auch!
Bis dahin wünschen wir goldene Oktobertage.
Es grüßt und wünscht - wie immer - frohes Schaffen

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.

dsc_0056-495.jpg

______________
_____

Regierungserklärung der besonderen Art

schwg1-495.jpg

Warum der Schwetzinger Schlosspark die Regierungserklärung von Kurfürst Carl Theodor war und warum wir - im Gegensatz zu ihm - wieder nach Heidelberg zurückkehrten.

Unsere Exkusion am 9.Oktober in den Schwetzinger Schlosspark mit einer excellenten, geistreichen und fachlich fundierten Führung von Dr. Hartmut Troll von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg hat eine Vielzahl neuer Erkenntnisse gebracht (obwohl man glaubte, den Garten zu kennen), hat nachdenkenswerte Spuren und neugierige Fragen hinterlassen.

schwg2-495.jpg

Allein die Tatsache, daß ein Kurfürst nicht nur Geld sondern auch Kunst- und Naturverständnis sowie eine tiefe Zuneigung für diesen Ort nutzte, um eine unvergleichbare Garten- und Parkanlage zu schaffen, wirft die Frage auf, warum heutzutage so etwas nicht mehr möglich ist. Es ist ein Gestalt gewordenes Werte- und Weltbild dieser Zeit, eben eine Regierungserklärung der besonderen Art. Carl Theodor bzw. Carl Philipp ließen Heidelberg hinter sich, zu wenig Potential zur Machtentfaltung bot es im 18.Jahrhundert.

schwg3-495.jpg

Wir aber sind nach Heidelberg zurückgekehrt, denn hier gibt es noch einiges zu tun. Zum Atemschöpfen und Erholen werden wir uns im Frühjahr wieder im Schwetzinger Schlosspark, wieder unter Führung von Dr. Hartmut Troll, einfinden, um die restlichen Bereiche zu durchwandern. – Den Termin werden wir rechtzeitig bekannt geben.

:: :: :: :: ::

Schwetzinger Schloßpark

schwetzingenplan-495.jpg

EINLADUNG

9. Oktober 2010

schwetzingengrun-20.jpg

Schwetzinger Schloßpark

Führung mit
Dr. Hartmut Troll

schwetzingenblau-20.jpg

Treffpunk
10.00 Uhr Eingang Kasse

schwetzingengrun-20.jpg

Im Jahre 1720 kehrten die Kurfürsten Heidelberg den Rücken, um fortan in Mannheim und Schwetzingen zu residieren… und um ein Werk der Gartenkunst zu schaffen, das immer noch zu den herausragendsten Kulturgütern zählt: der Schwetzinger Schloßpark. Seine Baugeschichte sowie die Geschichte der Pflege und Entwicklung sind heute bei einem Rundgang in eindrucksvoller Weise nachzuvollziehen, besonders dann, wenn dies durch einen ausgewiesenen Fachmann erläutert wird.

Wir wünschen allen Teilnehmern einen sonnigen Samstag-Vormittag, interessante Gespräche, neugierige Fragen und erkenntnisreiche Antworten.

grunblau-495.jpg