Archiv für April 2018

Termine im Mai 2018

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine, die im Mai anstehen:

4.5.   -  19.30 Uhr  Im Biergarten am Wolfsbrunnen spielt das
.                             Allmand Chaoten Orchester

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9.5.   -  20.00 Uhr  Klavierkonzert mit Pietro Ceresini
12.5.  -   9.30 Uhr  Wolfsbrunnen Treff
16.5. -  19.00 Uhr  Mitgliederversammlung des
.                             Freundeskreises Wolfsbrunnen e.V.
24.5. -  19.00 Uhr  Wolfsbrunnen Stammtisch: Herr Tröger wirft einen
.                             Blick über den Neckar nach Ziegelhausen, und
.                             Moritz Trippo referiert über das Opitz-Gedicht

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Bericht vom April-Stammtisch

Der Aprilstammtisch hat am Abend des sonnigen 19. April am langen Tisch hinter der Theke stattgefunden. Zur Freude aller Besucher hielt Katrin Rating ihr Versprechen und erzählte uns - von lebhaften Diskussionen begleitet -  von biblischen Paradiesen und vom Garten Eden durch die gesamte Geschichte der Menschheit, was “die Leute” sich so in Richtung Garten einfallen lassen haben - bis hin zum jetzt aktuellen “urban gardening”; alles unterlegt mit bekannten und weniger bekannten Gemälden und wo irgend möglich mit eigenen Bildern. Besonders ausgiebig wurde “die Moderne” in ihren Versuchen kleiner und großer Gruppen, auf Hinterhöfen und in Baulücken, vorgestellt und kontrovers diskutiert - wie sich das für einen guten, vertrauten Stammtisch, wie dem des Freundeskreises Wolfsbrunnen gehört. Von 19 bis 21 Uhr wurde die Diskussionsrunde begleitet von einem auf der Mitte des Tisches passend zum Thema platzierten Ensemble - zu einer Hälfte bestückt mir Gartenblumen, zur anderen mit Gemüse und Salat. Die Stammtischteilnehmer freuen sich schon auf den nächsten Vortrag von Katrin, dann zusammen mit Herrn Vogelsang - vielleicht im September.
Vorher aber, nämlich am 24. Mai, wie immer um 19 Uhr, wird eingeladen zum Maistammtisch, der einmal wieder literarisch werden soll: Herr Tröger, als einer der besonders kundigen Senioren der Donnerstagsrunde, will uns über den “Schuss von der Kanzel” berichten; als jugendlichen Kontrast haben wir Moritz  Trippo gebeten, uns sein Referat zum immer wieder vorgelesenen Wolfsbrunnengedicht von Martin Opitz, das er für den Deutschunterricht erarbeitet hat, vorzutragen.
Warum kommen Sie aus diesem außergewöhnlichen Anlass nicht einmal beim Stammtisch vorbei? Gäste, auch solche, die nicht zum Freundeskreis gehören, sind willkommen!

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Maria Sibylla Merian

Vortrag von Heidi Schweinfurth am 11.4.2018

Ein Abend im Wolfsbrunnen zum Geschehen um eine außergewöhnliche Frau, geboren im letzten Jahr des 30 jährigen Krieges, gestorben 1717: Die Frankfurterin mit Wurzeln im calvinistischen Basel erhielt ihre klassische Ausbildung als Künstlerin und Kupferstecherin durch ihren Stiefvater J. Marell. Sie zog nach ihrer Heirat mit dem “Mitgesellen” J. Graf nach Nürnberg und erarbeitete sich dort eine grosse Reputation und Beliebtheit durch ihre Neuen Blumenbücher, drei an der Zahl, die den Damen der besseren Gesellschaft als Vorlage zum Zeichnen, Malen und Sticken dienten, und mit denen sie ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familie mit mittlerweile zwei Töchtern bestritt. Daneben führte sie die ersten wissenschaftlichen Studien zur Insektenkunde durch und veröffentlichte das sensationell moderne “Raupenbuch”.

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Mit dem Verlassen Nürnbergs und ihres Ehemannes, unter Mitnahme der Mutter, der Töchter und der Raupen begann ein neuer Lebensabschnitt in der in urchristlicher Gemeinschaft lebenden “Commune” der Labardisten in Schloss Warta in Westfriesland. Nach dem Tod ihrer Mutter verließ sie Westfriesland, siedelte sich in Amsterdam an und bereitete eine Expedition nach dem damals holländischen Surinam vor. Sie finanzierte diese Expedition, auf der sie von ihrer Tochter Dorothea begleitet wurde, aus eigenen Mitteln. Nach kurzer Zeit wurde sie schwer krank, sammelte aber vor ihrer Rückkehr 1702 nach Amsterdam so viel Material über die tropischen Gastpflanzen der einheimischen Insekten, dass sie zuhause in Amsterdam ihr Werk über die Metamorphose der Insekten Surinams zu Papier brachte, das endgültig ihren Ruhm als Wissenschaftlerin besiegelte. Sie war die erste ökologisch denkende Botanikerin und Insektenforscherin und wurde weltberühmt und geachtet, vor allem auch durch die Kombination minutiöser Zeichnung der Natur  mit großer künstlerischer Gestaltung.

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Heidi Schweinfurth versuchte in den vorgesehenen 90 Minuten viele Einzelheiten dieses interessanten Lebens vor den Zuhörern in der Gaststube auszubreiten. Sie hatte dazu zahlreiche Illustrationen zu den Lebensorten Maria Sibylla Merians und ihrer Familie zusammengetragen und konnte vor allem zahlreiche Werke dieser Frau vorstellen - allem voran die gerade in Europa angekommenen Zwiebelpflanzen aus dem osmanischen Reich, die es damals nur in einigen botanischen Gärten, auf holländischen Stillleben und in ihren Büchern zu bestaunen gab. Heute sind sie selbstverständlicher Teil des Frühlings, wie er sich in Heidelberg u.a. gerade mit Tulpen-, Hyazinthen-, Königskerzen-  und Narzissen-Beeten zeigt.

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Der Wolfsbrunnen singt (8.4.2018)

Im letzten Jahr hatten wir uns im Rahmen des Forums „Heidelberg singt“, einer Veranstaltung des Heidelberger Frühlings, beworben und unseren Kulturraum zur Verfügung gestellt. Leider wurde das Forum in diesem Jahr ausgesetzt, wir wollten jedoch diesen Tag nutzen, um den Frühling zu begrüßen, und stellten die Veranstaltung unter das Motto „Der Wolfsbrunnen singt“. Gekommen waren die „Kleinode“, die  bei wunderschönem Sonnenschein und gemeinsam mit den Besuchern den Frühling beschwingt begrüßten.

Es ist nun schon eine kleine Tradition, dass uns dieser Chor am Wolfsbrunnen musikalisch unterstützt. Den Alpenliedern sowie modernen und internationalen Stücken konnten die Besucher im vollbesetzten Museumszimmer lauschen und zum Schluss noch kräftig mitsingen.

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Eigentlich waren noch zwei weitere Chöre geplant, leider hat uns aber das Ende der Osterferien hier einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch durch das fast einstündige Programm vom Chor „Kleinode“ konnten die Besucher einen schönen musikalischen Nachmittag am Wolfsbrunnen bei bestem Frühlingswetter genießen.

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Musik und Kultur!

Am kommenden Mittwoch, dem 11. April 2018, gibt es gleich zwei interessante Veranstaltungen am Wolfsbrunnen. Man kann sich zuerst um 19 Uhr einen Vortrag von Heidi Schweinfurth über Maria Sybilla Merian im alten Gasthaus anhören und anschließend um 20 Uhr einem Konzert von Rainer Klass, “Debussy zu Ehren”, im Neubau lauschen. Das Restaurant bietet ab 18 Uhr kleine Speisen an.

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