Archiv für Dezember 2011

Das Jahr klingt aus

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Wir wünschen Ihnen von Herzen

FROHE WEIHNACHTEN
UND EIN GÜCKLICHES NEUES JAHR!

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Es war einmal…

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„Es war einmal eine Märchenerzählerin, Siemabella wurde sie genannt. Die zog von Ort zu Ort und beglückte die Menschen mit ihren wundersamen Geschichten. Da begab es sich, dass sie eines Abends auch ins Bürgerhaus nach Schlierbach kam. Dort warteten schon viele Gäste auf die Märchenerzählerin. Man hatte sich auf diesen besonderen Abend vorbereitet, den Raum adventlich geschmückt, Glühwein und Plätzchen mitgebracht. Auch kleine Gaben für den Krabbelsack – denn was wäre eine märchenhafte Vorweihnachtsfeier ohne Geschenke? Da saßen sie nun mit roten Bäckchen und lauschten… …und wenn sie nicht gestorben sind, dann lauschen sie noch heute!“

…so könnte man weiterspinnen und ein Märchen daraus machen…

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Isabella Siemes

Isabella Siemes, so der bürgerliche Name der Märchenerzählerin, kam tatsächlich am 15. Dezember ins Bürgerhaus und gestaltete mit ihren zauberhaften, komischen oder nachdenklichen Geschichten den letzten WolfsbrunnenAbend im Jahr 2011. Siemabella erzählte aber nicht nur Märchen, sondern gab auch einen Einblick in den literaturgeschichtlichen Kontext: was sind Märchen, wie entstanden sie, wie haben sie sich verbreitet, welche Arten gibt es – Volksmärchen, Zaubermärchen, Schwankmärchen, Kunstmärchen etc., welche Rolle spielten die Gebrüder Grimm, welche die Romantiker, was sagen die Interpreten…? Ein komplexes und spannendes Thema, das man im nächsten Winter vertiefen könnte…

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Und eingebettet in die Märchenerzählungen von Siemabella gab es ein Weihnachtsspiel: Jeder nahm sich etwas aus dem Krabbelsack, packte es aus und legte es vor sich hin, so dass alle das komplette Angebot sehen konnten. Dann wurde gewürfelt. Wer eine 6 würfelte, musste sein Geschenk gegen ein anderes tauschen. Der eine bedauerte das, der andere nicht… es war ein großer Spaß! Und in jeder Hinsicht ein gelungener WolfsbrunnenAbend – alle Jahre wieder…

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Jahresendbrief 2011

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Liebe Freunde der Wolfsbrunnen-Anlage,
sehr geehrte Damen und Herren,

2005 begann das Unternehmen Wolfsbrunnen mit einer Probezeit von einem halben Jahr. Ultimativer Test war die Wolfsbrunnenwerkstatt Nr. 01 am 10. und 11. Februar 2006 (zu der am 03.12.2005!) eingeladen wurde. Nach diesen beiden Tagen mit Schnee, Kälte, Regen, Wind, mit engagierten Helfern (bis zu 100 Personen) und dem Landschaftsamt der Stadt wussten wir, das Prinzip, Bürgerschaftliches Engagement’ lohnt sich zu realisieren. Denn: nach diesen beiden Tagen hatten wir den ‚Durchblick’ bis auf die andere Neckarseite.

Nun sind 6 Jahre vergangen. Es waren gute Jahre!

Ein jeder von uns hat den Ort schätzen gelernt, ja, man kann fast sagen, lieben gelernt – trotz diverser Unannehmlichkeiten als da sind: geschlossene Gaststätte, unklare Zeitfenster für die Wiedereröffnung durch unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der Hangsicherung, Baustellenbetrieb und der nie enden wollende Dialog zwischen Knöterich und gartenkünstlerischem Gestaltungswillen.

Das kommende Jahr 2012 erfordert nochmals visionäres Durchhaltevermögen, denn die Bauarbeiten am Haus werden erst im Frühjahr 2013 abgeschlossen sein.

Wir beschließen das Jahr 2011 wie angekündigt mit einer ‚MÄRCHENSTUNDE’ am 15. Dezember 2011, 19h und laden zugleich zum 2. Weihnachtsmarkt der Wolfsbrunnen gGmbH am 18. Dezember von 12-17h ein.

Nach einem kleinen, kreativen Winterschlaf werden Sie im Februar wieder von uns hören.

Bis dahin wünschen wir Ihnen Zeit zum Nachdenken über das Jahr 2011 all seinen Höhen und Tiefen und wünschen hoffnungsvolle Gedanken für 2012 en gros und en detail, für Sie und Ihre Freunde, auf jeden Fall für den Wolfsbrunnen und wie immer

Frohes Schaffen

Kathrin Rating
Freundeskreis Wolfsbrunnen

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Märchenstunde

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Einladung zur Märchenstunde
am 15. Dezember um 19 Uhr
Bürgerhaus, Schlierbacher Landstraße 130, Heidelberg
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Träume - Ängste - Hoffnungen
Woher kommen die Märchen, was wollen sie uns sagen?
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Isabella Siemes
Märchenerzählerin

wird anhand von Beispielen einen Überblick über die Märchenvielfalt und deren Typologie geben, das wären Volksmärchen, Hausmärchen, Kunstmärchen, Zaubermärchen, etc… Und zum Abschluß hören wir Weihnachtsgeschichten. Dazu + Dazwischen + Danach gibt es Kostproben aus diversen Backstuben, angereichert mit dem Duft traditioneller Essenzen aus dem Glühweintopf…

…und es gibt einen Krabbelsack nach dem Motto ‘Schenke ich Dir - Schenkst Du mir’. Bringen Sie bitte spannende, kleine Geschenke mit, die Sie immer schon einmal selbst haben wollten…vielleicht klappt es ja.

Wir freuen uns auf einen ‘märchenhaften’ Abend und grüßen herzlich

Freundeskreis Wolfsbrunnen
Der Verein mit dem besonderen Engagement
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Stein auf Stein

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Wir Schlierbacher sind vom Buntsandstein umgeben. Fahren wir in der Abendsonne von West kommend nach Hause, freuen wir uns am leuchtend warmen Rot der Schlossruine, der Alten Brücke, an den schön gefügten Mauern des Schlossbergs, den dunkelroten Mauern entlang der Straßen, den Findlingen an den Wanderwegen, die uns weiß beschriftet den Weg weisen.

Wie viele dieser präzis gehauenen Steine mögen es sein, die uns aus den vergangenen Jahrhunderten anvertraut wurden? Es werden hunderttausende sein in unserer nächsten Umgebung.

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Michael Dursy

So fand der Vortrag des Steinmetz- und Steinbildhauermeisters Michael Dursy viele neugierige Interessenten, die seine umfassenden Kenntnisse als Restaurator und Sachverständiger intensiv nachfragten.

Kathrin Rating hatte einleitend anhand einiger Fotos von gestaltetem Buntsandstein aus Schlierbacher Gärten und Parks gezeigt, wie schön Wege und Mauern, Brunnen und Statuen aus Buntsandstein zum Grün der Natur passen.
 
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Nepomuk am Wolfsbrunnen

Michael Dursy, in vierter Generation aus einer Stein bearbeitenden Familie stammend, gab einen informativen Überblick über die Geologie unserer Heimat, schilderte anschaulich die Technik der Steinbearbeitung, zeigte die Variationen des Buntsandsteins aus dem Odenwald und dem Kraichgau und gab handfeste Ratschläge zur Pflege: Rutschige Plattenwege sandstrahlen? Abschiefernde Haussockel versiegeln? Trockenmauern mit Beton ausfugen? Dreimal Nein!

Große Aufmerksamkeit fanden die Werkzeuge, die Dursy beschrieb. Wer wusste zuvor, wie Zahneisen, Scharier- und Setzeisen mit dem großen Holzklöppel eingesetzt werden.

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Nachdenklich stimmte, dass von über 100 Steinbrüchen der Region nur noch fünf in Betrieb sind, dass asiatische Steine, die konkurrenzlos billig (Kinderarbeit?) mehr und mehr bei uns verwendet werden, noch nicht auf langfristige Eignung geprüft sind. Wollen wir von Steinsplittern in Edelstahlkörben (Gabionen) wie in HD-Kirchheim, Speyrer Straße, eingemauert sein? Wie pflegen und erhalten wir das Mauerwerk am Philosophenweg oder um den Quellengarten am Wolfsbrunnen?

Für uns und unsere Nachfolger gibt es noch viel zu tun.

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