Junibrief 09

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Hallo,

es war am Donnerstag, den 28. Mai 2009, als ich auf der Rückfahrt von einem Gespräch mit Herrn Bürgermeister Dr. Gerner und Vertretern des Kämmereiamtes, des Liegenschafts- und des Kulturamtes am Wolfsbrunnen kurz anhielt, um im Nieselregen eine Runde zu drehen und um in kindlicher Manier dem Wolfsbrunnen zu sagen: ‚Es wird werden’.
Diese Runde war auch notwendig, um mal wieder festzustellen,
:: dass dieser Ort ein ganz besonderen Wert besitzt,
:: dass es gut tut, nach Stunden des Debattierens das sinnlich wahrzunehmen, um was es ging,
:: dass es sich lohnt, sich für den Erhalt und das Weiterbestehen des Wolfsbrunnens einzusetzen.

Was ist der Stand der Dinge?
In zwei Gesprächen bei Herrn Bürgermeister Dr. Gerner wurden Konzepte zur Zukunft des Wolfsbrunnens diskutiert: neben dem Modell der Erbpacht, das formal immer noch auf dem Tisch liegt, wurde eine Drittel-Lösung diskutiert: Stadt, Investor, Stiftung/Freundeskreis. Und - last not least - lag das Konzeptpapier der Planungsgruppe des Freundeskreises in überarbeiteter, d.h. konkretisierter Fassung auf dem Tisch.
Wenn alle Beteiligten, allen voran die Stadtspitze, wollen, daß die Heidelberger Kultur am Wolfsbrunnen einen Ort findet, um ihre Geschichte, aber auch ihre Zukunft zu präsentieren, dann schließen sich die Modelle Erbpacht und Drittel-Lösung aus, denn es dürfte äußerst schwer sein, einen Investor zu finden, dessen Gestaltungsfreiraum durch Vorgaben von außen durch ein kulturelles Programm eingeschränkt wird.

Das Konzeptpapier der Planungsgruppe geht von einer gemeinnützigen Stiftung und einer Gemeinnützigen GmbH aus, deren Eltern die Stadt Heidelberg und die Stiftung sind.
Am Ende steht aber auch hier: wer bezahlt das alles? Hier muß als erstes Klarheit geschaffen werden, wie viel von den vor einem Jahr bewilligten 800 Tsd. Euro noch verfügbar sind, ob vorliegende Kostenberechnungen auskömmlich sind, wie viele Stifter sich finden, die bereit sind, ein Stück Kulturgut zu retten und für die Zukunft mit dafür Sorge zu tragen, diesen Ort mit Leben und Lust zu füllen.
Herr Dr. Gerner wird dem Kulturausschuß eine Vorlage übergeben, in der diese Punkte als Zwischenbericht dokumentiert sind. Der Kulturausschuß tagt am 30. Juni, 17 h, Neuer Sitzungssaal. Wir laden uns alle herzlich ein zu erfahren, wie die Gemeinderatsmitglieder über den Wolfsbrunnen und seine Zukunft denken.

Zum Abschluß und zum Vormerken möchte ich auf den Vortrag von Herrn Dr. Bahls aufmerksam machen (s. Einladung) und Sie an den 18. Juli erinnern, an dem Sie wieder „Sommerabend-träumen“ dürfen. Die Einladung sowie das Programm für das 2. Halbjahr 09 erhalten Sie in Kürze.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit, hoffnungsvolle Visionen und natürlich

Frohes Schaffen
Kathrin Rating

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