Archiv für Juli 2014

„Mein Schlierbacher Sammelsurium“

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Flachdach-Architektur aus den 60er Jahren
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Der WolfsbrunnenAbend im Juli hatte zwei Programmteile: er begann als Führung durch drei markante Siedlungen im Heidelberger Stadtteil Schlierbach und endete im Atelier von Verena Pfisterer-Ludwig. Das war natürlich kein Zufall, sondern wohl überlegt, denn Verena Pfisterer-Ludwig ist nicht nur Künstlerin - ausgebildet an der Freien Kunstakademie Basel, sie ist ebenso Architektin, die sich auch nach ihrer beruflichen Laufbahn bei Bauprojekten engagiert, zum Beispiel bei der IBA (Internationale Bauausstellung) in Heidelberg.

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„Maisenbach Siedlung“, rechts die alten Häuser aus den 20er Jahren
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„Weiße Siedlung“ aus den 90er Jahren
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Auf dem Weg zum Künstleratelier gab es also zuerst einmal einen Architektur-Lehrgang: exemplarisch für die 20er Jahre steht die “Maisenbach Siedlung”. Flachdach-Architektur und Häuser im Bauhausstil waren typisch für die 60er Jahre. In den 90ern entstand die “Weiße Siedlung” mit Doppelhaushälften und Maisonette-Wohnungen. Der weiße Anstrich der Häuser gab der Siedlung ihren Namen. Es war ein Spaziergang durch die Architektur des 20sten Jahrhunderts mit den sich wandelnden Ideen modernen Wohnens.

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Im Atelier von Verena Pfisterer-Ludwig überraschte es dann nicht, dass sich in der künstlerischen Arbeit auch die Architektin zeigt. In ihrem Buch „Mein Schlierbacher Sammelsurium“ hat Verena Pfisterer-Ludwig ihren Stadtteil und Lebensraum skizziert.

Andere Schwerpunkte sind plastische Arbeiten, abstrakte Bilder und Portaits. Dabei verwendet sie vorzugsweise ein Druckverfahren auf Glas. So zeigte dieser Abend mit Verena Pfisterer-Ludwig eindrucksvoll, wie Kunst und Architektur sich wechselweise inspirieren und zusammenwirken können.

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Die Weisheit der Naturmärchen

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WolfsbrunnenAbend mit Katja Dienemann
Erlebnispädagogin, Geopark-vor-Ort-Begleiterin:
DIE WEISHEIT DER NATURMÄRCHEN

Mittwoch, 13. August 2014, 18-21 Uhr
in der Wolfsbrunnen-Anlage

Bitte baldige Anmeldung bei Gerhard Kaiser
06221/167124 oder gerhard.kaiser@bund.net.
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Märchen üben seit jeher eine große Faszination auf Menschen jeden Alters aus. Sie erzählen von Herausforderungen, Abenteuern und Wundern, enthalten eine Fülle von Lebensweisheiten aus vergangenen Zeiten… Bei dieser Märchenwerkstatt ergründen Sie die Botschaften von klassischen Naturmärchen und übertragen die Erkenntnisse auf Ihr Leben. Außerdem erproben Sie sich selbst nach entsprechender Einstimmung spielerisch und mit allen Sinnen in der Entwicklung und Darstellung von Märchen.

Ihr Coach Katja Dienemann (www.katja-dienemann.de) unterstützt Sie einfühlsam und kompetent mit praktischen Tipps, handlungsorientierten Methoden und Coaching-Impulsen.

Die Märchenwerkstatt findet in Kooperation mit dem Veranstaltungsprogramm “Natürlich Heidelberg” des Landschafts- und Forstamtes der Stadt Heidelberg statt (www.natuerlich.heidelberg.de).

Bitte bringen Sie festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, Schreibutensilien, ein Getränk, Vesper und eine Sitzunterlage für draußen mit.

Die Teilnahme von Mitgliedern des Freundeskreises Wolfsbrunnen erfolgt auf Spendenbasis. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um frühzeitige Anmeldung über Gerhard Kaiser gebeten.

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“Kunst ist eine lebenslange Suche”

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Wolfsbrunnen-Exkursion
„Kunst ist eine lebenslange Suche“
Atelierbesuch bei Verena Pfisterer-Ludwig

Donnerstag, 24. Juli 2014, 19 Uhr
Treffpunkt ist der Parkplatz des Schlierbacher Friedhofs
Am Gutleuthofhang

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Verena Pfisterer-Ludwig hat Architektur und Kunst studiert. Sie lebt – von einer längeren Unterbrechung abgesehen – seit 2001 in Schlierbach. In dieser Zeit entstanden viele Skizzen, Zeichnungen und Drucke, die sie zum Teil in ihrem „Schlierbacher Sammelsurium“ zusammengefasst hat.

Ihre kleine Ateliergalerie befindet sich in der „weißen Siedlung“ am Gutleuthofhang (Am Gutleuthofhang 45). Vom Treffpunkt aus spazieren wir durch die “weiße Siedlung”, um schließlich das Atelier von Verena Pfisterer-Ludwig zu besuchen. Themen sind u.a.:

  • Bilder, Zeichnungen, Drucke und Drahtplastik
  • “Mein Schlierbacher Sammelsurium”
  • IBA Heidelberg
  • Ein gemütlicher Teil schließt sich an.

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    „Nie sollst du mich befragen!“

    Regen und Gewitter waren vorhergesagt – nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen SommerAbendTraum mit buntem Programm! Doch man ließ sich die Laune nicht verderben, verzichtete auf die Außenbestuhlung, konzentrierte sich auf den überdachten Ausschank und schmückte den Saal im Rohbau für die Gäste. Dort traf auch die Spielgruppe vom Freundeskreis, “Il grupo fontana di lupo”, ihre Vorbereitungen, um Lohengrin auf den Wolfsbrunnen loszulassen… aber der Reihe nach:

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    Gastgeber: Kathrin Rating (Freundeskreis Wolfsbrunnen), Andreas Hauschild (Wolfsbrunnen gGmbH)
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    Pünktlich um 18 Uhr klarte der Himmel auf – BÜHNE FREI für die Gastgeber und die “Smily voices”! Der Chor der Schlierbacher Grundschule unter der Leitung von Al Nalder eröffnete unter großem Beifall den diesjährigen Reigen.

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    “Smily voices”
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    Süße Belohnung!… … … …und tütengerechte Verteilung der begehrten Zuckertorte!
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    Während die Sommergäste das Buffet stürmten, stimmte sich das “Heidelberger Streichquartett” mit ihrem Klarinettisten auf das Klarinettenquintett B-Dur opus 34 von Carl Maria von Weber (1815) ein. Ein Ohrenschmaus war dieser Beitrag – kein Wunder: die Musiker sind Vollprofis und spielen im Philharmonischen Orchester Heidelberg!

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    v.l.n.r.: Kalja Dervenska (Violine), Sorén Capatina (Violine), Christoff Schlesinger (Viola), Min-Yung Lee (Cello), Detlef Mitscher (Klarinette)
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    Kreatives Gestalten mit Anna Schneider
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    Auch die ganz jungen Leute hatten Spaß. Im Schutz des Zeltes gestalteten sie unter Anleitung von Anna Schneider individuelle Masken.

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    Szene “Café Mayer”
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    Und schon ging’s auf der Seebühne weiter im Programm: “Café Mayer”, Choreografischer Spielclub 2014, geleitet von Wolf Rüdiger Wilms, lud die Sommergäste ein. Jugendliche vom Instiut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe und ihre kolumbianischen Gäste warfen in ihrem gemeinsamen Auftritt einen sozialkritischen Blick auf etablierte Verhältnisse und träumten von einer besseren Welt. Bravo für eine beeindruckende Performance!

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    Ein sezierendes Auge hat bekanntlich auch Loriot. Sein Sketch “Kosakenzipfel” – eine Süßspeise, die zum Streitobjekt wird und eine Urlaubsbekanntschaft nicht nur entlarvt, sondern auch abrupt beendet – wurde von der freien Theatergruppe “Palette” auf der Seebühne serviert. Wunderbar komisch!

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    v.l.n.r.: Peter Becker, Meike Lührs, Konstanze Amann, Ralf Zuber, Michael Antweiler (Ober)
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    Loriot kontra Wagner! „Richie“ und Cosima wollen Lohengrin am Wolfsbrunnen sehen, was erwartungsgemäß zu Verwicklungen und ungeahnten Konsequenzen führt, letztlich auch Wolf und Jetta auf den Plan ruft – ein Lustspiel der besonderen Art, ausgedacht und umgesetzt von der Spielgruppe des Freundeskreis Wolfsbrunnen, “Il grupo fontana di lupo”.

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    “Lohengrin am Wolfsbrunnen” mit Gerda Baierle, Hans-Martin Gäng, Annette Kämmerer, Sabine Merbreier, Dietz Rating, Theda Voigtländer, Volker Voigtländer
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    Eine Schlüsselszene: Als die Herzogin Elsa von Brabant zum Handy greift und notruft, eilt der Gralsritter Lohengrin als Beschützer herbei – aber nicht klassisch auf einem Schwan, sondern zur großen Erheiterung auf einem Kinderroller! Keine Fragen stellen – das ist Lohengrin’s Bedingung für seine Hilfe. Doch Elsa hält sich nicht daran und der Ritter kontert im Bariton „Nie sollst Du mich befragen!“ Auch auf Elsa’s letzter Frage „Wann wird der neue Wolfsbrunnen eröffnet?, verweigert Lohengrin stur die Antwort und rollert davon. Beste Unterhaltung!

    Und dann behielten die Wetterpropheten doch noch recht: Regen und Gewitter! Flotter Abbau und SommerAbendTraumEnde am Wolfsbrunnen!

    PS: Elsa’s letzte Frage wurde von Andreas Hauschild beantwortet: Der neue Wolfsbrunnen soll 2015 eröffnet werden. Wird dann ein lang ersehnter SommerAbendTraum Wirklichkeit? „Nie sollst Du mich befragen!“ - Wir sind zuversichtlich!

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    Vom Balkon grüßt ein besonderer Gast: Herr Rich, ehemaliger „Patron“ der Gaststätte zum Wolfsbrunnen

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