Igel kennenlernen,


Wildtiere in der Schweiz. Wissenswertes über unsere wilden Tiere.

Wildtiere in der Schweiz. Wissenswertes über unsere wilden Tiere. Durchs Jahr mit dem Igel - der heimische Braunbrustigel Mit seinem Stachelkleid, der spitzen Schnauze, den kleinen runden Knopfaugen und seinem kecken Blick ist der Igel der Liebling unter den Wildtieren in der schweizerischen Landschaft.

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Was nicht heisst, dass sein Leben einfach ist. Denn der motorisierte Individualverkehr und die Versiegelung der Landschaft raffen jährlich Tausende von Igeln dahin. Dabei kann dem geschützten Wildtier mit einfachen Massnahmen geholfen werden.

Man muss nur wissen, wie und wo. NATURZYT hat zusammen mit dem Igelzentrum Zürich den Jahreszyklus igel kennenlernen Igels in der Stadt begleitet. Und dabei allerhand Interessantes und Unbekanntes über die stachligen Tiere erfahren. Seit über einer Woche herrschen frühlingshafte Temperaturen in der Stadt. An allen Ecken und Enden spriessen Gräser, entfalten sich Blätter, blühen Bäume und Sträucher und verbreiten ihren süssen Duft. Zahlreiche Insekten sind bereits unterwegs. Zeit für einen Igel, nennen wir ihn X1, aus dem Winterschlaf aufzuwachen.

Nun haben die längeren Tage und die warmen Temperaturen seine Lebensgeister geweckt. Nach dem Eindunkeln wagt die Igelin sich heuer zum ersten Mal aus ihrem Nest. Noch etwas steif, streckt sie die Nase in die Höhe, schnuppert, wittert und legt dann los. Sie muss igel kennenlernen unbedingt Igel kennenlernen, Schnecken und Insekten finden, denn ihr Hunger ist gross.

Zu ihrem Glück hat sich das Familiengartenquartier nicht gross verändert. So findet sich X1 bald wieder zurecht. Und diese komischen grossen, aufrecht gehenden Wesen, die sich bei schönem Wetter immer in den Gärten tummeln, sind nachts mit Ausnahmen nicht mehr anzutreffen, das weiss X1 noch vom letzten Jahr. Igel laufen aus Bequemlichkeit gerne auf Wegen.

Foto: Andrea Weidt Auf in die Stadt Igel, genauer der Braunbrustigel lat. Erinacaeus europaeussind in der Schweiz bis auf eine Höhe von Meter über Meer nachgewiesen.

Durchs Jahr mit dem Igel - der heimische Braunbrustigel

Eventuell kommen sie auch noch in höheren Lagen vor, aber so genau weiss man das nicht, denn die nachtaktiven, scheuen Tiere sind nur mit viel Aufwand zu beobachten. Früher traf man die Stachelritter vermutlich in halboffenen Graslandschaften, Wäldern mit Lichtungen und Waldrändern an.

Heute präsentiert sich ein anderes Bild. Der Igel kommt vorwiegend im menschlichen Siedlungsraum vor. Denn die stachligen Tiere benötigen gute Nahrungsquellen sowie vielgestaltige Rückzugs- und Unterschlupforte, wie sie in naturnahen Hintergärten, Grünflächen in Wohnsiedlungen, Familiengärten, Parks und Friedhöfen zu finden sind. In eintönigen, landwirtschaftlich intensiv genutzten Agrarflächen fühlt sich der Igel nicht wohl.

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Ganz anders verhält es sich mit dörflichen Siedlungen, Agglomerationen und Igel kennenlernen. Hier findet er kleinräumige, reich strukturierte Gebiete mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten und einem ausreichenden Futterangebot.

Nicht selten wird er dabei an Komposthaufen, unter Hecken und Sträuchern und auch an Futterstellen von Haustieren gesehen. Dies sind die Gründe, warum das Wildtier Igel zu den sogenannten Kulturfolgern gehört.

Damit bezeichnet man Tiere, die dem Menschen in seine Siedlungen und Behausungen nachfolgen. Auch in die Städte. Igelmutter mit wenige Tage altem Nachwuchs Foto: Judith Pfefferli Igelkarusell im Familiengarten Mai.

Seit einigen Wochen ist X1 nun bereits in ihrem angestammten Streifgebiet unterwegs.

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Tagsüber schläft sie, mal hier, mal dort, und abends geht sie los. Dank ihres guten Orientierungsvermögens kennt sie sich in «ihren» Familiengärten bestens aus.

Kein anderes heimisches Tier hat einen Stachelpelz. Zurück Vor IgelStachelpelz Zur Abwehr von Fressfeinden trägt der Igel ein robustes Stachelkleid auf der Oberseite und ist in der Lage, sich in Gefahrensituationen zu einer Kugel einzurollen. Durch die so aufgestellten Stacheln ist er fast unangreifbar. Die Farbe der Stacheln variieren von beige bis braun, dadurch ist der Igel im dichten Laub und auf dem Boden gut getarnt. Igel besitzen ihre Stacheln schon bei der Geburt, sie sind jedoch weich und noch nicht ausgehärtet.

Sie igel kennenlernen genau, wo die Komposthaufen stehen, wo sie ihren Durst stillen und wo sie durch Zäune schlüpfen kann. Jede Nacht stöbert X1 herum und verlässt sich dabei ganz auf ihre Nase. Denn diese ist, nebst dem Gehör, ihr wichtigstes Sinnesorgan. Mit ihm erkennt sie die unterschiedlichsten Gerüche und ortet Artgenossen.

Igel – Kennenlernen und Schützen

Aber bis jetzt hat sie sich nicht für ihresgleichen interessiert, ist sie doch, wie alle Igel, eine Einzelgängerin. Doch heute ist alles anders. Ein Igelmännchen, Igel kennenlernen, umkreist sie unermüdlich. Über drei Kilometer hat er, auf der Suche nach ihr, bereits zurückgelegt. Und auch Glück gehabt, musste er doch zwei breite Strassen überqueren.

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Jetzt lässt er sich nicht mehr abwimmeln. Beharrlich zieht er seine Kreise, und auch wenn X1 ihn igel kennenlernen will, der Igelmann bleibt dran.

Stunden dauert diese Treibephase, das so genannte Igelkarussell, nun bereits, untermalt mit Schnauben und lautem Schnaufen. Endlich lässt X1 den Igelmann ran. Sie legt ihre Stacheln eng an den Körper und drückt ihren Bauch auf den Boden, damit sich Y2 bei der Kopulation nicht verletzt.

Nach vollzogener Paarung geht alles schnell voran. Frischgeborenes Igelbaby ausserhalb des Nestes. Zum Glück holte es die Mutter wieder zurück. Der Igelmann trollt sich von dannen.

Wann brauchen Igel Hilfe?

Ab jetzt ist die künftige Igelmutter auf sich alleine gestellt. Aber X1 ist eine erfahrene Igelin, bereits zwei Mal hat sie Junge aufgezogen.

Eine geeignete Kinderstube für den Igelnachwuchs Für den Igelnachwuchs braucht eine Igelmutter eine geeignete Kinderstube. Diese ist oftmals dieselbe, in der schon der Winterschlaf abgehalten wurde. Wichtig ist, dass das Nest mit Blättern und Gras gut isoliert ist und potenziellen Nesträubern keinen Zutritt gewährt. Unterschlupf und Nistmaterial finden sich am besten in naturbelassenen, das heisst nicht aufgeräumten Gärten und Parks.