Archiv für Juni 2015

WolfsbrunnenTreff vorverlegt

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Liebe Freunde des Wolfsbrunnens,

eigentlich waren unsere monatlichen Pflegearbeiten im Gelände am Samstag, 4. Juli 2015, geplant. Doch wegen konkurrierender Veranstaltungen an diesem Tag haben wir den Einsatz eine Woche vorverlegt.

Wir treffen uns also am Samstag, 27. Juni am Wolfsbrunnen - etwas früher als sonst, ca. 9 Uhr, und arbeiten dann bis 12 Uhr.

Wir wollen Knöterich und Adlerfarn bekämpfen, den Zulauf zu den kleinen Teichen am östlichen Hang bis hoch zum Weg freischneiden und die Böschung weiter mähen…

Es gibt immer etwas zu tun - packen wir’s gemeinsam an!

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Exkursion: Die Bahnstadt-Ausgleichsflächen

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Wolfsbrunnen-Exkursion

Die Bahnstadt-Ausgleichsflächen
Begehung mit Dipl.-Biol. Rüdiger Becker

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Donnerstag, 16. Juli 2015, 16 Uhr

Treffpunkt: Schwetzinger Terrasse in der Bahnstadt
unweit der gleichnamigen Bushaltestelle dort

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Auf dem Gelände des ehemaligen Heidelberger Güterbahnhofs ist mittlerweile ein ganz neuer Stadtteil gewachsen, die Bahnstadt. Im Zuge der Erschließung dieses 116 ha großen Areals wurden umfangreiche Naturschutzmaßnahmen durchgeführt, weil sich auf dem Gelände geschützte Tierarten angesiedelt hatten. Für diese mussten auf mehreren sogenannten Ausgleichsflächen Ersatzlebensräume eingerichtet wurden.

Auf der Exkursion wird unser Stellvertretender Vorsitzender Rüdiger Becker uns die Ausgleichsflächen und ihre Flora und Fauna vorstellen und den Artenschutz in Heidelberg am Beispiel der Bahnstadt sowie die Gestaltung und die Pflege der Ausgleichsflächen erklären.

Der Treffpunkt kann mit der Buslinie 33 erreicht werden. Von dort gehen wir über die Ausgleichsflächen bis zur Rohrbacher Straße, wofür wir uns etwa 2 Stunden Zeit nehmen. An der S-Bahn-Haltestelle “Weststadt/Südstadt” können wir dann mit der S-Bahn oder mit Straßenbahn und Bus wieder nach Schlierbach kommen.

Unser beliebter “Sommer-Abend-Traum”, der am 18. Juli 2015 hätte stattfinden sollen, muss leider ausfallen.

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Die Wasserspeier sind wieder da!

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Am Brunnen vor dem Gasthaus waren vier wasserspeiende Wolfsköpfe in Bronze angebracht. Nachdem einer gestohlen wurde, hat man die anderen drei vorsorglich abgebaut und verwahrt.

Auf Initiative des Freundeskreis Wolfsbrunnen wurden Kopien in Auftrag gegeben, die von Steinbildhauer Christoph Lehr angefertigt und jetzt am Brunnen montiert wurden - da sind sie also wieder, die ausdrucksvollen Wasserspeier! Die Originale bleiben erstmal unter Verschluss…

Die vier neuen Wolfsköpfe sind eine Spende des Freundeskreis Wolfsbrunnen an die Wolfsbrunnen gGmbH - ein Geschenk zur Wiedereröffnung!

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Archäologische Funde am Wolfsbrunnen

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EINLADUNG

Archäologische Funde am Wolfsbrunnen
Vortrag von Folkwin Vogelsang

Donnerstag, 25. Juni 2015, 19 Uhr
Restaurant Wolfsbrunnen
Wolfsbrunnensteige 15, Heidelberg-Schlierbach

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Nach der Fertigstellung der Wolfsbrunnenanlage um 1550 unter Friedrich II. fand unter seinem Nachfolger Friedrich V. um 1615 der erste Umbau und die erste Vergrößerung der Wolfsbrunnenanlage statt. Um 1660/61 unter Kurfürst Karl Ludwig musste eine Renovierung vorgenommen werden, weil das Areal im Laufe der letzten 50 Jahre zusehends vernachlässigt worden war, vor allem durch die Einflüsse des 30jährigen Krieges. Während der Umbauarbeiten ab 2012 wurde durch Zufall unter der südlichen Galerie des Hauses ein Fundplatz entdeckt. Hier beginnt nun die Verbindung zwischen der Geschichte und den Funden von 2013/14, die in diesem Vortrag gezeigt werden soll.

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Die Schattenseite des Sonnenkults

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„Der von dem gewaltigen Bergkessel des Königsstuhles tief beschattete Wolfsbrunnen“*) war Ausgangspunkt des Vortrags von Prof. Dr. Volker Voigtländer über das Wohl und Wehe von Sonnenlicht.

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Die Zahl der Hautkrebs-Erkrankungen ist alarmierend und steigt seit Jahren. Das Schönheitsideal einer vornehmer Blässe ist längst passé – gebräunte Haut ist attraktiv! Signalisiert sie doch mediterranes Leben, spiegelt den gesellschaftlichen Wandel hin zur Freizeit- und Tourismusgesellschaft. Die Wirtschaft nutzt den Trend in allen Bereichen. Der Immobilienmarkt wirbt mit „Wohnen in sonniger Lage“ – sogar Schlierbach mit dem Wolfsbrunnen (eindeutig im Schatten gelegen) wird als Sonnenterrasse angepriesen! Bizarr ist auch ein kleines Objekt, der „Po-Spreizer“, mit dessen Hilfe die Sonnenanbeter jeden noch so versteckten Quadratzentimeter Haut bräunen können! Der Sonnenkult kennt keine Grenzen…

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…und das hat Folgen, wie Hautarzt Volker Voigtländer in eindringlichen Bildern demonstrierte. Er erklärte die Entstehung von Sonnenbrand und Hautkrebs, sprach über Prophylaxe und Therapie und überraschte sein Publikum damit, dass ein Exkurs in die Kunstgeschichte auch in dermatologischer Sicht aufschlussreich sein kann: auf dem Gemälde „Graf St. Genois d’Anneaucourt von Christian Schad (1927) sieht man auf einem tiefen Rückendekolleté einen verräterischen dunklen Fleck mit rotem Hof – kein harmloses Schönheitsmal, sondern ein Melanom.

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Sichtbare Folgen von Licht- und Sonneneinwirkung zeigten auch andere Bildbeispiele: ein Aufseher, der in Ausübung seines Berufes ein Leben lang am Fenster saß und unterschiedlichen Lichtverhältnissen aussetzt war, hat eine asymmetrische „Altershaut“ (rechte Gesichtshälfte) und „Lichthaut“ (linke Gesichtshälfte) entwickelt.

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Doch nicht nur die negativen, auch die positiven Einflüsse von Licht und Sonne wurden vorgetragen – sie bedeuten Leben und werden zum Beispiel als Therapie bei Schuppenflechte, Neurodermitis, Warzen, Rachitis, Tuberkulose und Winterdepression eingesetzt. Es gilt, zwischen Licht und Schatten das rechte Maß zu finden, um die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit unserer Haut ein Leben lang zu erhalten.

Mit viel Beifall und einem Geschenk bedankte sich der Freundeskreis Wolfsbrunnen bei seinem Mitglied Volker Voigtländer für diesen erkenntnisreichen und unterhaltsamen Vortrag.

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Volker Voigtländer und Kathrin Rating vor dem „tief beschatteten Wolfsbrunnen“

*) Franz Vogelsang: Der Wolfsbrunnen bei Heidelberg. Ein Hort der Romantik im Spiegel seiner 400-jährigen Geschichte. 1965.

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