Zum Geburtstag viel Glück!

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Geburtstagsansprache
von Kathrin Rating am 8.Mai 2008

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MEINE SEHR GEEHRTEN DAMEN UND HERREN,
LIEBE FREUNDE DER WOLFSBRUNNEN-ANLAGE.

Herzlich Willkommen zur Mitgliederversammlung des Freundeskreises Wolfsbrunnen e.V.!

Es freut mich, Sie heute und hier zu sehen. Gerne hätte ich Sie alle wieder am Wolfsbrunnen begrüßt, aber das wird noch dauern. Davon später mehr.

Die heutige Versammlung ist vereinsrechtlich die dritte ihrer Art, wenn man die Gründungsversammlung am 5. Mai 2006 dazu zählt.

Zum 2. Geburtstag herzlichen Glückwunsch und alles Gute für das 3. Lebensjahr, in dem das Bewährte fortgesetzt wird - wie z.B. die diversen nicht nachlassenden Rendez-vous’s mit Knöterich, Brombeeren, Wiedehopf und Motorsäge en pleine air mit einem hohen Potential an erotischer Energie - so man sie aufspürt.

Hierzu möchte ich Ihnen kurz etwas aus der FAZ vom 3. Mai vorlesen: Interviewt wurde die Gründerin der Königlichen Gartenakademie in Berlin Dahlem. Auf die Frage, was Gabrielle Pape von dem Satz „ Gartenarbeit ist der neue Sex“ aus der Londoner Times halte, antwortet sie: „ Ja, sehr. Aber vor allem hat es mit Glück zu tun. Der Spruch kam vor zehn Jahren in England auf, als Leute um die vierzig sagten: Viel passiert nun nicht mehr. Gärtnern ist der neue Sex. Ich schließe mich da fröhlich an. Wir laufen so weit, um etwas Befriedigendes zu finden: Fitnesscenter und Fingernagelbemalen – das ist alles schick und gut, doch ganz viel liegt direkt vor unserer Haustür…“. Zitat Ende. Zum Beispiel in der Wolfsbrunnen-Anlage.

Neben der glückbringenden Arbeit in der Wolfsbrunnen-Anlage, zu der ich Sie alle morgen und am Samstag herzlich einlade, sind die Beiträge, die unseren Geist und unser Wissen bereichern, das zweite Standbein des Freundeskreises.

Viele von Ihnen erinnern sich mit Genuss an die Abende - ich lasse sie alle einmal kurz revue passieren, damit sie merken, was schon alles geleistet wurde:

1. Wir nahmen teil am Herzschmerz von Clara du Plessis und Clairant, einen Dank an Herrn Tröger, der heute Abend beim Ältestenrat der Kirche sein muß.

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Wolfsbrunnen-Szene in August Lafontaine’s Roman “Clara du Plessis und Clairant” (1795) von Daniel Chodowiecki
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ICH DARF WEITER ERINNERN:
2. an den Besuch von Undinen, Rheintöchtern und anderen Wasserwesen, annonciert von Dr. Markus Kiesel.

ODER
3. an die L’amour der Frauen, die ihnen vermeintlich Liberté verschaffen soll? Frage an Frau Prof. Dr. Annette Kämmerer: Stimmt das? Antwort bitte im stillen Kämmerlein unter vier Augen.

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Prof. Dr. Annette Kämmerer
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ODER
4. an das Damenkränzchen im Quellengarten mit Hut + Spiel + Torte.

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“Behütete” Freundinnnen und Freunde des Wolfsbrunnens
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ODER
5. an den SommerAbendTraum mit einer Vielzahl wunderbarer Darbietungen und einer Luftfeuchtigkeit, die das Maß der Sättigung im Laufe des Abends überschritt …wir alle haben es in Erinnerung behalten.

ODER
6. an den Versuch, dem Wesen der Fee Jetta näher zu kommen muß trotz zweimaligem Anlauf als nicht gelungen bezeichnet werden… es liegt wohl in der Person der Fee Jetta selbst – sie möchte Raum für weitere Träumereien bieten.

ODER
7. an den Käschte-Abend mitten im trüben November, an dem Dr. Heidrun Schweinfurth-Marby uns mit Wissenswertem über die Käschte Altes + Neues + Poetisches + Lukullisches auf sehr angenehme Art bereicherte, Herr Rich steuerte aus seiner Küche die thematisch passenden kleinen Delikatessen bei.

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Besprechung der Wolfsbrunnen-Delikatessen: Kathrin Rating und Hans Rich
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ODER
8. an den letzten Abend für den Geist im Jahr 2007, der den Gedichten vorbehalten war, der Himmel sich aber einen Tag davor ganz gewaltig und unvorhergesehen verdüstert hatte: es wurde bekannt, dass Herr Rich zum Jahresende aufhört.

9. Was nun???? war die Frage und was nun ist die Frage auch heute immer noch. Ich werde nachher vom aktuellen Stand berichten.

Zuversichtlich und unverdrossen starteten wir das Jahr 2008, der Tradition folgend mit der WolfsbrunnenWerkstatt Nr.05 und wieder mit Erfolg, nicht allein im Fällen, sondern dieses Mal auch mit Pflanzen und Bänke aufstellen.

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Einweihung der Schlangenbänke (RNZ-Foto von Friederike Hentschel)
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10. Ja, die Romantik, ein weitverbreitetes heidelberger Phänomen, blieb – zumindest für mich - auch nach einem Diskussionsabend, moderiert von Heidrun Schweinfurth, über das Buch von Rüdiger Safranski: Romantik: eine Deutsche Affäre“ weiterhin ein Phänomen und bedarf weiterer Beschäftigung und praktischer Übungen.

11. Mittlerweile hoffentlich verdaut sind die leckeren Kräuter, die vor Ort gesammelt, zubereitet und diplombiologisch betreut von Rüdiger Becker vielen von Ihnen mundeten.

12. Zur vorerst letzten Veranstaltung wurde in das Museum am Ginkgo geladen, unsere bewährte Referentin Dr. Heidrun Schweinfurth-Marby stellte die zwieblige Geschichte und die Eigenarten der Tulpe vor.

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN AN ALLE REFERENTEN UND ORGANISATOREN.
APPLAUS.

Wenn die Liste nun sehr lang war, so hoffe ich, dass Sie bei aller Langatmigkeit auch ein Gefühl der Zufriedenheit entwickelt haben, über das, was der Freundeskreis auf die Beine gestellt hat.
WIR SIND GUT!

Und es wird weiter gehen, damit können, sollen und müssen Sie rechnen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Wir fahren jetzt fort mit der Tagesordnung.

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