Archiv für Februar 2016

Keine Eulen nach Athen getragen

Nach seinem letzten Vortrag über die Invasion von Flora und Fauna in unsere heimischen Gefilde widmete sich Hans-Martin Gäng diesmal der Eule und ihrer Allgegenwart auf Münzen und in Redensarten, in Kunst und Literatur, in Mythologie, Glaube und Aberglaube.

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altgriechische Drachmen und 1-EURO-Münze

Woher kommt es, dass dieser Vogel ebenso bewundert wie gefürchtet wird…?

Dazu muss man sich die Eule oder den Kauz – die deutsche Sprache hat beide Bezeichnungen – genauer anschauen: Eulen gibt es nachweislich seit vielen Millionen Jahren. Weltweit findet man etwa 200 Arten, die man in zwei Familien einteilt, die Schleiereulen und die Eigentlichen Eulen.

Die meisten werden tagsüber gar nicht wahrgenommen, weil sie erst nachts aktiv werden. Dabei ist ihr Flug geräuschlos, ihre Schreie aber laut. Etwas Geheimnisvolles, wenn nicht gar Unheimliches umgibt diese Nachtvögel…. Ihr „Gesichtsschleier“ wirkt maskenhaft. Starr und nach vorn gerichtet ist ihr Blick, und den Kopf können sie fast um ihre eigene Achse drehen, nämlich bis zu 270° Grad! Das sind Besonderheiten, die die Fantasie der Menschen seit jeher beflügelt haben - im Guten wie im Bösen.

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“Durch Regheit und durch Wissbegier erwirbst du der Erkenntnis Zier”

Kein Wunder also, dass man den Eulen mal die schönen, mal die hässlichen Eigenschaften andichtete, sie mit Glück oder Unglück in Verbindung brachte: Als Symbol der Weisheit ist sie Attribut der Göttin Athene/Minerva, neben einem Skelett aber verkörpert sie den Tod.

Bei seiner gründlichen Recherche fand Hans-Martin Gäng wunderbare Beispiele aus allen Lebensbereichen, die den Mythos Eule belegen – bis heute!

Wenn die Redensart „Eulen nach Athen tragen“ eine überflüssige Handlung bezeichnet, so betraf das keineswegs diesen kurzweiligen Vortrag, dem eine angeregte Diskussion folgte.

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WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 19

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EINLADUNG
zur
WolfsbrunnenWerkstatt Nr. 19
Samstag, 27. Februar 2016, ab 9.00 Uhr

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Liebe Freunde des Wolfsbrunnens,

bevor der Frühling Einzug hält und die Natur aus ihrem Winterschlaf weckt, werden wir unsere nächste WolfsbrunnenWerkstatt durchführen - die neunzehnte!

In bewährter Kooperation mit dem Landschaftsamt der Stadt Heidelberg und der ‚Grünen Brigade‘ des Instituts für Heilpädagogik und Erziehungshilfe in Schlierbach soll die Pflege an Baum, Strauch und Kraut fortgesetzt werden.

Nach dem Motto Gestalten durch Pflegen wollen wir die natürliche Geländemodellierung des Tales und die stimmungsvollen Blickachsen erhalten bzw. wieder herstellen und durch unser bürgerschaftliches Engagement zur Erhaltung eines Heidelberger Kulturgutes beitragen.

Wir laden Sie herzlich zum Mitmachen ein und freuen uns auf Ihre Unterstützung. Für das leibliche Wohl wird gesorgt!

Ihr Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
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