Die Jetta-Sage (in Liedern, Gedichten und Texten)

Veranstaltung am 15.11.2016 in der Alten Gaststube
Vortrag von Andreas Hauschild

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In der Atmosphäre der Alten Gaststube begab man sich auf einen Ausflug in die Epochen des Barock, der Romantik und des Realismus, die Zeiten, in denen die Jetta-Sage wohl Ihren Ursprung hatte.

Mit Silke Schwarz, einer ausgebildeten Opernsängerin konnten wir für den Abend jemand ganz Besonderes gewinnen. Sie konnte die Gedichte von Opitz, die Texte und Gedichte von Amalie von Helvig und das Gedicht  von Heribert Rau entsprechend ihrer Zeit hervorragend zum Ausdruck bringen. Die Vermutung, ob Jetta „Belleda, die Priesterin der Brukterer“ war, konnte auch an diesem Abend nicht abschließend geklärt werden.  Hier handelt es sich ja auch um eine Sage, deren Wahrheitsgehalt nie bewiesen wurde.

Man konnte jedoch feststellen, dass Jetta in den verschiedenen Epochen einmal als Seherin, Zauberin oder Jungfrau unterwegs war. Das lag aber auch oft an der literarischen und lyrischen Sichtweise der jeweiligen Epoche. Ob es ein Jüngling, der Förster Ferrand oder ein Offizier war, obliegt der freien Dichtkunst. Der Abend zeigte einen Auszug aus drei Epochen, die Geschichte um Jetta hat jedoch in noch vielen anderen Epochen ihre Spur hinterlassen.

Bei der Recherche zu dieser Sage war ich beeindruckt, wie vielfältig sich diese Sage über die Jahrhunderte entwickelt hat, bei allen Versionen war jedoch festzustellen, dass der Name Wolfsbrunnen auf dieses Ereignis zurückgeführt wird. Um 1800 wurde die Sage auch von Jakob und Wilhelm Grimm in das Buch “Deutsche Sagen der Gebrüder Grimm“ aufgenommen.
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Der Vortrag kann aus unserem “Korb” heruntergeladen werden.