Archiv für Juni 2013

Exkursion zu den Fledermäusen im Schlossgarten

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Microchiroptera – Fledermaus
Exkursion im Hortus Palatinus
mit Dipl.-Biol. Brigitte Heinz

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Donnerstag, 18 Juli 2013, 20.45 Uhr
Treffpunkt am Westeingang des Heidelberger
Schlosses (beim Gebäude Schlossberg 55)

Fledermäuse sind fasznierende Säugetiere. Nur selten bekommt man sie zu Gesicht. In dieser Fledermausnacht werden wir tolle Geschichten über diese nützlichen Insektenjäger hören und viel Spannendes über ihr Leben erfahren. Wo leben Fledermäuse eigentlich? Wie verbringen sie das Jahr? Im Schlossgarten werden wir die Fledermäuse bei der Insektenjagd beobachten. Wir benutzen dabei Geräte, die die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse auch für Menschen hörbar machen.

Hinweis: Bitte keine raschelnde Kleidung anziehen!

Brigitte Heinz ist Geschäftsführerin der BUND-Kreisgruppe Heidelberg (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.). Der BUND freut sich über eine Spende!

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TERMIN-MEMO 2013/2

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Das TERMIN-MEMO des nächsten Halbjahres ist fertig! Es steht im “Programm” und liegt als pdf-Datei im “Korb”!

Freuen Sie sich auf einen weiteren Vortrag von Hans-Martin Gäng, der seine Tier-Reihe mit dem Thema “Vögel in Darstellungen der europäischen Kunst” im September fortsetzt :::::: auf eine sonntägliche Stadtführung zur Heidelberger Religionsgeschichte mit Petra Anuschek-Vogelsang, eine Nachlese zum Jubiläumsthema “Macht des Glaubens” :::::: auf einen Werkstattbesuch in Plankstadt, wo wir dem Steinmetz und Denkmalpfleger Ralph Eschelbach bei der Arbeit “über die Schulter schauen” :::::: und zum Jahresausklang auf den stimmungsvollen “Weihnachtsmarkt am Wolfsbrunnen”, den die Wolfsbrunnen gGmbH im Dezember veransaltet! :::::: Außerdem beteiligen wir uns im September wieder am Tag des offenen Denkmals, das dieses Jahr unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ steht, und führen im Oktober die 14. WolfsbrunnenWerkstatt zusammen mit dem städtischen Landschaftsamt durch. :::::: Und nicht zu vergessen: unsere monatlichen JettaRunden (Sitzungen) und WolfsbrunnenTreffs (Geländearbeiten)!

“Der Verein mit dem besonderen Engagement” freut sich auf Sie!

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Ortstermin im Steilhang in Schlierbach

Exkursion zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung
mit Revierleiter Wolfgang Ernst
vom Landschaftsamt/Abteilung Forst Stadt Heidelberg
am 22. Juni 2013

Um es gleich vorwegzunehmen: Eine Exkursion reicht nicht, um die Fülle von Aufgabenfeldern der Waldbewirtschaftung nur in Ansätzen zu verstehen. Weitere müssen folgen, Bedarf wurde gleich angemeldet.

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Herr Ernst erläuterte in lebendiger, fachlicher Manier die Aufgaben und Arbeiten der Forstwirtschaft in seinem Revier Königstuhl. Zwar steht die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes im Vordergrund, daneben hat der Wald zusätzlich noch vielfältige Schutzfunktionen zu erfüllen, wie es im 2. Abschnitt “Geschützte Waldgebiete” (s. Waldgesetz BaWü, §§29 ff ) niedergeschrieben ist:
1. Bodenschutzwald,
2. Biotopschutzwald und
3. Schutzwald gegen schädliche Umwelteinwirkungen.

Neben der ökonomischen und schützenden Funktion ist der Wald Erholungswald. Dies kann durch eine Verordnung oder Satzung festgeschrieben werden und wirkt sich bestimmend auf die o.a. Funktionen aus. Das Thema Erholungswald spielt speziell im stadtnahen Bereich eine wesentliche Rolle, so auch im Umfeld der Wolfsbrunnenanlage.

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Bei dem etwa zweistündigen Besichtigungsgang durch den Schlierbacher Wald lernten wir

  • wie das Holz im Herbst und Winter „geerntet“, gelagert, abtransportiert und wie es vermarktet wird, und zwar weltweit. Der größte Teil der Ernte landet - wo wohl? - in der Zellstoffindustrie, d.h. im Taschentuch, in der Küchenrolle und anderem mehr, in der Industrieholzindustrie als Pressspanplatte und nicht, wie der Normalbürger glaubt, im Schlafzimmerschrank,
  • vieles über den Borkenkäfer, der aber für den Heidelberger Stadtwald keine große Gefahr darstellt, da er auf Fichtenbestände angewiesen ist
  • und wir lernten, daß eine alte, gut gewachsene Buche nur zu einem Viertel einen Marktpreis von 140€/cbm bringt, der Rest nur 40€/cbm.
  • Das Stammholz wird in Poldern mit Nummer gelagert, wie z.B. P63. Hinzu kommen noch eine abgespeicherte Nummer wie z.B. 02635 für jeden Baum, das Jahr (13), die Listennummer (02) sowie eine interne Klassifizierungsnummer. Kurzum: jeder Stamm ist datenmäßig erfasst.

    Herr Ernst erläuterte uns anschaulich die Modalitäten des Verkaufs, die sich dann und wann recht kompliziert darstellen, wodurch es zu langen Lagerzeiten am Wegesrand kommen kann.

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    Damit wären wir auch bei dem Thema „Wer räumt den Wald auf?“. Speziell im Bereich oberhalb des Quellengartens bis zur Straße „Am Schlierbachhang“ liegen die 2012 gefällten Bäume kreuz und quer im Gelände, das Astholz stapelt sich an den Rändern zu wilden Haufen auf. Kein schöner Anblick sagen die einen, ein wertvoller Beitrag zum Biotopschutz sagen die anderen. In der Diskussion wurde der Vorschlag gemacht, speziell in den stadtnahen Bereichen die Funktion des Waldes als Erholungswald an die erste Stelle zu setzen und in ferneren Bereichen der Funktion als Biotopschutzwald den Vorrang zu geben. Bleibt noch die Frage: wer bezahlt das „Aufräumen“?

    Bei aller „Ernst“-haftigkeit der Gespräche, danken wir Herrn Ernst vom Revier Königstuhl für seine Führung und seine Geduld. - Wir sehen uns wieder bei der Lektion II.

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    Schöne Aussichten!

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    Wer sich am Samstagabend auf den Weg zum Wolfsbrunnen machte, um „Die Schule der Diktatoren“ zu besuchen (Erich Kästner’s Komödie von 1956, aufgeführt von der studentischen Theatergruppe „Vogelfrei“), bekam einen Vorgeschmack, wie die Zukunft des „neuen“ Wolfsbrunnens aussehen könnte…

    …und die Aussichten sind schön und viel versprechend: der Kulturraum Wolfsbrunnen soll mehr Beachtung finden, wie Andreas Hauschild von der Wolfsbrunnen gGmbH bei seiner Begrüßung versprach – weitere kleine, feine Veranstaltungen seien geplant, die zur Umgebung passen und das entsprechende Publikum locken sollen…

    Das ist auch im Sinne des Freundeskreis Wolfsbrunnen, der sich seit Jahren nicht nur um die Pflege des Geländes, sondern gleichermaßen auch um die kulturelle Belebung des Tals bemüht – erfolgreich! Dabei haben wir viel Erfahrung gesammelt und können die Wolfsbrunnen gGmbH mit Rat und Tat unterstützen. Was wir auch tun!

    Doch zurück zum aktuellen Anlass.

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    Erich Kästner’s Stück zeigt, wie einfach es ist, ein ganzes Volk willenlos zu machen. Vier Drahtzieher präsentieren dem Volk einen Diktator, der in Wahrheit nur eine Marionette ist und jederzeit unauffällig ausgetauscht werden kann. Denn der Nachwuchs steht schon bereit - gedrillt, genormt, dressiert in der „Schule der Diktatoren“! Ein Rebell hat sich eingeschlichen, um dem Spuk ein Ende zu machen. Er scheitert.

    Viel Beifall für das engagierte Ensemble!

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    Zum Gastspiel gab es noch ein Bonbon: der „Ausschank am Wolfsbrunnen“ feierte seine Premiere! Der unscheinbare Schuppen neben der Wolfsbrunnenküche wurde in einen attraktiven gastronomischen Platz verwandelt, der einen wunderbaren Blick auf das Wolfsbrunnental freigibt! Ab sofort werden hier samstags ab 14.00 Uhr und sonntags ab 11.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit Getränke angeboten, z.B. ein Glas „Wölfle-Bier“! Nach Art des Bayrischen Biergartens darf die „Brotzeit“ gerne mitgebracht und dort verzehrt werden.

    Es war also nicht nur ein unterhaltsamer, sondern auch ein hoffnungsvoller Samstagabend am Wolfsbrunnen. Schritt für Schritt geht es voran… Schöne Aussichten!

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    “Grüne Wände” im Tal

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    Nach unserem WolfsbrunnenTreff im Juni verabschiedeten uns „Grüne Wände“ am Zugangsweg zum Wolfsbrunnen unten im Tal, aber auch oben an der Wolfsbrunnensteige – Berge von Mähgut häuften sich da! Ob sie inzwischen vom LKW des Landschaftsamtes abgeholt und kompostiert wurden?

    Die fleißigen Hände unserer Ehrenamtlichen bemühen sich in regelmäßigen Arbeitseinsätzen, dem übermäßigem Aufwuchs, speziell dem Knöterich, im Wolfsbrunnental Einhalt zu gebieten. In diesem Jahr mussten wir lange warten, bis Dauerregen und Kälte gewichen waren. Und so ging es auch der Natur, die dann im Mai geradezu explodierte und die Verzögerung schnell wett machte: üppiges Grün überall – wo sollte man da mit der Geländearbeit beginnen…?

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    Wir konzentrierten uns auf die unmittelbare Umgebung des Gasthauses und das angrenzende Gelände rund um den Teich. Dort war der Knöterich, den wir durch unsere konsequente Bekämpfung deutlich reduziert hatten, inzwischen fast einen Meter hoch geschossen! So galt es vordringlich für die Theatervorstellung des Germanistischen Seminars am 22. Juni freie Sicht auf die „Seebühne“ zu gewährleisten. Schade, dass die Motoren zweier Freischneider und der Balkenmäher bald „streikten“ und wir zu den Sensen greifen mussten. Für den „Biergarten“ an der linken Seite des Gasthauses hatten wir das Gelände bereits im März gerodet. Dort entsteht nun ein neuer und sehr schöner Ausblick auf das Tal!

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    Bei unseren Pflegearbeiten haben wir auch die Freitreppe von Unkraut befreit, den Müll im Gelände eingesammelt und die Pflanzenreste zu den beiden Abholplätzen transportiert – 3 Schubkarren waren im Dauereinsatz und ließen die „Grünen Wände“ mannshoch anwachsen…

    Das war harte Arbeit! – Wunderbar, dass wir wieder einmal mit einem feinen Vesper belohnt wurden!

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    Übrigens: Dank und Anerkennung an die Hundebesitzer/- innen, die wie wir Freude am Wolfsbrunnen mit seinen Wiesen und Wegen haben! Vor Jahren waren unser Arbeiten im Gelände und am Wegesrand oft durch Hundekot beeinträchtigt. Inzwischen hat sich das sehr verändert! Fast alle Hundebegleiter nutzen den Tütenautomat am Weg oder haben selbst eine Plastiktüte dabei, prima!

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    Exkursion und Theater am Wolfsbrunnen

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    Liebe Wolfsbrunnenfreunde,

    am 22. Juni 2013 haben Sie einen harten Tag – wir laden Sie zu zwei Veranstaltungen ein:

    22. Juni 2013, 14 Uhr

    Exkursion mit Wolfgang Ernst vom Forstamt Heidelberg
    im Rahmen des Programms „Natürlich Heidelberg“

    „Nachhaltige Waldbewirtschaftung im Steilhang in Schlierbach“

    Damit auch künftige Generationen naturnahe, stabile und ökologisch wertvolle Wälder genießen können, die den Herausforderungen zukünftiger Entwicklungen standhalten, ist die Einflussnahme des Menschen unerlässlich. Die Waldbewirtschaftung im Steilhang stellt eine besondere Herausforderung für die Forstwirtschaft dar. Wie hier neuer Wald entsteht, wie er gepflegt und letztendlich geerntet wird, erläutert der Revierförster des Forstreviers Königstuhl in anschaulicher Weise.

    Wir treffen uns am Wolfsbrunnen mit festem Schuhwerk und dem Wetter angepasster Kleidung.

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    22. Juni 2013, 20 Uhr

    bespielt die Theatergruppe „Vogelfrei“ von der Universität Heidelberg
    das Wolfsbrunnengelände mit dem Stück
    “Die Schule der Diktatoren” von Erich Kästner
    (Einladung siehe unten)

    Kommen Sie – zur Exkursion, zum Theater, am besten zu beiden Veranstaltungen! Der Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. freut sich auf Sie!

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    “Die Schule der Diktatoren”

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    EINLADUNG

    Samstag, 22. Juni 2013, 20.00 Uhr

    „Die Schule der Diktatoren“ von Erich Kästner
    Gastspiel der Theatergruppe „Vogelfrei“ am Wolfsbrunnen

    Wolfsbrunnensteige 15
    Heidelberg-Schlierbach

    Mit Unterstützung der Wolfsbrunnen gGmbH und dem Kulturamt Heidelberg findet eine Sondervorstellung am Wolfsbrunnen statt. Karten können über das Internet www.vogelfrei.uni-hd.de (siehe Link-Liste rechte Spalte unten) bestellt und müssen spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse am Wolfsbrunnen abgeholt werden. Gespielt wird auch bei schlechtem Wetter, aber wir hoffen natürlich auf gutes!

    Und worum geht es in der Schule der Diktatoren?

    Erich Kästner schrieb in seinem Vorwort von 1956:
    „Dieses Buch ist ein Theaterstück, und zwar, wollte man es etikettieren, eine Haupt- und Staatsaktion. Eine blutige burleske Diktatur wird durch eine tugendhafte Rebellion beseitigt. Dann wird der Rebell ermordet, und die nächste Diktatur etabliert sich…. Dieses Buch ist ein Theaterstück und hat ein Anliegen. Der Plan ist 20 Jahre alt, das Anliegen älter und das Thema, leider, nicht veraltet. Es gibt chronische Aktualitäten.“

    Mehr wollen wir nicht verraten…

    Wir freuen uns auf einen originellen Theaterabend und wünschen gute Unterhaltung!

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