Archiv für August 2011

Wir machen SOMMERPAUSE

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Im August machen wir SOMMERPAUSE und nutzen die Zeit, um unser 2. Halbjahresprogramm 2011 vorzubereiten, auf das Sie sicher schon gespannt sind! Im September gehen unsere Aktivitäten dann weiter…

Wir wünschen Ihnen schöne Ferien
und sagen: bis bald am Wolfsbrunnen!

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Ihr Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Ein „Algenfischer“ berichtet…

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Während andere im Sonnenschein Brombeeren und Knöterich jäteten, verbrachte ich im Schatten zwei kühle und vergnügliche Stunden am Brückengeländer des Teichs.

Mit einem Laubrechen zog ich - so weit der lange Stiel reichte - sorgsam Klumpen der Algenschicht aus dem Wasser, ließ die grüne Fracht abtropfen und kontrollierte im Schubkarren ob ich Insektenlarven oder Larven der Lurche (Kaulquappen) in das Wasser zurück setzen musste.

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Bald fragten Zaungäste, die uns beim Morgenspaziergang mit ihren Hunden besuchten, nach dem Sinn meines Tuns. Die Antwort: Wind und Regen tragen Pollen, Staub, Laub als Nährstoffe in das Wasser des Teichs. Ihre Stickstoff- und Phosphorverbindungen, Sommerwärme und Sonnenlicht fördern das Algenwachstum. Längere Sonneneinstrahlung beschleunigt die Sauerstofferzeugung der Algen und es bilden sich „Algenkissen“ an der Oberfläche mit einer Fülle von tierischem und pflanzlichem Plankton - ein idealer Lebensraum und Versteck für Amphibiennachwuchs und Insektenlarven.

Als ich vor einiger Zeit mit den Schlierbacher Grundschülern bei einem Projekttag am Wolfsbrunnen mit der Stereolupe verschiedene Algenarten zeigen konnte, entdeckten wir neben fünf, sechs Grünalgenarten, auch die bei uns Menschen weniger beliebten Fadenblaualgen, die uns „schmierig“ erscheinen.

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Auch dieses Jahr bedecken sie einen großen Teil der Teichoberfläche. Kaum war noch ein Stück freie Wasseroberfläche zu erkennen. So legte ich an diesem Vormittag etwa 50 qm Wasser frei, in dem ich 8 Schubkarren Algen entnahm.

Wie im Stillen von mir erhofft, wurde meine vergnügliche und angenehme Arbeit prompt belohnt! Hatte ich in diesem Jahr bei voraus gegangenen Besuchen am Teich des Wolfsbrunnens meist vergeblich nach den „Hubschraubern am Wolfsbrunnen“ - Libellen (im Englischen tragen sie den hübschen Namen „Drachenflieger/dragonflies“ ) Ausschau gehalten, so erschienen nun prompt über der spiegelnden Wasserfläche mehrere Mosaikjungfern und bestätigten die Antworten, die ich den neugierigen Besuchern gegeben hatte: „ Libellen brauchen für ihr Balzritual, also für ihre Vermehrung, spiegelnde Wasseroberflächen!“

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Übrigens: In Deutschland gibt es 81 Libellenarten, die großen Libellen unterscheidet man in Edel-, Segel-, Falkenlibellen, Flussjungfern und Quelljungfern. Zumindest die drei zuletzt genannten passen doch gut zum Wolfsbrunnen, nicht wahr?

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