Archiv für November 2011

Vom Bruch zur Kunst

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EINLADUNG

Buntsandstein aus der Region - vom Bruch zur Kunst
Vortrag von Michael Dursy

Donnerstag, 24. November, 19 Uhr

Bürgerhaus
Schlierbacher Landstraße 130
Heidelberg-Schlierbach

Liebe Freunde der Wolfsbrunnen-Anlage,

der Odenwälder und der Neckartäler Buntsandstein war das Baumaterial unserer Vorfahren, aber auch das Material, um Zeugnisse der Steinmetzkunst zu fertigen. Es hat sich bewährt und darf nicht in Vergessenheit geraten - ebenso wie das Werkzeug: Bossierhammer, Krönel, Scharriereisen, Stockhammer, Zweispitz, etc…

Michael Dursy, Steinmetz- und Steinbildhauer-Meister, wird aus seiner Tätigkeit als Restaurator und Sachverständiger berichten, sich den Fragen der Zuhörer stellen und viele von uns davon überzeugen, dass ein Stein nicht nur ein Stein ist, dass ein Stein lebt und vieles mehr.

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Wir freuen uns mit Ihnen auf einen spannenden Abend.

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Ein Hund – viele Bedeutungen!

Das Wolfsbrunnental mit dem angrenzenden Wald ist ein Treffpunkt vieler Hundehalter, die dort mit ihren Lieblingen spazierengehen – alleine, mit der Familie oder mit Gleichgesinnten.

Da lag es nahe, dass bei einem WolfsbrunnenAbend des Freundeskreises einmal der Hund und seine vielfältige Beziehung zum Menschen in einem reich bebilderten Vortrag behandelt wurden.

Hans-Martin Gäng zeigte anhand europäischer Gemälde und Skulpturen, dass dort der Hund höchst selten im Mittelpunkt oder als eigenständiges Thema auftaucht, vielmehr ergänzt er den Bildinhalt mit ganz bestimmten Absichten.

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Vittore Carpaccio, Die Vision der Hl. Augustinus, 1502
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Auf vielen Marien- oder Heiligendarstellungen ist der Hund, vor allem der weiße Hund, ein Symbol der Glaubenstreue. Auf Darstellungen von Ehepaaren oder Liebenden unterstreicht er die Treue und verlässliche Verbindung.

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Jan van Eyck, Die Arnolfini-Hochzeit,1434
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Große und starke Hunde zeigen den Machtanspruch und den Status des Besitzers, kleine Hunde zieren Kinder und Damen. Auf vielen Portraits und Familienbildern sieht man, dass der Hund zur Familie gehört, auf den Jagdbildern ist der Hund als Helfer des Jägers unverzichtbar.

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Antonio Pisanello, Die Vision des Hl. Eustachius, 1436
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Jagdszenen einerseits, religiöse Inhalte andererseits – Bilder sprechen viele Sprachen. Hinweise auf Details und historische Zusammenhänge sorgten auch für Schmunzeln: Aus Gemälden von Francois Desportes (1661-1743) kennen wir z.B. die Namen der liebsten Jagdhunde von Ludwig XIV. von Frankreich, der sie mit Namen so verewigte: Bonne, Ponne, Nonne, Blonde, Diane, Folle, Mite, Lis Nonette, Zette. Ob bei den ähnlich klingenden Namen die erstgenannten Hunde in der Meute auf Zuruf reagierten?

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Giovanna Garzoni, Bitch, 1648
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In seinem kenntnisreichen und unterhaltsamen Vortrag „Der Hund in Darstellungen der europäischen Kunst“ machte Hans-Martin Gäng deutlich, für welche Werte der Hund steht, was er in unserer abendländischen Kultur symbolisiert. Und das ist nicht nur das Gute wie Kraft, Stärke und Mut – Hilfe, Schutz und Wachsamkeit – Glaube, Treue und eheliche Liebe.

Auch das Böse verkörpert der Hund: die Sündhaftigkeit, das Laster, die Wollust, den Neid und die Gier. Und natürlich fand Hans-Martin Gäng auch dafür treffende Beispiele und amüsierte mit Anspielungen.

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Jan Steen, Wie die Alten sungen, 1663
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Hans-Martin Gäng spannte einen weiten Bilderbogen, konzentrierte sich dabei auf das 15. bis 19. Jahrhundert und gab dem Publikum neue Impulse bei der Betrachtung des Hundes im bildnerischen Kontext…

Ein Hund – viele Bedeutungen!
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