Archiv für Juni 2017

Die „Lange Tafel am Wolfsbrunnen“

Natur erleben am Wolfsbrunnen

Als Beiprogramm zur „Langen Tafel“ gab es am 24. Juni am Wolfsbrunnen ein Angebot an die Kinder. Die beiden städtischen Naturschutzwarte und Mitglieder des „Freundeskreises Wolfsbrunnen e.V.“, Prof. Dr. Volker Voigtländer und Hans-Martin Gäng, hatten Bausätze von Nistkästen für Gartenvögel bereitgestellt, die z. T. bereits vormontiert und mit Schutzfarbe gestrichen waren. So konnten die Jüngsten mit Hilfe des Vaters oder der Vogelexperten ihre Nistkästen zusammensetzen, bohren, schrauben und hämmern und mit Dachpappe versehen. Ältere Kinder bestanden darauf, ihren Nistkasten “von A bis Z“ zu bauen und ihr eigenes Werk sogar zu signieren. Alle durften ihren Nistkasten mit nach Hause nehmen! Da gab es Erfolgserlebnisse und Stolz auf die geleistete Arbeit zu sehen. „Denn ein solch wetterfester Nistkasten kann ja für Jahrzehnte die Wohnung für Vogelfamilien sein, und dann weiß ja niemand mehr, dass ich das gebaut habe“, sagte ein Kind. Bei der Montage konnte man auch einiges über die Vogelwelt in Schlierbach erfahren, und man weiß nun, dass die Öffnungen der Nistkästen in ihrem Durchmesser und in ihrer Ausführung für kleine Meisen und für größere Singvögel verschieden sind.

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Der stellvertretende Vorsitzende Rüdiger Becker hatte einige Biologen des städtischen Umweltamts eingeladen. Mit Keschern, Fanggläsern, Taschenlupen, aber auch mit wissenschaftlichen Stereolupen konnten die Kinder die Wasserbewohner am Wolfsbrunnen betrachten und kennenlernen. Da gab es Flohkrebse, Fliegenlarven, Wasserkäfer und Kaulquappen zu betrachten, und die Biologen zeigten in Büchern und auf Schautafeln Details und beantworteten sachkundig die Fragen. „So etwas habe ich noch nie gesehen!“ war der Kommentar eines Kindes. Die winzigen Bewohner des Teichs und des Bachs wurden selbstverständlich nach ihrer Untersuchung in ihr Element zurück gesetzt. Die erwachsenen Betreuer der beiden Aktionen meinten: „Hier am Wolfsbrunnen interessierten Kindern und Eltern die Natur zu zeigen und mit ihnen darüber zu sprechen, ist ein Vergnügen. Und danach an der Tafel mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen, ebenso!“

Unmittelbar an das Nachmittagsprogramm schloss sich die Lange Tafel an. Der Grundgedanke der Tafel - auch bekannt unter „Diner en blanc“ - kommt aus einer privaten Initiative in Paris. Menschen treffen sich, bringen ihr Essen, Geschirr, Tisch und Stuhl mit, um gemeinsam einen Abend in schöner Kulisse zu verbringen. Um zu plaudern, zu essen, gemeinsam zu lachen und das Leben zu genießen. Und sie sind in Weiß gekleidet, um der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre zu geben.

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Im schönsten Kleinod von Heidelberg und unter blauem Himmel, mit dem Motto „Bringe deine Lieblingsspeise mit und teile sie mit anderen“, ist dies dem Freundeskreis gelungen. Es kamen viele, und jeder hatte seine Lieblingsspeise dabei, die zu einem großen Buffet für Jedermann aufgebaut wurde.

Den musikalischen Rahmen an diesem Abend bestritt die Gruppe “Kleinod” mit einem Potpourri aus Alpenliedern. Im Anschluss übernahm das Zepter die Popband „Striped Off“, eine junge Nachwuchsband der Heidelberger Musikschule. Zum Abschluss spielte die Heidelberger Coverband „Banana Beans“.

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Sehen Sie auch den Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung über die Lange Tafel in unserem Korb!

Wir freuen uns schon auf die nächste Lange Tafel…. dann vielleicht mit einem anderen Motto.

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Erinnerung: Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen 2017

Das Programm des Musik- und Kulturfestivals am Wolfsbrunnen vom 14. bis zum 16. Juli 2017 finden Sie in unserem “Korb”!

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Bericht vom Juni-Stammtisch

Der Stammtisch am 21.6.2017 fand diesmal bei wunderschönem Sommerwetter vor dem Wolfsbrunnen an einem langen Tisch statt, und rundherum war reges Treiben an diesem schönen Standort.
Die vier Wölfe des Brunnen plätscherten leise, und Herr Tröger teilte mit den Stammtischteilnehmern seine profunde Kenntnis deutscher Literatur. Oder sollten wir sagen deutschsprachiger Literatur, denn bekanntlich war Gottfried Keller in der Schweiz geboren. Es ging darum, wie, unter welchen Umständen, und wie lange Gottfried Keller in Heidelberg weilte, und wie sich das akademische, intellektuelle und politische Ambiente in der Mitte des 19. Jahrhunderts präsentierte. Es entstand ein lebendiges Bild  zum Leben der Zelebritäten, die zu dieser Zeit in der Stadt lebten - und sich verliebten, wie zum Beispiel Anselm Feuerbach und Gottfried Keller - und das in diesselbe weibliche Person auf der anderen Seite des Neckars. Geblieben ist bei aller Unsicherheit um den tatsächlichen Verlauf der (Liebes-)Geschichte das schöne Gedicht Gottfried Kellers, in dem er beschreibt, wie er über die Neckarbrücke zu seiner Angebeteten pilgerte.
Obwohl Herr Tröger keine bekannte und auch keine spekulative Einzelheit ausliess, blieb zum Schluss, wie schon zu Beginn angedeutet, die Frage offen, ob Gottfried Keller nun am Wolfsbrunnen war oder nicht. Vielleicht schon, sehr wahrscheinlich doch - aber selbst Herr Vogelsang konnte mit all seiner Kenntnis den Beweis nicht erbringen. Entsprechend lebhaft war die Diskussion.
Der nächste Stammtisch ist am 12. Juli 2017 geplant. Folkwin Vogelsang wird auf besonderen Wunsch aus seiner langjährigen - lebenslangen! - Erfahrung mit dem Wolfsbrunnengelände und der Wolfsbrunnengeschichte erzählen. Alle sind gepannt und hoffen auf einen weiteren  wunderschönen Sommerabend.

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Termine im Juni 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine im Juni 2017:

Mittwoch   21. Juni 2017, 19:00 Uhr:

Wolfsbrunnen-Stammtisch
„War Gottfried Keller am Wolfsbrunnen?“

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Samstag    24. Juni 2017

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Sehen Sie hierzu auch den Programmflyer im “Korb”

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