Archiv für März 2015

Frühlingskräuter der Wolfsbrunnen-Wiese

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Ein außergewöhnliches Naturvergnügen

Kräuter sammeln + genießen
Grüne Sauce à la Wolfsbrunnen + neue Kartoffeln

Kennen Sie schon die kulinarischen Geheimnisse des Scharbockskrauts, des Löwenzahns, der Schafgarbe, des Mädesüß, der Engelwurz und vieler anderer Kräuter?

Kennen Sie schon die Grüne Sauce à la Wolfsbrunnen?
Nein? Dann wird es Zeit!

Wir laden Sie herzlich ein, all diese Köstlichkeiten der Wolfsbrunnen-Wiese unter Anleitung von Rüdiger Becker kennenzulernen, zuzubereiten und stillvergnügt zu genießen.

Guten Appetit am

Samstag, 28. März 2015, 10:30 Uhr
auf der Wiese am Wolfsbrunnen

Kontakt: R. Becker 06221/801330 >18h

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Jetzt kann der Frühling Einzug halten!

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Hatten wir uns bei den letzten Arbeitstreffen um den Quellengarten und den Nahbereich von Teich und Gasthaus gekümmert, so arbeiteten wir bei der 17. WolfsbrunnenWerkstatt am vergangenen Samstag im mittleren Teil des Tals. Wie immer wurde der Arbeitseinsatz frühzeitig mit dem städtischen Landschafts- und Forstamt Heidelberg geplant und abgestimmt.

Schon in den Tagen zuvor hatten die Fachkräfte des Landschaftsamts unterhalb des Parkplatzes und oberhalb der Rinder-Wiese Bäume gefällt und abtransportiert, so dass sich ein ganz neuer Blick ins Tal ergibt. Vom Landschaftsamt war ferner noch eine große Fichte am Fuß des Tals gefällt worden. Starke Äste mussten an Ort und Stelle zersägt, die Holzrollen aufgeladen werden. Es  galt, den Stamm und die Aststücke aus dem naturgeschützen Sumpfgelände zu bergen und zum Abtransport an einer geeigneten Stelle abzulegen. Wieder einmal versanken wir dabei bis zu den Fußgelenken im feuchten Untergrund (Feuchtbiotop 24a-feucht!).

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Dem starken Aufwuchs der Brombeeren war nur mit dem Einsatz unserer Motorsense beizukommen. Hoch willkommen die Kenntnisse und Geräte der Facharbeiter des Landschaftsamts, die für „Ordnung“ sorgten. Zu beiden Seiten der Wassertreppe  und auf dem Osthang des Tals wurden Unterholz und Brombeeren entfernt. Zum ersten Mal in den ganzen Jahren war jetzt der Osthang des Tals von Hecken und Unterholz bis in die Talsohle gelichtet - ein wunderbarer Anblick. Wir genossen diese Aussicht sehr, wissend, dass in etwa einem Monat unser zweiter Feind, der Knöterich, erneut versucht, sich breit zu machen.

Die zweite Baustelle - die Laichtümpel. Das Umweltamt der Stadt Heidelberg hatte im Herbst mit großem Gerät eingeschwemmtes Material aus den Tümpeln entnommen. Es war aber nicht mehr gelungen, den Aushub dem Landschaftsprofil entsprechend zu verteilen, da ein Bagger im feuchten Gelände mehr geschadet als genutzt hätte. Im warmen Winter 2014/15 war zu keinem Zeitpunkt der Boden hinreichend gefroren, um einen Kleinbagger einzusetzen - so war nun mühselige Handarbeit mit Hacke und Rechen angesagt.

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Im Gelände gibt es immer etwas zu tun: Doro, unsere Frau für den Knöterich, widmetet sich, da es noch keinen Knöterich gab, mit Hingabe den hölzernen Treppenstufen, die in der Mitte des Tals zur Wassertreppe führen. Der Hang wurde geputzt, die Treppe frei gelegt - eine Arbeit, die jedes Jahre wiederholt werden muss. Wir staunen immer, wie schnell Laubfall, Gras, Dornen und Aufwuchs unsere pflegenden Eingriffe nötig machen.

Bei all diesen Arbeiten war der Einsatz der Jugendlichen vom Schlierbacher Institut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe (IHE) unter der Leitung von Mario Priegnitz nicht nur gefragt, sondern sehr nötig. Schon seit Beginn unterstützen uns diese jungen Leute bei den Pflegearbeiten anlässlich der WolfsbrunnenWerkstatt, aber auch bei den monatlichen WolfsbrunnenTreffs im Tal, was wir älteren Aktiven des Freundeskreises sehr zu schätzen wissen.

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Foto rechts: Welker

Deshalb haben der Freundeskreis Wolfsbrunnen und das Institut eine Vereinbarung getroffen: die „Grüne Brigade“ wurde aus der Taufe gehoben, eine Truppe von Jugendlichen, die zukünftig unter der Leitung von Mario Priegnitz (IHE) und einem Vertreter vom Freundeskreis Wolfsbrunnen verpflichtend und nach Pflegeplan eingesetzt wird. Die „Grüne Brigade“ wird an den WolfsbrunnenTreffs und in der Vegetationsperiode auch noch an zusätzlichen Terminen aktiviert, um dem Aufwuchs Herr zu werden. Für die Jugendlichen werden diese Arbeiten als Teil des pädagogischen Konzepts gewertet; für den Einsatz und das Engagement der Jugendlichen erhält das IHE eine Spende vom Freundeskreis. Zur Taufe der „Grünen Brigade“ gab es druckfrische grüne T-Shirts mit Wolfskopf für das Team. Mit grünem Wasser wurde auf die gute Zusammenarbeit angestoßen und auf grüner Flöte zeitgerecht „Im Märzen der Bauer…“ gespielt!

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Foto: Welker

Gutgelaunt und bären- bzw. wolfshungrig setzte man sich an die lange Tafel zur traditionellen Mittagssuppe; diesmal gab´s sogar drei verschiedene Suppen, als ob so langsam ein Wettkochen am Wolfsbrunnen in Gang kommen würde. Wir genossen den herrlichen Blick ins Tal. „Wie schön hat sich nun das Tal ausgebreitet! Nun fehlt nur noch das frische Grün!“, so klang übereinstimmend das Urteil der Passanten und Gäste.

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Ein Dank an alle, die für das leibliche Wohl gesorgt und bei der 17. WolfsbrunnenWerkstatt mitgearbeitet haben!

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