WÖLFE verrufen - verfolgt - verklärt

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(Jetta wird von Wölfen gerissen, Stadtarchiv HD)

EINLADUNG ZUM VORTRAG

WÖLFE
verrufen - verfolgt - verklärt
Hans-Martin Gäng

 27. Juni 2008, 19.30 Uhr
Museum am Ginkgo
Schloß-Wolfsbrunnenweg 46

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Der Wolf läßt niemanden kalt. Während ihn Naturvölker und moderne Naturromantiker verehren oder mystisch überhöhen, so hassen ihn die Schafzüchter. Karl der Große erließ bereits Jagdordnungen, um die Kleintierhaltung seiner Untertanen zu schonen.

Auch die pfälzischen Kurfürsten ließen dem Wolf nachstellen: vor fünf Jahrhunderten lebte am Wolfsbrunnen, wo die sagenumwobene Jetta - angeblich - von einer Wölfin zerrissen wurde, der „Wolfskreiser“, ein Jäger, der die Anwesenheit von Wölfen in der Heidelberger Umgebung feststellen sollte und der mit langen Seilen, an denen Stofflappen hingen, die Wölfe einkreisen musste, damit den Jägern keiner „durch die Lappen“ ging.

Unser heutiges Bild vom Wolf ist geprägt von Schauergeschichten (Werwolf), den Märchen der Brüder Grimm, von Romanen wie von Jack London oder Rudyard Kipling.

Der Vortrag soll unser Wissen erweitern über diesen heimlich lebenden Beutegreifer, der an der Spitze der Nahrungspyramide in den europäischen Wäldern, Heiden und Bergen steht. Themen werden die Biologie des Wolfes, seine Verfolgung, seine Wiederkehr, der Umgang der Schafhalter mit den Wölfen und  schlussendlich das Zusammenleben von Wolf und Mensch sein.

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