Sri Lanka und der Tee

Beim WolfsbrunnenAbend im September wurde nicht wie geplant über den Ginkgo gesprochen (dieses Thema ist auf nächstes Frühjahr verschoben, wenn das Museum am Ginkgo, das zur Zeit mit einer Ausstellung belegt ist, wieder für Vorträge genutzt werden kann), sondern über Camellia sinensis, den Teestrauch, der im Rahmen eines Reiseberichts aus Sri Lanka besondere Aufmerksamkeit verdient.

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Frau Dr. Heidrun Schweinfurth-Marby zeigte zunächst eindrucksvolle Bilder von ihrer Reise im August dieses Jahres: Sri Lanka, seine Landschaften, seine Menschen, Pflanzen und Tiere – und die Teelandschaft mit dem Teeanbau und der Teeverarbeitung. Sie erzählte die Geschichte der Teepflanze und der Teekultur in den letzten fast 5000 Jahren, beginnend mit Kaiser Shennung von China. Im Zeitraffer ging es weiter, zum Beispiel wie der Tee nach Japan kam, was die Kolonialgeschichte mit Camellia sinensis anstellte und wie man in unseren Tagen den Tee behandelt.

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Nach dieser Einstimmung ging die Tee-Expertin ausführlich auf die Geschichte Ceylons, bzw. Sri Lankas ein, seine Besiedlung, die Zusammensetzung der Bevölkerung damals und heute, dann wie der Tee auf die Insel kam und was mit der Monokultur im Laufe der Zeit geschah.

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Zur Theorie gab es kleine Kostproben: zunächst einen grünen chinesischen und einen grünen japanischen Tee - und zur Beschreibung der Teeherstellung in Sri Lanka wurde ein grüner und ein schwarzer Tee von einer biologischen Plantage aus Uva gereicht. Es wurde ein spannender, unterhaltsamer Abend voller Geschichte und Geschichtchen, der bei „tea and cake“ mit vielen Fragen und Antworten sowie neuen Erkenntnissen zum weitgesteckten Thema ausklang.

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