Archiv für Oktober 2016

Mitgliederbrief 28.10.2016

Liebe Mitglieder vom Freundeskreis Wolfsbrunnen,
wir möchten Euch nochmal persönlich einladen zu der Mitgliederversammlung mit Workshop am kommenden Donnerstag dem 03.11.2016 ab 19 Uhr

Die Veranstaltung findet im Neubau statt. Wir möchten mit Euch folgende Themen besprechen und erörtern:

-    welche Erwartungen habe ich an meinen Freundeskreis?
-    wie möchte ich informiert werden, wie informiere ich andere?
-    was erwarte ich vom Kulturkalender; nehme ich das Angebot wahr?
-    unser Museumszimmer: „Öffentlich zugänglich”
.       oder “Nur nach Vereinbarung“?
-    die Außenanlage „Eine Last oder eine Bereicherung“ ?
-    Kulturprogramm 2017

Nur wenn man über Themen gemeinsam spricht und sich auf einer großen Basis austauscht, lernt man diese zu verstehen/kennen und kann sie verbessern. Deshalb liegt es uns sehr am Herzen, möglichst viele Mitglieder begrüßen zu können, um über diese Themen, die uns zurzeit bewegen, zu sprechen, sie zu erörtern und Lösungen zu finden. Wir werden Euch das Kulturprogramm 2017 mit dem einen oder anderen Highlight vorstellen.
Wir freuen uns auf Euch”!

Viele liebe Grüße
der Vorstand des Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V.
gez. Andreas Hauschild

Weitere Termine im November/Dezember 2016:

:   05.11.  19 Uhr:     Vernissage und Kunstausstellung mit Maja Zenz:
:                                „Lost Places“
:                                Die Ausstellung findet bis zum 13.11.2016 im
:                                Museumszimmer statt, im Rahmen der
:                                OFF Foto 2016-Ausstellung Heidelberg/Mannheim

:   12.11.  ab 9 Uhr:  Wolfsbrunnen Werkstatt mit dem Landschaftsamt
:                                 und der grünen Brigade in der Außenanlage, mit
:                                 einer kräftigen traditionellen Suppe und Kuchen
:                                 vom Blech zur Stärkung nach getaner Arbeit

:   15.11. ab 19 Uhr:  Lesung der Jetta Sage  in der Alten Gaststube
:                                 die Sage und Ihre Zeit, ein Rückblick
:                                 in die Zeit der Entstehung der Sage

:   11.12.:                   7. Weihnachtsmarkt am Wolfsbrunnen mit einem
:                                  kleinen Kunstmarkt und Rahmenprogramm

Ausstellung „Lost Places“

Im Rahmen der OFF Foto Tage 2016 konnten wir Maja Zenz für eine Ausstellung am Wolfsbrunnen gewinnen.

Der Titel ihrer Ausstellung „Lost Places“ passt zu unserem Wolfsbrunnen: auch dieser ging in seiner 500-jährigen Geschichte immer wieder verloren. Nicht als Ort - das Wolfsbrunnental mit dem Schlierbach ist räumlich nicht verrückbar. Aber durch Wildwuchs oder Verfall geraten Orte und Kleinode in Vergessenheit. Im Gegensatz zu ihren Bildern und den Orten, mit den sich Maja Zenz in ihrer Kunst beschäftigt, haben wir das Glück, dass unser Ort immer wieder wachgeküsst wird.

maja-zenz-plakat-495.jpg

Freuen Sie sich auf eine tolle Ausstellung! Die Eröffnung beginnt am Samstag, dem 5.11.2016, um 19.00 Uhr mit einer Vernissage. Die Künstlerin ist anwesend.

Ginkgo-Vortrag im Freundeskreis am 18.10.2016

Es war ein munterer Abend mit den Freunden des Wolfsbrunnens und einigen Gästen, der eine kleine Stunde der „Der Kulturgeschichte des Ginkgo“ gewidmet war. Hinterher folgte eine anregende Diskussion, und dann saß man auch so noch ein bisschen zusammen in der Alten Gaststube, die an diesem Abend ganz dem Freundeskreis zur Verfügung stand, denn Dienstags ist bekanntlich das Restaurant geschlossen. Der Wirt, Herr Zeller, natürlich auch Mitglied des Freundeskreises, liess die etwa 30 Anwesenden aber nicht auf dem Trockenen sitzen.

Das Freundeskreismitglied Dr. H. Schweinfurth erzählte zunächst etwas über die Botanik des Ginkgo: Wuchsform, Blätter natürlich, Borke, Blüten und Früchte - alles Dinge die erläutern, warum der Ginkgo als „lebendes Fossil“ betrachtet wird. Als einziges der Familie der Gingoales hat er es aus der Frühzeit der Erde in die Neuzeit geschafft, nicht zuletzt auch deshalb, weil er so widerstandsfähig ist. Heute wird der Ginkgo mehr und mehr auch als Allee- und Straßenbaum angepflanzt, weil er die Luftverschmutzung nicht übel nimmt. Ähnlich übrigens wie der Tulpenbaum, der Liriodendron, der Einiges mit dem Tulpenbaum gemeinsam hat.

Die Geschichte der Entdeckung des Baumes für Europa durch Engelbert Kaempfer wurde ebenso erwähnt wie die Orte, an denen im 18. Jahrhundert die ersten Ginkgos in Deutschland gepflanzt wurden. Und natürlich ging es um die Frage, wo Johann Wolfgang von Goethe den Ginkgo zum ersten, vielleicht auch zum wiederholten, Mal wahrgenommen hat, und wie es zu dem berühmten Liebesgedicht für Suleika - oder Marianne von Willemer - um das zweigeteilte Blatt gekommen ist. Die Goethebank im Heidelberger Schlosspark wurde in Erinnerung gerufen, und außer dem Ginkgogedicht logischerweise das Kastaniengedicht aus dem Westöstlichen Diwan vorgelesen. Das Ginkgoblatt in der chinesischen und japanischen Kunst wurde ebenso erwähnt wie seine Verwendung im Jugendstil, z.B. in Nancy. Auch schmunzelten alle über die Tatsache, dass Beuys auf seinem in Holz geschnitzten Ginkgoblatt die Rechtschreibung durcheinander brachte.

Zum Schluss noch: die pharmakologische Bedeutung der Blätter und der Früchte und die Aufforderung, einen oder mehrere Ginkgobäume zu pflanzen: im Garten zuhause und vielleicht auch im Wolfsbrunnengelände. Der „Grossvater- Enkel- Baum“, wie er auch heisst, sollte, wenn möglich, weil er doch so langsam wächst, schon ein gewisses Alter haben, damit nicht erst unsere (Ur-) Enkel endlich den erwachsenen Baum bewundern können.

Kulturgeschichte des Ginkgo am 18.10.2016

Vortrag mit Dr. Heidrun Schweinfurth-Marthy
in der Alten Gaststube

Liebe Freunde des Wolfsbrunnens,

wir möchten Euch am  Dienstag, dem 18.10.2016, ab 19.00 Uhr zu einem spannenden Vortrag einladen.

Der Ginkgo beflügelt die Fantasie: nicht nur, dass er millionenjahre alte Vorfahren hat und oft als lebendes Fossil bezeichnet wird, auch weil er verherende Katastrophen überlebt hat, sondern auch wegen seiner wunderschönen Wuchsform und seiner im Herbst goldgelben besonders geformten Blätter. Und weil er immer wieder Künstler weltweit inspiriert hat - insbesondere Goethe zu einem seiner schönsten Gedichte. Kommen Sie und hören Sie sich die Geschichte an - und erzählen Sie hinterher selbst von einem Ginkgo-Erlebnis.

Dieses Gedicht schickte Johann Wolfgang von Goethe an Marianne Willemer am 15. September 1815:

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie´s den Wissenden erbaut….

Von THOR - originally posted to Flickr as Gingko Leaf

Besuchen Sie den Wolfsbrunnen am 18.10.2016 zu diesem einmaligen Vortrag und erfahren Sie, wie das wunderschöne Gedicht von Goethe weitergeht (ein Gedicht zur Freundschaft).

(Bild: Von THOR - originally posted to Flickr as Gingko Leaf)