Tulpe auf Weltreise

Der WolfsbrunnenAbend am 18. April 2008 war ein fröhliches Zusammenkommen der Freunde des Wolfsbrunnens und zahlreicher Gäste um das Thema „Tulpe“, ganz der Jahreszeit gemäß…

Frau Tschira gewährte dem Freundeskreis in ihrem neuerbauten Museum am Ginkgo, Schlosswolfsbrunnenweg 46, nicht nur großzügig Asyl für den Abend, im wunderschönen Ambiente des großen Ausstellungs- und Veranstaltungsraums des Museums, sondern sorgte auch dafür, dass der Raum, zum Thema passend mit vielen bunten Tulpen geschmückt war.

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Frau Dr. H. Schweinfurth-Marby nahm die versammelte Hörerschaft mit auf eine Weltreise auf den Spuren der Tulpe, ausgehend von ihrem Ursprungsort in Zentralasien, durch Persien, nach Konstantinopel. Ausgeschmückt mit vielen amüsanten Geschichten und voller sachbezogener Kommentare wurde die Tulpe weiterbegleitet auf ihrer Wanderung durch ganz Europa, vor allem nach Holland, und schließlich in die ganze Welt.

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Der zeitliche Rahmen war umfassend, konzentrierte sich jedoch auf das 16., 17. und 18. Jahrhundert, als Tulpen als ausgesprochen seltene orientalische Schönheiten galten, im osmanischen Reich die Tulpenära, die lale devri, gelebt wurde, während im Goldenen Zeitalter in den Niederlanden die Tulpomanie ausbrach, die Tulpe zum Spekulationsobjekt wurde und den ersten Börsencrash verursachte.

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Die besondere Rolle der Tulpe in der Entstehung der Kunstform der Stillleben wurde ebenso illustriert, wie die Vielfalt der Tulpen in den letzten vierhundert Jahren. Die Geschichte der Tulpen im 21. Jahrhundert und ihre computergesteuerte Aufzucht zu Milliarden von Schnitttulpen und Tulpenzwiebeln zum Verkauf in die ganze Welt, beendeten den Vortrag.

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Der Aufforderung der Vortragenden an die Zuhörer, mit einer kleinen Spende dazu beizutragen, das Wolfsbrunnental mit Tulpen zu bepflanzen, wurde großzügig Folge geleistet. Im September, bei Vollmond, sollen die Zwiebeln gesetzt werden, wie es ein englisches Tulpenbuch des 18. Jahrhunderts empfiehlt.