Archiv für März 2017

“Heidelberg singt” am Wolfsbrunnen

Liebe Mitglieder,

»Beim Lied geht es zuerst ums Wort und um die Geschichte«, sagt Clarissa Müller. »Man muss die Geschichte erzählen. Und die Geschichte fesselt – immer wieder aufs Neue.« Die Sopranistin ist eine von rund 500 Sängerinnen und Sängern, die im vergangenen Jahr dem Aufruf des Heidelberger Frühling folgten, die Liedstadt Heidelberg an einem Nachmittag zu neuem Leben zu erwecken. Fast viermal so viele Menschen hörten zu.

Feier der Vielfalt
Im Vordergrund steht in diesem Jahr die Vielfalt – sowohl bei den dargebotenen Musikstilen als auch bei den Teilnehmern: Menschen aus 160 Nationen leben in der Stadt. Sie alle haben ihre ganz eigenen Lieder und ihre eigene Musik. „Heidelberg singt“ möchte 2017 eine Plattform der Begegnung sein: Ensembles mit deutschen Wurzeln treffen auf Menschen und Lieder, die man in Syrien singt, in Afghanistan, Frankreich, Amerika, Eritrea und all den anderen Nationen, aus denen unsere alten und neuen Nachbarn stammen. Ein gemeinsamer Abschluss führt alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer singend in der Neuen Aula der Universität Heidelberg zusammen.

Neue Räume
»Heidelberg singt« war 2016 eine Gelegenheit, um sich zu begegnen – und will das auch 2017 wieder sein. Wir möchten mit »Heidelberg singt« Orte schaffen, die ein interaktives Konzerterlebnis von (Laien-) Musikern verschiedener Herkunft und von Sängern und Zuhörern ermöglichen. Durch Musik, Gesang und das gegenseitige Zuhören kann so ein Gemeinschaftsgefühl entstehen und die Stadt noch ein Stückchen weiter zusammenwachsen“.

Das war für uns aus dem Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. die Motivation, unser Museumszimmer dieses Jahr für die Veranstaltung anzumelden.
Wir freuen uns, dass wir gleich zwei Ensembles für eine Aufführung am Wolfsbrunnen gewinnen konnten:

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„Grüne Soße á la Wolfsbrunnen“ macht gute Laune

Im Frühling wachsen am Wolfsbrunnen zahlreiche Wildkräuter, die zu sammeln sich lohnt. Denn aus ihnen lässt sich ein köstliches Gericht zubereiten: die „Grüne Soße à la Wolfsbrunnen“.  Diese Erkenntnis haben die fleißigen Kräutersammler*innen gewonnen, die  mit dem Biologen Rüdiger Becker auf dem Wolfsbrunnengelände unterwegs waren. Wie bereits in den vergangenen Jahren konnten Interessierte am letzten Märzsamstag, dem 25.3.2017, die kulinarische Seite unserer heimischen Natur kennenlernen. Die ersten Blätter und zarten Triebe von Löwenzahn und Bärlauch wurden eingesammelt, aber auch die weniger bekannte Arten wie Knoblauchrauke, Mähdesüß, Gänsekresse, Scharbockskraut, Bärenklau und Wiesenlabkraut wurden gerne mitgenommen. Dabei waren auch die im Garten wenig beliebten Unkräuter Brennnessel und Giersch.

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Kleingeschnitten und mit Saurer Sahne, Yoghurt und harten Eiern gemischt und zusammen mit Pellkartoffeln serviert, ergaben die Kräuter ein köstliches Mittagessen. Mit besonders großem Eifer waren die Kinder bei der Sache, die nicht nur gerne gesammelt, sondern auch bei der Zubereitung fleißig geholfen haben. Das schöne sonnige Wetter und die freundliche Unterstützung durch das Restaurant haben ebenfalls zur guten Laune beigetragen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr zum gemeinsamen Sammeln und Essen.

Bericht vom März-Stammtisch

Der Stammtisch im März (am 15.3.2017) widmete sich am langen Tisch hinter der Theke im Wolfsbrunnen - der diesmal verlängert werden musste!- dem Thema der “guten Leute”. Es gab eine kleine Einführung zum Thema “Lepra allgemein und weltweit” und sofort eine lebhafte Diskussion über die Vergangenheit und Gegenwart dieser bakteriellen Erkrankung, unter Berücksichtigung der kulturellen Elemente im Zusammenleben mit den Aussätzigen, auch in der mittelalterlichen Literatur. Der Zusammenhang mit Schlierbach war klar: neben der Brücke nach Ziegelhausen steht die Gutleuthofkappelle, jenseits der Bahngleise ist der alte Friedhof der Leprasiedlung, und Straßennamen sind weitere Zeitzeugen.

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Beim nächsten Stammtisch am 19. April 2017 geht es um “Gurlitt über Gurlitt”.
Gäste sind herzlich willkommen.

Neue Obstbäume am Wolfsbrunnen!

Beim Wolfsbrunnen Treff am Samstag, dem 11.3.2017, wurden von der “Grünen Brigade” des Instituts für Heilpädagogik und den unentwegten Ehrenamtlichen des Freundeskreises Wolfsbrunnen drei Obstbäume gepflanzt. Einen Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung über diese Aktion finden Sie in unserem “Korb” zum Herunterladen bzw. hier  .

Das Pflanzen der Bäume und Sträucher war sicherlich das Highlight des WolfsbrunnenTreffs. Daneben wurden – etwas prosaischer - Bänke gewienert sowie die Sandsteinmauern geputzt und vom Wurzelwerk befreit, das dem Mauerwerk arg zusetzt und es aufbricht. Nicht sehr beliebte, aber notwendige Arbeiten. Und dann wurde noch der Aufgang zum Eiskeller, dem bei der Asphaltierung des Parkplatzes sein „Endsteinstück“ abhandengekommen war, überarbeitet. Beim letzten Treff war der obere Teil instand gesetzt worden, jetzt musste der Übergang zum Parkplatz so geschaffen werden, dass man auch mit beladenen Schubkarren den Auf-/Abgang nutzen konnte. Nestoras berichtet, dass es in seiner Familie viele Maurer gäbe und man daher das Setzen einer Trockenmauer ihm überlassen sollte. Es sah dann zwischendurch sehr fachmännisch aus:

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Aber dann wurde das ganze Mauerstück erst einmal noch mit viel Wasser und Erde eingeschlemmt, so dass die schöne Arbeit unter der Erde verschwand. Wenn sich alles gesetzt hat und fest ist, werden wir die Steine wieder etwas frei arbeiten.

Bisher steht unsere Konstruktion am Quellengarten und hält die Wildschweine, die jetzt bereits schon den Weg oben am Eiskeller erkundeten, fern. Wir hoffen, dass wir bei der WolfsbrunnenWerkstatt im April mit Hilfe des Landschaftsamtes den Boden des Quellengartens etwas einebnen und Gras neu einsäen können – denn der Quellengarten ist ein besonderer Ort, und wir haben dort für 2017 Veranstaltungen geplant, so z.B. am 16.7.2017 „Philosophieren im Quellengarten“.

Die Suppen- und Kuchenrunde bei herrlichem Wetter draußen im Biergarten war – „wunnnebaar“.

Ein Bergmolch unterwegs zum Laichgewässer

Am letzten Samstag, am 11.3.2017, wurde beim Arbeitseinsatz des Freundeskreises Wolfsbrunnen e.V. (”Wolfsbrunnen Treff”) dieser Bergmolch (Ichthysaura alpestris) entdeckt; er war gerade unterwegs in Richtung Wolfsbrunnenteich. Ein eindeutiger Hinweis, dass der Frühling begonnen hat. Denn dort treffen sich jetzt die Molche, um sich zu paaren und ihre Eier abzulegen. Bergmolche sind leicht am orangefarbenen Bauch zu erkennen. Die Art ist am Wolfsbrunnen nicht selten, die Tiere führen jedoch ein heimliches Leben und sind auch überwiegend nachts unterwegs. Die Verwandtschaft ist übrigens auch schon da: Salamander und Erdkröten wurden gesichtet, und im Teich und in den Tümpeln am Wolfsbrunnen wurden 37 Laichballen der Grasfrösche gezählt. Die Bergmolche legen ihre Eier hingegen einzeln an Wasserpflanzen ab.

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Neue Versionen der Programmkalender!

Beachten Sie bitte die neuen Programmkalender für die “Kultur am Wolfsbrunnen 2017″ und für das  “Musikfestival am Wolfsbrunnen im Juli 2017″, die Sie von unserer Seite “Korb” herunterladen können!

Termine im März 2017

Stammtisch am 15.3.2017 ab 19 Uhr

Im Mittelpunkt sollen “die guten Leut” in Heidelberg und Schlierbach stehen.

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Der Wolfsbrunnen von A bis Z
Geschichte einmal nicht chronologisch

Dienstag 21. März 2017, um 19 Uhr
(Alte Gaststube)

Bei diesem Vortrag geht es darum, den Wolfsbrunnen von seinen vielen verschiedenen Seiten kennenzulernen. In der Regel sind die Vorträge und Führungen am Wolfsbrunnen stark angelehnt an die Geschichte und bauliche Entwicklung des Gebäudes über die letzten 500 Jahre. Hier wird seine Geschichte einmal nicht chronologisch erzählt. Folkwin Vogelsang, dessen Familie das Restaurant Wolfsbrunnen lange Jahre betrieben hat, lässt uns in seinem Vortrag den Wolfsbrunnen auf eine ungewöhnliche und neue Art erleben.

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Exkursion am Wolfsbrunnen
„Kräuter sammeln“

Samstag 25. März 2017, um 10.30 Uhr
auf der Wolfsbrunnen-Wiese

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Auch hierzulande ist sie bestens bekannt, die Grüne Soße, die ursprünglich aus der Region um Frankfurt stammt. Weniger bekannt ist hingegen, dass die Kräuter, die zu ihrer Zubereitung benötigt werden, auch alle am Wolfsbrunnen zu finden sind. Machen Sie sich zusammen mit Rüdiger Becker auf, das Wolfsbrunnental zu erkunden und diese Kräuter zu sammeln. Nach erfolgreicher Suche bereiten wir gemeinsam die Soße zu und genießen sie mit Pellkartoffeln.

Wir starten um 10.30 Uhr mit dem Sammeln, dann folgt die Zubereitung, und anschließend feiern wir das gemeinsame Mittagessen.

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