Bericht vom März-Stammtisch

Der März-Stammtisch des Freundeskreises fand am 15. März wieder einmal am langen Tisch hinter der Theke statt und erfreute alle Teilnehmer. Herr Vogelsang zog wieder einmal Blätter aus der Fülle seiner Sammlung und erzählte uns dazu “alles über den Wolf im Teich”. Er begann mit der ersten belegten Erwähnung der Jetta-Geschichte um 1500 auf dem Hintergrund der besonders grossen Wolfsdichte im Odenwald. Er wusste vom mittelalterlichen Einsiedler am Wolfsbrunnen, von der kleinen Kapelle, vom Wohnort der Jetta auf dem Jettenbühl und von vielen Einzelheiten, von denen vor Ort wenig oder gar nichts übriggeblieben ist.

Dann der Wolf im Teich: das Meisterstück aus dem Jahr 1896 des jungen Metallkünstlers Peter Coy aus der Schöneberger Zinngiesserei, dessen Nachfahren voriges Jahr den Wolf in Augenschein genommen haben. Er zeigte alte Fotos des Wolfs an seinem erhöhten Standort  oberhalb des Teiches, und wie er damals Wasser spuckte, bis er 1968/69 plötzlich unter Hinterlassung seiner Tatzen auf dem Stein verschwunden war. Gestohlen, aber wiedergefunden, renoviert und restauriert und 1970 wieder aufgestellt, diesmal von den Wassern (etwas) geschützt.

Nicht nur hatte Herr Vogelsang interessante Einzelheiten, sondern eben auch persönliche Erinnerungen aus seiner Kindheit, in der es dazu gehörte, auf dem Wolf zu reiten. Das Ehepaar Lorentz bestätigte das und identifizierte Geschwister auf einem der alten Fotos, auf dem Wolf reitend.

Und ist der jetzige Wolf wirklich der gestohlene? Oder ein Ersatz? Er ist der Echte, wie Herr Vogelsang an der Beule am Wolfshinterteil durch Fotovergleiche beweisen kann: die Beule von früher ist die Beule von jetzt. Also der Wolf auch.

Ein für alle gelungener Abend im Wolfsbrunnen Restaurant.

Der nächste Stammtisch ist für den 19. April vorgesehen. Frau Katrin Rating will uns über die “Geschichte der Gärten vom Paradiesgärtchen bis zum Stadtgarten heute” berichten. Gäste sind wie immer willkommen.

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