Archiv für Mai 2012

Einerseits und andererseits

Die Deutsche Bahn, und die Straßenverwaltung haben entlang der B 37 in Heidelberg-Schlierbach in diesem Frühjahr bereits drei mal die bergseitige Straßenböschung maschinell gemäht und das Mähgut entfernt, damit sich der japanische Knöterich nicht weiter verbreitet und durch sein schnelles Wachstum die Sicht der Verkehrsteilnehmer behindert.

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Auch wir haben wieder den Ehrgeiz, zumindest um den Wolfsbrunnenteich die Sicht auf das Gasthaus, den Teich und das Tal frei zu halten. Mindestens zweimal müssen wir im Frühjahr die zugewanderten Pflanzen von Hand aus dem natürlichen Aufwuchs entfernen, dann haben sich nämlich Gräser und Kräuter ihren Stammplatz zurück erobert.

Oft fragen wir uns, wie wir bei der Pflege des Geländes am Wolfsbrunnen vorgehen sollen: pflegen oder der Natur ihren Lauf lassen? Nicht-Handeln bedeutet beim Mauerwerk im Laufe der Zeit Verfall und Einsturz. Wer würde dann die Rekonstruktion bezahlen?

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Ein aktuelles Beispiel:
Einerseits sieht die Abschlussmauer des Quellengartens mit frischem Grün sehr schön aus, andererseits sprengen das Farn und die Kräuter, die sich in den Nischen und Fugen einnisten, nach und nach Steine aus der Wand.

Gut, dass wir in unseren Reihen Fachleute haben, die gemeinsam mit dem Landschaftsamt der Stadt entscheiden, was zu tun und zu lassen ist.

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Unsere Mauerpflege im Rahmen des WolfsbrunnenTreffs im Mai stieß bei einem Meisenpärchen auf helle Empörung! Auch sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes im Gemäuer eingenistet, haben sich in einer Fuge ein Nest gebaut und sind als stolze Eltern bereits am Füttern der Brut. Selbstverständlich haben wir schnell diese Stelle umgangen, als wir die aufgeregten Eltern, den Nachwuchs – kurz um: die Situation erkannten…

Der pflegende Eingriff in die Natur ist das eine, das andere ist die Rücksicht und Behutsamkeit im Umgang mit Fauna und Flora. Beides haben wir auf unsere Fahne geschrieben!

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Der alte Vorstand ist der neue

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Der Freundeskreis Wolfsbrunnen hat in seiner Mitgliederversammlung am 10. Mai den Vorstand in seinem Amt bestätigt und wieder gewählt:

1. Vorsitz: Kathrin Rating
2. Vorsitz: Hans-Martin Gäng
3. Vorsitz: Rainer Gurlitt

Beirat:
Heidi Arnold
Rüdiger Becker
Gerhard Kaiser
Gabriele de Paoli
Folkwin Vogelsang

Wir gratulieren!

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Unter Bäumen

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EINLADUNG
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“Unter Bäumen”
Vortrag von Hans-Martin Gäng
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Donnerstag, 31. Mai 2012, 19 Uhr
im Bürgerhaus, Heidelberg-Schlierbach
Schlierbacher Landstraße 130
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Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume. Als eine von der Forstwirtschaft geformte Kulturlandschaft bietet der Wald um den Wolfsbrunnen vor allem Raum für vielseitige Freizeitgestaltung.

Jetta und Wolf weisen auf die symbolische und märchengleiche Ausstrahlungskraft des Waldes hin. Wald ist Gegenstand der Dichtung, der Malerei und der Musik und ist tief in unserem Heimat-Bewusstsein verankert.

Hans-Martin Gäng zeigt uns an Darstellungen des Waldes aus den letzten Jahrhunderten die unterschiedlichen Sichtweisen der Kunst auf den Wald.

„Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen, doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.“

(Erich Kästner, Die Wälder schweigen, 1959)

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