Archiv für Oktober 2014

„Bummel durch Europa“

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Wir sind im Jahre 1878. Der amerikanische Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens – besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain – reist mit Gattin, zwei Töchtern und einem Kinderfräulein nach Europa. Zur Zeit dieser Reise ist er 43 Jahre alt, auf dem Höhepunkt seines Schaffens, berühmt und reich.

Der Weg zum Erfolg war steinig: 1835 wurde Samuel in Florida/Missouri geboren. Nach dem Tode seines Vaters verließ er mit 12 Jahren die Schule, erlernte das Druckerhandwerk, arbeitete als Druckergeselle, wurde dann Lotse auf dem Mississippi, später Soldat und Goldgräber. Nach allerhand Abenteuern landete er 1862 als Journalist bei einer Zeitungsredaktion in Virginia, wo er unter dem Namen Mark Twain (einem Begriff aus der Seemannsprache) zu schreiben begann – mit großem Erfolg!

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ehemaliges Schlosshotel

Doch zurück nach Heidelberg. Die Reisegesellschaft quartiert sich im Schlosshotel ein und genießt den Blick auf Altstadt und Neckar. Fasziniert beobachtet Mark Twain die Neckarschiffer, den Handel und Verkehr auf dem Fluss – doch besonders interessieren ihn die technischen Entwicklungen in der Schifffahrt.

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Palais Rischer

Auch zu Universität und Studentenleben fühlt sich Mark Twain stark hingezogen. Er besucht nicht nur die ehrwürdigen Hallen, wie die Alte Aula, sondern auch den Fechtboden im Palais Rischer in der Unteren Straße 27, wo man den Umgang mit dem Florett trainiert. Auch mit dem Karzer macht er Bekanntschaft – doch die wohl eher unfreiwillig.

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Studentenkarzer (Plakat)

Mit Witz und Ironie, aber auch sozialkritisch, schildert Mark Twain seine Erlebnisse in Heidelberg. Bei der Themenführung mit Petra Anuschek-Vogelsang gab es davon einige Kostproben im Original aus seinen Reisebeschreibungen “Bummel durch Europa”, erschienen 1880. Man fühlte sich ins 19. Jahrhundert zurück versetzt – mit neuem Blick auf Land und Leute.

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WOLFSBRUNNEN-WERKSTATT Nr.16

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Liebe Wolfsbrunnen-Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

WOLFSBRUNNEN-WERKSTATT Nr.16
Samstag, 08. November 2014, ab 9.00 Uhr

Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.

Wie in all den vorangegangenen Wolfsbrunnen-Werkstätten werden wir gemeinsam mit dem Landschaftsamt der Stadt Heidelberg die begonnene Pflege an Baum, Strauch und Kraut fortsetzen. Ziel ist, im Tal die naturgegebene Geländemodellierung und die stimmungsvollen Blickbeziehungen zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

Konkreter sehen die Arbeiten am Bachlauf und den Laichbiotopen aus: hier hoffen wir, dass die Stadt resp. der Abwasserzweckverband Vorarbeit geleistet hat.

Und: der ‚Quellengarten’, ein denkmalgeschützter Bereich aus dem 19.Jh., soll durch behutsamen Rückschnitt von Kraut- und Strauchschnitt in seinen ursprünglichen Strukturen wieder erkennbar werden. Priorität hat der kleine gefasste Bauchlauf von der Kandel in die Brunnenstube.

Ein Höhepunkt an diesem Tag wird die Übergabe einer Spende des Landesverbandes Baden Pfalz der Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur DGGL an den Freundeskreis Wolfsbrunnen sein – eine Anerkennung unserer bald 10jährigen Arbeit …. eine Aufmunterung und Verpflichtung, in unserem besonderes Engagement nicht nachzulassen.

Die Tradition fordert, daß wir uns um 12.30 Uhr zum Wolfsbrunnen-Eintopf à la Jetta treffen. Danach geht’s weiter - so lange und so intensiv, wie man mag. Zwischendrin kann sich jeder an mitgebrachtem Kuchen und Kaffee stärken. Gäste zum Aufmuntern und zum Mitspeisen sind herzlich willkommen.
Frohes Schaffen garantieren wir.

Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
Der Verein mit dem besonderen Engagement
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Auf den Spuren von Mark Twain

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E I N L A D U N G

Wolfsbrunnen-Exkursion
mit Petra Anuschek-Vogelsang:
“Auf den Spuren von Mark Twain”
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Themenführung durch Heidelberg
Sonntag, 26. Oktober 2014, 12 Uhr
Treffpunkt am Löwenbrunnen auf dem Universitätsplatz
(Zeitumstellung beachten!)
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Mark Twains erstes Reisebuch The Innocents Abroad („Die Arglosen im Ausland“, 1869) basierte auf einer fünfeinhalbmonatigen Schiffsreise nach Europa und in den Nahen Osten, die er 1867 unternahm. In A Tramp Abroad („Bummel durch Europa“, 1880) verarbeitete Twain Erlebnisse und Erfahrungen seiner zweiten Europareise von 1878, die ihn durch Deutschland, die Schweiz und Italien führte. In diesem Buch veröffentlichte er im Anhang auch den berühmten Aufsatz The Awful German Language („Die schreckliche deutsche Sprache“), in dem er humorvoll die Eigenheiten und Schwierigkeiten der deutschen Sprache erläutert. Besonders prägte ihn jedoch laut seiner Reisebeschreibung der dreimonatige Aufenthalt in Heidelberg und dessen kurpfälzischer Umgebung, von der er begeistert schrieb. (Quelle: Wikipedia)

Beginnend mit einem Besuch im Studenten-Karzer und in der Alten Aula, folgen wir den Spuren von Mark Twain anhand seines humorvollen Buches “Ein Bummel durch Europa” und entdecken gleichzeitig andere historische Persönlichkeiten aus England und Amerika.

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