Archiv für November 2012

Wintertag am Wolfsbrunnen

Liebe Freunde des Wolfsbrunnen,
liebe Mitmenschen groß + klein, jung + alt,

kennen Sie das Spiel „Ich packe meinen Koffer“? Ein jeder kann reihum das, was er bei einer langen Reise braucht, in den Koffer packen. Das kann sich bei guten Spielern summieren, so daß der Deckel fast nicht mehr zugeht.

Das Jahr 2012 packt nun seinen Koffer. Vieles muß rein, um an das Jahr 2013 übergeben zu werden: Geschichten, Wahres + Erfundenes, Hoffnungen + Enttäuschungen, jede Menge Unerledigtes, und vieles mehr aus Natur + Kultur.

Helfen Sie mit und kommen Sie am

2. Dezember 2012
15-19 Uhr
zum
WINTERTAG AM WOLFSBRUNNEN

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Gemeinsam wollen wir mit allen Schlierbacher Vereinen und der Wolfsbrunnen gGmbH winterliche Stunden mit der Fee Jetta und dem Wolf, mit Liedern und Musik, mit Essen und Trinken, mit Märchenerzählern, mit Feuer und Laternen-Lauf und anderem mehr an diesem wunderbaren, geheimnisvollen Ort verbringen.

Wir sind dort und freuen uns auf Ihr Kommen. Bis dahin wünschen wir Vorfreude pur.

Freundeskreis Wolfsbrunnen
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Gegenfrage: Wann ist ein Wald aufgeräumt?

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“Aufgeräumter Heidelberger Wald 1645“ (Matthäus Merian)

Die Frage der Vorsitzenden Kathrin Rating - „Wer räumt den Wald auf?“ - an den Abteilungsleiter des Städtischen Forstamts Friedrich Kilian wurde von diesem mit der bedenkenswerten Rückfrage an die zwei Dutzend Gäste gekontert: „Wann ist ein Wald aufgeräumt, wann ist er ordentlich, wann ist er unordentlich?“

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Friedrich Kilian (oben) und Publikum

Die Antworten des Publikums - „Wenn nach dem Fällen der Bäume alles Restholz beseitigt wurde! Wenn man eine freie Sicht links und rechts des Weges hat! Wenn die Waldwege gepflegt sind! “ - nutzte Friedrich Kilian, um einen ausführlichen Überblick über die zeitgemäße Pflege des heimischen Waldes zu geben: Längst sind die Zeiten vorüber, als der Wald als Weide für Haustiere genutzt wurde, Stammholz als wichtigster Baustoff diente, alte Menschen und Kinder zum Brennholz sammeln im Wald zugange waren, große Wälder für die Glasherstellung abgeholzt wurden, Rinde für die Lohgerber hoch begehrt war. Unsere Generation heizt mit Öl und Gas, gebaut wird mit Beton.

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Wolfsbrunnen-Freunde beim „Aufräumen“ im Quellengarten

Die Nachhaltigkeit der Waldwirtschaft, das heißt nur so viel Holz zu schlagen wie nachwächst, gilt heute nicht nur für die Holznutzung, sondern insbesondere für die biologische Vielfalt, für die Wasserversorgung, den Bodenschutz und für den Schutz unseres Klima. Entsprechend haben sich die Aufgaben der Waldpflege erweitert: Es gilt die Artenvielfalt der Bäume - in Heidelberg ein Drittel Nadelbäume, zwei Drittel Laubbäume - zu erhalten. Hier haben die großen Stürme (Vivian, Wiebke, Lothar) gezeigt, dass reine Fichtenbestände den Klimaveränderungen nicht gewachsen sind.

Die Waldfläche in Deutschland wächst, auch im Heidelberger Stadtwald könnte man ohne Nachteil weit mehr Holz als jährlich etwa 24 000 Festmeter schlagen. Das Forstamt veranschaulicht durch einen dicken Holzbalken (zeitweise vor der Heiliggeistkirche und auf dem Königstuhl gelagert), dass diese Holzmenge alle 18 Minuten im Heidelberger Wald heran wächst.

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Für den Heidelberger Stadtwald, 3 300 ha groß, ist die Erholungsfunktion von größter Bedeutung: Spaziergänger, Wanderer, Jäger, Jogger, Mountainbiker, Free-Rider, Nordic-Walker wollen den Wald auf ihre Art genießen. Oft stoßen diese Interessen sich hart im Raum, manche wollen Stille und Naturgeräusche, andere sich sportlich austoben oder an einer Grillhütte feiern. So ist das Bildungsprogramm „Natürlich Heidelberg“ mit über 7 000 Teilnehmern eine Hauptaufgabe des Forstamts, das hierbei von den Naturschutzorganisationen und Ehrenamtlichen unterstützt wird.

Der Chronist dieses unterhaltsamen und inhaltsreichen Vortrags freut sich u.a. über die aktiven Ehrenamtlichen, welche die Wegweisersteine im Stadtwald reinigen und neu beschriften. Aber auch die Aktiven des Freundeskreises Wolfsbrunnen leisten nun bereits im sechsten Jahr die Pflege des Waldrands am Wolfsbrunnen. Ohne unsere Arbeit hätte der Wald längst das gesamte Tal erobert!

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Arbeitseinsatz bei der WolfsbrunnenWerkstatt 13

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Wer räumt den Wald auf?

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Wer räumt den Wald auf?
Leitlinien der Waldbewirtschaftung

Vortrag von Friedrich Kilian, Abteilungsleiter,
und NN, Mitarbeiter,
Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg

Donnerstag, 22. November 2012, 19 Uhr
im Schlierbacher Bürgerhaus,
Schlierbacher Landstraße 130

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Ein Spaziergang durch den Wald tut Körper und Seele gut, …..wenn da nicht Reste forstwirtschaftlicher Nutzung wie Astwerk, Grünschnitt, etc. den Weg begleiten würden.

Fragen kommen auf wie: Muß das so sein? Ist das der Tribut an die Vermarktung oder den Biotop- und Artenschutz? Welchen Anforderungen muß der Wald als Ort der Erholung, als Lebensraum für Tier und Pflanze, als Wirtschaftsfaktor genügen? Und vieles mehr.

Genießen Sie den nächsten Waldspaziergang mit dem erworbenen Wissen umsomehr. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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