Archiv für April 2015

ES IST SOWEIT…

…mit einem Tag der offenen Tür beginnt am 1. Mai eine neue Ära des Wolfsbrunnens!

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„Die Nachahmung der Kunst durch die Natur“

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Prof. Dr. Hartmut Troll

„Vom Barockgarten zum Landschaftspark“
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„Die Nachahmung der Kunst durch die Natur“

Diese beiden Titel standen über dem Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Troll, was das Thema nicht einfacher machte. Die Geschichte dazu ist einfach: die Einladung musste raus, aber der Wunschtitel von Hartmut Troll „Die Nachahmung der Kunst durch die Natur“ lag noch nicht vor.

Zusammengefasst ging es um Kunst, Natur, Barockgarten und Landschaftspark oder als Fragen formuliert: wie stellt sich die Kunst im Barockgarten, wie im Landschaftspark dar. Und: wie stellt sich die Natur im Barockgarten, wie im Landschaftspark dar.

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Plan von Versailles

Wir alle kennen Schwetzingen, einige Versailles. Merkmal ist die geometrische Grundform, zumeist symmetrisch und axial gegliedert. Breite Wege, übersichtliche Gliederung durch Parterres und Bosquettes geben diesen Anlagen etwas Majestätisches. Die Gehölze sind häufig artifiziell gezogen, als Formgehölz jedweder Art, als hohe Heckenwände, kleine Bordürenhecken oder Traillagen, Rasenflächen fungieren als Tapis vert, um durch ihre Größe Ruhe im Bild zu erzeugen.

Es scheint, der Mensch zeigt seine Macht gegenüber der Natur, indem er die Pflanze durch Schere zum Untertanen macht. Zugleich wird der Garten genutzt, um mit Wasserspielen und einer Vielzahl unterschiedlicher Skulpturen – meist aus der griechischen Mythologie – Ingenieurswissen und Weltoffenheit zu dokumentieren.

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Barockes Parterre im Schwetzinger Schlossgarten

Bisher herrschte unter Laien die Meinung vor, dass der Barockgarten ein Spiegelbild des Absolutismus ist, der Herrscher über die Natur. Hier gilt es darauf hinzuweisen, dass die Natur selbst Gestaltungsregeln hat, die denen des Barockengartens entsprechen wie die o.a. Symmetrie und das Axiale.

Ist nun das Verständnis über den Barockgarten zu ändern oder um eine Differenzierung reicher zu machen? Die Frage steht im Raum, die Antwort rückt vielleicht durch die Betrachtung des Landschaftsparks näher.

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Englischer Landschaftsgürtel im Schwetzinger Schlossgarten

Der Landschaftspark hat seinen Ursprung in England, losgelöst von der kontinentalen Gartenkunst, aber fest eingebunden in das Denken der Philosophen und Dichter.

Die Epoche des englischen Landschaftsparks nahm ihren Anfang zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Zur Erinnerung: Schwetzingen erhielt seine Grundzüge 1753-58 nach dem Entwurf von Pigage; Sckell vergrößerte den Park 1777 im Stil des englischen Landschaftsparks.

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Plan von Stowe

Die bekanntesten Anlagen sind Chiswick, Stowe, Rousham, Stourhead und Blenheim. In ihnen wird der Natur, dem genius loci, eine richtungsweisende Funktion gegeben, ohne die ordnende Hand des Architekten zu verstecken. Es ist keine wilde Natur, es ist eine für den Besucher aufbereitete Natur, die gefahrlos ist und Raum für individuelle Empfindungen ermöglicht, sanft geleitet durch die Wegeführung und Ausblicke, angereichert durch Kleinarchitekturen und anderes.

Nimmt man den letzten Satz ernst, so taucht alsbald das Bild der Wolfsbrunnen-Anlage auf. Ihr heutiger Zustand, sieht man von vielen Mängeln ab, bietet genau dies: ein ruhiger Ort, fernab der Stadt, erfüllt mit Tönen der Natur wie Vögelgezwitscher, Wasserrauschen, Wind, Sonne und Schatten, Kälte und Wärme.

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Wolfsbrunnen-Anlage

Nun müssen die Gedanken über diesen Vortragsabend zum Ende gebracht werden, wohlwissend, dass vieles unerwähnt bleibt, was Prof. Dr. Hartmut Troll in gewohnt überbordender Wissensfülle vortrug.

Wir danken ihm für diesen Abend am Wolfsbrunnen.

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Die Exkursion nach Schwetzingen fällt aus!

Liebe Freunde des Wolfsbrunnens,

die für morgen, 25. April, angekündigte Exkursion in den Schwetzinger Schlossgarten muss leider ausfallen. Zum Trost möchten wir Sie auf eine andere Veranstaltung aufmerksam machen: der NABU (Naturschutzbund) Heidelberg lädt zu der Exkursion “Vogelstimmen im Schlosspark” ein. Man trifft sich mit Frau N. Debon um 9.00 Uhr am Haupteingang des Schwetzinger Schlossgartens beim Kassenhäuschen. Vielleicht wäre das eine Alternative…?

Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen
Freundeskreis Wolfsbrunnen

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Neues vom Wolfsbrunnen!

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Wie in der Einladung angekündigt konnte der Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. seine diesjährige Mitgliederversammlung schon in der restaurierten Gaststätte „Zum Wolfsbrunnen“ abhalten – eine große Freude für uns alle und ein Neubeginn! Artus Zeller, der uns in seinem „Restaurant Wolfsbrunnen“ einen herzlichen Empfang bereitete, wurde zur Begrüßung mit Strohhut und Gartenschürze ausgestattet – auf eine gute Zusammenarbeit!

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Artus Zeller und Kathrin Rating

Einen Neubeginn gab es auch in der personellen Besetzung der Vereinsspitze. Laut Satzung muss der Vorstand alle drei Jahre gewählt werden. Kathrin Rating (1. Vorsitzende) und Rainer Gurlitt (Schatzmeister) kandidierten erneut und wurden einstimmig wiedergewählt. Hans-Martin Gäng, Gründungsmitglied und seit neun Jahren als 2. Vorsitzender im Amt, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Mit Worten und Geschenken dankte der Verein Hans-Martin Gäng für sein großes Engagement. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Rüdiger Becker gewählt.

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v. l. n. r.: Rüdiger Becker (2. V.), Kathrin Rating (1. V.), Rainer Gurlitt (3. V.)

Herzlichen Glückwunsch und auf ein gutes Gelingen!
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Vom Barockgarten zum Landschaftspark

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EINLADUNG

Wolfsbrunnen-Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Troll
„Vom Barockgarten zum Landschaftspark“
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Mittwoch, 22. April 2015, 19 Uhr
im Restaurant Wolfsbrunnen
Wolfsbrunnensteige 15, Heidelberg-Schlierbach
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Der Wandel in der Gartenkunst im 18. Jahrhundert spiegelt den gesellschaftlichen Wandel dieser Zeit in Europa wieder. Der Absolutismus mit hohem Repräsentationsbedarf in den Garten- und Parkanlagen trat von der Bühne. Ein vom Fortschritt der Naturwissenschaften geprägtes Verständnis und ein friedlicheres Bild der Natur führte zur künstlerischen Umgestaltung der Landschaft zu Parkanlagen.

Zum besseren Verständnis des Schlossparks Schwetzingen, in dem dieser Wandel zu erfahren ist, wird der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Troll uns Wissen und Werkzeuge vermitteln, die wir drei Tage später “am Objekt” anwenden können:

Wolfsbrunnen-Exkursion (ohne Führung)
Schwetzinger Schlosspark
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Samstag, 25. April 2015, 10 Uhr
Treffpunkt am Eingang zum Schwetzinger Schlosspark an der Kasse
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Von der Wiese auf den Teller

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Rüdiger Becker (4. von links)

Eigentlich sollte es regnen und stürmen – laut Wettervorhersage! Doch wie das so ist mit den Vorhersagen… es kommt anders: die Sonne schien, die Luft war mild, wir hatten bestes Frühlingswetter bei unserer traditionellen Kräuterwanderung rund um den Wolfsbrunnen. Rüdiger Becker, Biologe und Vereinsmitglied, führte uns über Hänge und Wiesen zu den versteckten Plätzen kulinarischer Köstlichkeiten und gab uns nebenbei eine Lektion in Pflanzenkunde.

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Schöllkraut

Schon an der Mauer bei der Treppe machte er uns auf das Schöllkraut aufmerksam, auf seinen gelben Saft, mit dem Warzen behandelt werden. Das Schöllkraut besitzt noch andere Heilkräfte, doch für unsere Grüne Sauce nahmen wir es nicht. Dafür pflückten wir die aromatischen Kräuter wie Scharbockskraut und Sauerampfer, Giersch und Bärlauch, Labskraut und Wiesenkerbel, die alle am Wolfsbrunnen wachsen und jetzt besonders zart sind.

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Scharbockskraut, Bärlauch, Giersch, Labskraut (im Uhrzeigersinn)

Der Feinschmecker und Pflanzenprofi Rüdiger Becker gab wertvolle Hinweise, wie man die Kräuter erkennt, wie sie riechen, schmecken, wirken und wie man sie verwendet. Auch die wegbegleitenden Pflanzen, die nicht essbaren, wurden kommentiert.

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Dieser informative Rundgang führte uns den Weg hinunter zur Bergkirche und dann am Bächlein entlang, wo wir eifrig Brunnenkresse, Mädesüß und Löwenzahn sammelten. Es sind Kräuter, die nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern auch heilende Wirkung haben.

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Mädesüß

Man weiß, dass Mädesüß zum Beispiel schon von den alten Germanen gegen Schmerzen verabreicht wurde. Ungewiss ist aber, woher der Name kommt: wurde der Honigwein Met damit gewürzt, ist es der süßliche Duft…?

Mit reicher Beute und der Vorfreude auf ein köstliches Mahl kamen wir zurück zum Eiskeller. Und los ging’s: Kräuter waschen, klein hacken, Eier kochen, Joghurt und Saure Sahne vermischen… viele Hände schälten, schnitten, rührten und deckten die Tafel, während im Nachbarhaus die Kartoffeln kochten…

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Und endlich war es soweit: Die dampfenden Kartoffeln kamen auf den Tisch, die Schüssel mit der Grünen Sauce à la Wolfsbrunnen machte die Runde und dann wurde es ganz still…

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GUTEN APPETIT !
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MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2015

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EINLADUNG
MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2015

16. April 2015, 19.00 Uhr
Gaststätte Wolfsbrunnen, Wolfsbrunnensteige 15

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Liebe Mitglieder des Freundeskreises,

es ist wahr, Sie haben richtig gelesen: Die Mitgliederversammlung findet nach 6 Jahren des Darbens wieder im Haus am Wolfsbrunnen statt - unter den Fittichen des neuen Pächters, Herrn Artus Zeller. Juhu!!!

Die Zeit des Wartens hat ein Ende, nicht jedoch die Arbeit des Freundeskreises. Hierzu gehört die alljährliche Mitgliederversammlung, zu der ich Sie herzlich einlade.

Tagesordnung:
1.    Begrüßung
2.    Feststellung der Beschlußfähigkeit
3.    Genehmigung der Tagesordnung, Anträge *)
4.    Bericht der Vorsitzenden
5.    Kassenbericht
6.    Bericht der Kassenprüfung
7.    Entlastung des Vorstandes
8.    Neuwahl des Vorstandes
9.    Neuwahl des Beirates
10.    Kassenprüfer für 2016
11.    Kooperation gGmbH
12.    Vorschau 2015 II
13.    Verschiedenes

*) Anträge sind bis zum 10. April 2015 an die 1. Vorsitzende schriftlich einzureichen.

Bis dahin wünsche ich
Frohes Schaffen

Kathrin Rating
Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.

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