Archiv für März 2013

Vogelwanderung – die vierte!

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Einladung
zur
Vogelbeobachtung
mit Prof. Volker Voigtländer

Samstag, 20. April 2013, 6.30 Uhr (!)
Treffpunkt Wolfsbrunnen

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Was singt und pfeift denn da?
Das wollen wir herausfinden!

Zum vierten Mal laden wir alle Vogelfreunde und Frühaufsteher zu einem Morgenspaziergang rund um den Wolfsbrunnen ein. Mit Prof. Volker Voigtländer wollen wir den Vogelchören lauschen, die Solisten erkennen und ihre Botschaften verstehen – wenigstens ein bisschen!

Bei einem gemeinsamen Frühstück danach kann man weiter spekulieren, was denn da singt und pfeift und warum…

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement

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Heidelberg putzt sich heraus!

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Waldputztag der Stadt Heidelberg

Sonntag, 14. April 2013, 11.00 Uhr
am Wolfsbrunnen

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Wir machen mit!
Sie auch?
Die Wolfsbrunnen-Frühjahrsputz-Kolonne freut sich auf Ihre Unterstützung!

Für die Ausrüstung - Müllsäcke, Handschuhe, Zangen - sorgt die Stadt,
für das leibliche Wohl und die gute Laune der Freundeskreis Wolfsbrunnen!

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Kräuterschmaus am Wolfsbrunnen

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E I N L A D U N G
zum
Kräuter Sammeln und Verkosten
mit Dipl. Biol. Rüdiger Becker

Samstag, 6. April 2013, 10.00 Uhr
auf der Wiese am Wolfsbrunnen

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Es ist der Frühlingsklassiker in unserem Programm, auf den wir uns jedes Jahr freuen! Unter Anleitung von Rüdiger Becker machen wir uns nächste Woche wieder auf die Suche nach frischen Kräutern, die wir dann nach „Wolfsbrunnenart“ zubereiten und verkosten. Der Winter war lang und wir sind gespannt, was die Natur jetzt an Köstlichkeiten hervorzaubert…

Wir freuen uns auf Ihre Begleitung und Gesellschaft!

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Walliser Schwarzhalsziegen an den Wolfsbrunnen?

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Trotz des schneidend kalten Windes hatten sich am 23. März viele Freundinnen und Freunde des Wolfsbrunnens zu einer Exkursion am Steinberg in Handschuhsheim eingefunden, um ein anderes Heidelberger Kleinod zu besichtigen.

Der Steinberg, wie unser Wolfsbrunnen um 1550 zum ersten mal urkundlich (als Eigentum der Grafen von Helmstadt) genannt, bietet mit seinen Weinbergterrassen Flora und Fauna den wärmsten Ort auf Heidelberger Gemarkung. Entsprechend haben sich dort seit langem wärmeliebende Arten angesiedelt, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Die gestalterische Anlage des Berges mit Trockenmauern, Treppen, Terrassen, Gärten und Weinstöcken belegen unendliche Mühe, Arbeit aber auch den hohen Stand der Agrikultur unserer Vorfahren.

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Heute überwuchern Brombeere, Gebüsch und der nahe Wald - mit seinen Wildschweinen! - die Gärten. Viele Mauern und Treppen verfallen. Nicht alle Eigentümer bringen noch die Kraft, die Zeit und die Finanzen auf, ihren Garten oder Wingert zu pflegen. Auch die Nutzungsinteressen haben sich gewandelt: Statt landwirtschaftliche Güter zu ernten, will man sich heute auf seinem Grundstück erholen: Rasen, Grill, Wochenendhütte, Parkplatz, Sichtschutz durch Anpflanzung von Nadelgehölz verändern rapid den Charakter des Steinbergs. Wie am Wolfsbrunnen stellt sich auch hier die Frage: Welchen Zustand des Steinbergs wollen wir wieder herstellen oder bewahren? Jenen von 1920, von 1820, von 1620?

Unser Mitglied Rüdiger Becker, Abteilungsleiter für den Natur- und Landschaftsschutz im Umweltamt der Stadtverwaltung, zeigte uns am Naturdenkmal „Handschuhsheimer Steinberg“, dass der Erhalt und die Pflege eines Landschafts- und Kulturdenkmals nur mit großem Einsatz zu bewältigen ist. Hier gelang es in jahrzehntelanger Arbeit mit großem finanziellem und personellen Aufwand, das Gelände vom unerwünschten Aufwuchs zu befreien, Trockenmauern wieder aufzusetzen, geeignete Pflanzen und Tiere wieder anzusiedeln.

Nun pflegen Gymnasiasten des Hector-Seminars das Gelände und gelegentlich liefert der Steinberg wissenschaftliche Daten: 170 Arten von Wildbienen wurden dort festgestellt, zahlreiche Vogelarten und Eidechsen beleben diesen sonnengewärmten Hang.

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Was lernten wir, die wir ebenfalls mit städtischer Hilfe, finanziellem Aufwand durch unsere Mitgliedsbeiträge und Spenden und vor allem mit vielen Arbeitsstunden ein anderes Kleinod der Heidelberger Kultur- und Naturlandschaft, den Wolfsbrunnen, pflegen? Es braucht einen langen Atem, Durchhaltevermögen und Unterstützung durch Förderer und die Stadtverwaltung.

Uns Praktiker interessierte, wie man den unerwünschten Aufwuchs von Pflanzen in den Griff bekam. Eine kleine Herde von Walliser Schwarzhalsziegen, leichtfüßig, robust und gefräßig, schreckten auch vor Brombeeren nicht zurück und bewährten sich für eine lange Zeit. Aber sie überwanden aber auch immer wieder Zäune und Gehege, denn „Nachbars Kirschen sind süßer“ als die eigenen. Da mussten wir schmunzeln, denn auch uns am Wolfsbrunnen lässt die Wuchskraft von Knöterich und Brombeere nach natürlichen Helfern Ausschau halten.

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Rüdiger Becker
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Die Kulturlandschaft am Steinberg

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E I N L A D U N G

Die Kulturlandschaft am Steinberg
Exkursion mit Dipl.-Biol. Rüdiger Becker

Samstag, 23. März 2013, 10.00 Uhr
Treffpunkt auf dem Parkplatz des
Handschuhsheimer Friedhofs

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Vom Mittelalter bis fast zur Gegenwart war der Handschuhsheimer Steinberg eines der wärmsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Um die Bewirtschaftung eines derart steilen Südhanges möglich zu machen, wurden im Lauf der Zeit mehr als 15 übereinander liegende Terrassen angelegt, die mit Trockenmauern abgestützt sind. Auf diese Weise entstand auch ein besonders vielfältiger Lebensraum mit einer Fülle mittlerweile selten gewordener Tiere und Pflanzen. Das Zusammenspiel von Obstgärten, Trockenmauern und Hecken ist eine Augenweide für jeden Betrachter. *

Dipl.-Biologe Rüdiger Becker vom Umweltamt der Stadt Heidelberg führt uns durch dieses wertvolle Stück Landschaft, das als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen ist, und macht uns mit den Besonderheiten vertraut.

Wer von Schlierbach aus bei einer Fahrgemeinschaft mitfahren will oder eine solche anbietet, wende sich bitte an K. Rating (06221/808303) oder an H.-M. Gäng (06221/805518).

*: aus „Der Handschuhsheimer Steinberg“, BUND Heidelberg, 1991

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Wohnung frei!

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Zum Ende des Winters montierten die Freundeskreis-Mitglieder und Naturschutzwarte Prof. Dr. Volker Voigtländer und Hans-Martin Gäng einen Nistkasten von besonderer Bauweise für eine rare Vogelart am Wolfsbrunnen:

Mehrfach war ihnen aufgefallen, dass gelegentlich eine Wasseramsel (Cinclus cinclus) das Wolfsbrunnental besuchte, als Brutvogel allerdings bisher nicht heimisch wurde. Der kleine und flinke Vogel kann nur an schnell fließenden und klaren Bächen leben. Unter die Wasserfläche tauchend erbeutet er dort Wasserinsekten, die er am Bachgrund von den Steinen abliest. Als Brutplatz ist er auf halbdunkle und nah am Wasser gelegene Orte angewiesen, z.B. unter Brücken. Seine Bruthöhle – das kann eine große Nische in einer Mauer sein – fliegt er bevorzugt von unten an und polstert sie mit Moos und Laub aus. Dabei lässt er gerne Moose oder Flechten herab hängen, die für Alt und Jung der Wasseramselfamilie dann wie eine Art Leiter zum Ein- oder Abflug dienen.

Die beiden Vogelschützer befestigten deshalb den Nistkasten unter dem Podest am Teichende und hoffen nun, dass ihr Wohnungsangebot bald angenommen wird. Sie hoffen und erwarten auch, dass niemand diesen Nistkasten berührt, öffnet oder gar beschädigt! Der Anblick der munteren und tauchenden Vögel am Bach entlang wird uns alle belohnen! Überhaupt ist die Vogelwelt rund um den Wolfsbrunnen eine wahre Freude!

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Wasseramseln

Schon jetzt vormerken: Vogelwanderung rund um den Wolfsbrunnen mit Prof. Dr. Voigtländer am Samstag, 20. April, um 6.30 Uhr. Die Einladung dazu folgt noch.

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