Bericht vom Wolfsbrunnen-Treff am 7.7.2018

Am 7. Juli erhielten wir beim Juli-WoBruTreff tatkräftige Hilfe von 6 BASF-lerInnen, die voller Tatendrang um 9 Uhr bereits ungeduldig scharrend am Brunnen standen. Ganz freiwillig und jede gender-korrekte Aufteilung missachtend organisierten sich die männlichen Teilnehmer eher der Freischneiderei im Quellengarten zu, während die weiblichen Teilnehmerinnen sich u.a. der schon lange überfälligen Putz- und Scheueraktion an den Bänken widmeten. Am Schluss wurden die Bänke noch mit vom Landschaftsamt zur Verfügung gestellter Öl-Farb-Emulsion gepinselt und mit dem obligatorischen Hinweis „Frisch gestrichen“ versehen, so dass sie in neuem-altem Glanz erstrahlten.

Mit dabei die unermüdlichen Jungens aus dem Heilpädagogischen Institut. Für uns Alte, die schon lange dabei sind, ist der jetzt eingetretene Generationswechsel schon interessant zu beobachten – die „alten“ Jugendlichen, die schon bei der allerersten Wolfsbrunnen-Werkstatt mit dabei waren, als man noch Bäume fällen und deren Äste in einem Höllenfeuer verbrennen und die kleineren schreddern konnte, haben das Institut verlassen, einer neuen Generation Platz gemacht. Wir hoffen natürlich, dass diese genauso zäh und unermüdlich das Projekt Wolfsbrunnen unterstützen wird, wobei ein besonderer Dank Mario gebührt, der die Jugendlichen ja an das Projekt heranführt. Ein „herzliches Danke“ den alten und ein fröhliches „Wellcome“ den neuen Mitstreitern.

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Wir konnten nach getaner Arbeit nicht nur die obligatorische Suppe plus „Quetsche“-Kuchen (ein Lob der Küche und den zuverlässigen freiwilligen KuchenbäckerInnen) genießen, sondern sahen auch zufrieden auf das hergerichtete Tal, so dass es sich für das am nachfolgenden Wochenende stattfindende Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen in seiner Schönheit präsentieren kann.

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Stammtisch am 20.9.2018

Vortrag

SEIFERSDORFER TAL  –   Empfindsamer Landschaftsgarten

Der Landschaftsgarten bei Wachau/Dresden entlang der Röder stammt aus dem späten 18. Jh. und wurde von Christina von Brühl konzipiert und angelegt. Eine Vielzahl von Kleinarchitekturen vermittelt heute noch ein typisches Bild eines frühen Landschaftsgartens, in dem Kunst und Natur sich einander harmonisch ergänzen.

MARKUS KÖNIG, Wegbegleiter des Vereins ‚Seifersdorfer Tal’ e.V., wird uns aus der Sicht seiner aktiven Arbeit vor Ort einen Einblick in die Geschichte dieses besonderen Gartendenkmals und des bürgerschaftlichen Engagements geben. Übrigens: Das Seifersdorfer Tal und der Verein waren 2005 Geburtshelfer bei der Geburt des Freundeskreises Wolfsbrunnen – davon mehr am 20. September.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Carl Michael Bellman-Tag am Wolfsbrunnen

am Samstag, dem 15. September 2018

Programm

16 Uhr        Wanderung vom Heidelberger Schloss zum Wolfsbrunnen
18 Uhr        Abendessen “Brotzeit”
20 Uhr       “Weile an dieser Quelle”:
.                    Carl Michael Bellman Wilhelm Franker, Carl Zuckmayer
.                    und der Wolfsbrunnen in Heidelberg (Texte und Lieder)

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Carl Michael Bellman                                           Molwert (=Maulwurf)

Um das Jahr 1920 war der Wolfsbrunnen Schauplatz ungewöhnlicher, teilweise auch feuchtfröhlicher Gesangs- und Theaterabende.Der Kunsthistoriker Wilhelm Franker scharte in Heidelberg einen Kreis von Studenten und Professoren um sich, dem auch der Student Carl Zuckmayer angehörte. Sie trugen u.a. Lieder des schwedischen Nationaldichters Carl Michael Bellman (1740 - 1795) vor und machten dessen Werk einem breiten Publikum in Deutschland bekannt.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bellman-Gesellschaft und der Franker-Gesellschaft möchte der Wolfsbrunnen an diese fast vergessene Tradition anknüpfen und lädt zu einem Bellman-Tag am historischen Ort ein. Mit einer Mischung aus Texten und Liedern soll an den schwedischen Dichter erinnert werden.

Eine Spezialität der Gruppe “Molwert” sind die Lieder des schwedischen Dichters Carl Michael Bellman aus dem 18.Jahrhundert. Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich die Gruppe mit dem schwedischen Poeten. Die Musiker entführen das Publikum in das 18. Jahrhundert und zeigen gleichzeitig den Humor, die Tiefgründigkeit und die Aktualität von Carl Michael Bellman auf.

Anmeldung für Wanderung und Brotzeit über info@wolfsbrunnen.org
Kosten: 25 Euro für die Tageskarte und 10 Euro Eintritt für die Abendveranstaltung
Abendkasse vorhanden

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Termine im September 2018

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
im August haben wir Sommerpause!

Hier zur Erinnerung die Termine, die im September anstehen:

9.9.  -   ab 13 Uhr   Tag des offenen Denkmals
.                              “Entdecken, was uns verbindet”
15.9. -    9.30 Uhr   Wolfsbrunnen Treff (Arbeiten im Gelände)
15.9. -   ab 16 Uhr  Carl Michael Bellman-Tag
.                               sehen Sie hierzu das
.                               programm_2018_wolfsbrunnen.pdf   im “Korb”
19.9. -  20.00 Uhr    Klavierkonzert “Die andere Moderne”
.                               am Klavier: Rainer Klaas
20.9. -  19.00 Uhr    Wolfsbrunnen Stammtisch

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Bericht vom Juli-Stammtisch

Der Juli-Stammtisch fand wieder in der gemütlichen Gaststube des Wolfsrbunnens statt und brachte anregende Diskussionen am langen Tisch. Das Thema diesmal war nicht Schlierbach direkt gewidmet, sondern Olga Vogelsang, Schlierbacher Bürgerin seit einigen Jahren, nach langer Zeit aus Ziegelhausen an unser Neckarufer gezogen, erzählte uns von ihrem Vater, dem sie ihr interessantes Buch gewidmet hat: Olga Vogelsang: Die drei Leben des Iwán D., ein Arzt aus der Ukraine.

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Sie las aus dem Teil seines Lebens, das ihn 1942 aus dem deutsch besetzten Charkow nach Berlin, und damit die ganze Familie nach Deutschland brachte. Spannend!
Für einige der Teilnehmer brachte die lebendige Präsentation nicht nur Interessantes, sondern auch Neues zur europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass die meisten Anwesenden selber ein Fluchtschicksal hinter sich hatten - so wurde aus dem persönlichen Vortrag von Frau Vogelsang ein großes Erzählen.
Genau das, was der Stammtisch bringen soll.
Der nächste Stammtisch ist nach der Sommerpause im August für den September  vorgesehen. da wollen wir wieder einmal sozusagen durchs Fenster nach draussen schauen. Es soll um Gärten und ihre Geschichte gehen.

Am 20. September 2018 soll der nächste Stammtisch stattfinden. Katrin Rating hat das Thema ausgewählt und den Fachmann dazu bestellt. Es geht um “Gärten”. Sie nahm die Bürgerinitiative, die sich um den Garten in Seifertsdorf gebildet hatte, als Vorbild für den Freundeskreis Wolfsbrunnen, dessen Gründerin sie wurde.  Der Garten im Seifertsdorfer Tal ist einer der ältesten Landschaftsgärten Deutschlands; er wurde in der Nähe von Dresden im 18. Jahrhundert von Christina von Brühl angelegt.
Kommen Sie am 20. September zum Stammtisch, und Sie erfahren alles über die Geschichte von Seifertsdorf und über den Freundeskreises Wolfsbrunnen!

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Termine im Juli 2018

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine, die im Juli anstehen:

7.7.  -   9.00 Uhr    Wolfsbrunnen Treff
12.7. -  19.00 Uhr  Wolfsbrunnen Stammtisch
13.7. -  15.7.          Musik- und Kulturfestival am Wolfsbrunnen
.                             sehen Sie hierzu die Dateien im “Korb”:
.                                festival_2018_uebersicht.pdf
.                                festival_2018_plakat.pdf
.                                festival_2018_kuenstler.pdf

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Bericht vom Juni-Stammtisch

Der Junistammtisch am 14.6. 2018 fand wieder am diesmal erweiterten langen Tisch hinter der Theke statt; das Thema war der Heidelberger Stadtwald; alle, die da waren, haben dazu beigetragen. Zur Eröffnung der Diskussion ließ Heidi Schweinfurth die Geschichte  dieses Terrains vorbeiziehen: immerhin werden 40% der Heidelberger Gemarkungsfläche vom Stadtwald eingenommen.

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Gestiftet von den Wittelbachern zur Stadtgründung und zur vielfältigen Nutzung der (Acker-) Bürger freigegeben, war der Wald 1620, wie auf dem berühmten Merianstich zu sehen, völlig aufgebraucht, der Königstuhl und der Gaisberg kahl.

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Der 30-jährige Krieg ging darüber hinweg, ebenso der Pfälzer Erbfolgekrieg; auch die Aufbauphase des 18. Jahrhunderts, in dem Heidelberg seinen Status als Residenz verlor. 1803 ordnete Napoleon weite Teile Deutschlands neu, und die Kurpfalz wurde Baden zugeschlagen - eine neue, “moderne” Phase der Forstwirtschaft begann: Aufforstung zur Holznutzung, Anlage von Wegen zur Erschließung, zuerst die Himmelsleiter, Wegweiser, Bergbahn, Molkenkur.

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Alle waren sich einig, dass über Schlierbach ein Juwel thront, in das wir nur einzusteigen brauchen, um es vielfältig für uns persönlich zu erschließen - und in dem der schöne Wolfsbrunnen eingebettet liegt. Viele Erinnerungen an Erlebnisse im Stadtwald über Heidelberg wurden von den Stammtischlern erzählt und ausgetauscht.

Der nächste Stammtisch ist am 12. Juli geplant. Die Schlierbacher Zeitzeugin Frau Olga Vogelsang wird über ihr Buch berichten und daraus vorlesen: eine Familiengeschichte, die von der Ukraine ins Schwäbische und schließlich nach Heidelberg und endlich nach Schlierbach führt.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

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Kunstausstellung 15.6. - 21.7.208

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Termine im Juni 2018

Liebe Mitglieder und Freunde des Wolfsbrunnens,
hier zur Erinnerung die Termine, die im Juni anstehen:

9.6.   -  19.30 Uhr  Autorenlesung im Wolfsbrunnen:
.                             Fabian Hischmann:
.                             “Am Ende schmeißen wir mit Gold”
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14.6. -  19.00 Uhr  Wolfsbrunnen-Stammtisch
.                             Thema: Der Heidelberger Stadtwald

16.6. -  ab 16 Uhr   Die Lange Tafel am Wolfsbrunnen
.                              Musikalische Begleitung:
.                              Die Band Peter Tonik
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23.6. -   9.30 Uhr   Wolfsbrunnen-Treff
.                             Arbeiten im Wolfsbrunnen-Gelände

23.6. -  19.00 Uhr   Gespräch im Museumszimmer:
.                              Die Veranstaltung findet leider nicht statt

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Bericht vom Mai-Stammtisch

Am 24.5. fand der Mai-Stammtisch bei reger Beteiligung in der Gaststube des Restaurants Wolfsbrunnen in konzentrierter und fröhlicher Atmosphäre statt. Pünktlich um 19 Uhr waren alle durch das schöne Wolfsbrunnengelände bei Sonne, mit dramatisch aufgetürmten weissen Wolken, frischem Maiengrün und milden Temperaturen gekommen - denn genau um das ging es in der ersten Stunde. Moritz Trippo, Schüler am KFG, las seine Interpretation des Gedichts von Martin Opitz über den “Wolffsbrunnen” vor. Er berichtete, warum er das Gedicht ausgewählt hatte: da er nämlich den Platz kannte und in der Nähe wohnt - aber nicht ahnend, dass er in eine ihm zunächst fremde barocke Welt eintauchen würde. Er ging in klassischer Manier vor: erst die Metrik, die Reime, die Form. Dann musste der Inhalt, barock verkleidet, entschlüsselt werden. Keine einfache Sache, aber es gelang ihm mit Bravour. Alle hörten ihm interessiert zu und waren hinterher um Vieles klüger. Die meisten hatten das Opitzgedicht auf vielen Veranstaltungen des Freundeskreises immer wieder gehört - und nun endlich verstanden! Vielen Dank, Moritz!
Der zweite Teil des Abends war Conrad Ferdinand Meyer und seiner Novelle “Der Schuss von der Kanzel” bzw. ihrer Vorgeschichte gewidmet. Herr Tröger hatte alles zusammengetragen, was er brauchte, um das Studentenleben in Heidelberg  in der Mitte des 19. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen, nicht zuletzt geprägt durch den Studenten Victor von Scheffel. Er war Mitglied der Heidelberger Gesellschaft “Der Engere”, wie auch Christoph Schmezer, Pfarrer in Ziegelhausen. Herr Tröger trug die “wahre Geschichte” gekonnt und witzig vor, und nun wissen alle Anwesenden des Mai Stammtisches, was es mit dem Schuss auf der Kanzel auf sich hatte.
Der nächste Stammtisch soll am 14. Juni stattfinden. Als Thema ist  der Heidelberger Stadtwald geplant - seine Geschichte, seine Bedeutung für die Stadt - und wo er Teil des Wolfsbrunnens ist.
Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen.